Fotos

© Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster
  • © Hochschulsport Münster

Bei 35 Grad ins Ziel: Der Leonardo-Campus-Run feiert die Laufgemeinschaft

Der 24. Leonardo-Campus-Run wird in Erinnerung bleiben. Nicht wegen eines Jubiläums oder besonderer Inszenierungen, sondern wegen der Bedingungen, die Läufer*innen, Helfer*innen und Veranstalter*innen gleichermaßen gefordert haben. Bei Temperaturen von über 30 Grad verwandelte sich der Leonardo-Campus am Mittwochabend in eine echte Hitzearena. Dennoch machten sich zahlreiche Laufbegeisterte auf den Weg an die Startlinie und sorgten gemeinsam für eine Veranstaltung, die eindrucksvoll zeigte, was den Leonardo-Campus-Run seit fast einem Vierteljahrhundert ausmacht.

Bereits in den Tagen vor dem Lauf stand fest, dass die hohen Temperaturen Auswirkungen auf die Veranstaltung haben würden. Nach intensiver Abwägung und weil die Gesundheit aller Teilnehmenden für den Hochschulsport Münster an erster Stelle steht, wurde entschieden, die Wettbewerbe für Minderjährige abzusagen. Betroffen waren der 750 m Sparkassen-Kids-Run sowie der 2,5 km Sparkassen-Challenge-Run. Darüber hinaus durften auch Jugendliche unter 18 Jahren nicht an den übrigen Läufen teilnehmen.

Besonders schwer fiel die Entscheidung beim Sparkassen-Kids-Run, der Jahr für Jahr zu den emotionalsten Momenten des Veranstaltungstages zählt. Wo in den vergangenen Jahren hunderte Kinder über die Strecke liefen und im Ziel mit strahlenden Gesichtern empfangen wurden, blieb es diesmal ruhig. Die Sicherheit der jungen Teilnehmer*innen hatte jedoch oberste Priorität.

Das sportliche Geschehen begann dadurch erst um 17 Uhr mit dem 5,0 km TK-Run. Die außergewöhnlichen Bedingungen sorgten allerdings keineswegs für leere Startfelder - ganz im Gegenteil. Viele Teilnehmer*innen nahmen die Herausforderung bewusst an und stellten persönliche Bestzeiten für einen Tag hinten an. Dennoch wurden beeindruckende Leistungen erzielt. Manuel Kruse von der Running Crew Münster gewann den TK-Run in starken 15:59 Minuten und blieb als einziger Läufer unter der 16-Minuten-Marke. Frieda Breitkopf, ebenfalls von der Running Crew Münster, war mit einer Zeit von 17:18 Minuten die schnellste Frau des Tages über die 5-Kilometer-Distanz, erreichte zugleich den zweiten Platz im Gesamtfeld und stellte einen neuen Streckenrekord auf. Platz drei belegte Toky Joelson von der Running Crew Münster in 18:10 Minuten.

Für beste Stimmung auf und neben der Strecke sorgte erneut Markus Jürgens, der erneut die Teilnehmenden mit viel Energie und Wissen durch den Wettkampf führte. Mit seiner sympathischen Art trug er maßgeblich zur besonderen Atmosphäre rund um den Start- und Zielbereich bei.

Auch die weiteren 5-Kilometer-Läufe boten spannende Wettkämpfe. Im Sparkassen-Run setzte sich Kai Meyer vom Team Universitätsklinikum Münster in 17:42 Minuten durch. Dahinter folgten Lutz Brüning (18:18 Minuten) und Thomas Brüggemann vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (18:36 Minuten). Schnellste Frau war Celine Poppe von der Universität Münster, die nach 20:34 Minuten als 14. des Gesamtfeldes ins Ziel kam.

Im Brillux-Run dominierten die Laufsportfreunde (LSF) aus Münster das Rennen. Claudius Brockmann gewann in 17:22 Minuten vor seinen Vereinskollegen Christian Teipel (17:42 Minuten) und David von Daacke (17:51 Minuten). Schnellste Frau wurde Lisa Krell von den LSF Münster, die nach 19:39 Minuten das Ziel erreichte.

Der 10,0 km ZfS-Münster-Run bildete traditionell den sportlichen Höhepunkt des Abends. Philip Thies von den LSF Münster sicherte sich den Sieg über die längste Einzeldistanz in 36:06 Minuten. Daniela Röttger und Katja Tegler von der Running Crew Münster erreichten beide nach 37:46 Minuten das Ziel und stellten damit die schnellsten Frauen des Laufes.

Nur wenig später sorgte der 4 x 2,5 km Run für einen stimmungsvollen Abschluss des Veranstaltungstages. Das Team „Promenadenspiker“ mit Daniel Lampe, Dennis Schwarz, Viola Pelka und Marko Gerlach setzte sich in 35:45 Minuten durch. Auf den weiteren Plätzen folgten der OS.RunningClub (36:07 Minuten) sowie „The crocodiles“ (36:34 Minuten).

Eine besondere Alternative zum klassischen Laufangebot stellte erneut der 10.000 Schritte Campus-Café Walk am Tag zuvor dar. Das Format richtet sich an alle, die sich bewegen möchten, ohne dabei zu joggen. Die Teilnehmenden dokumentieren ihre Schritte eigenständig über Smartphones, Gesundheits-Apps oder GPS-Uhren und reichen ihr Ergebnis per Screenshot ein. Die meisten Schritte sammelte in diesem Jahr Janna Schöbel mit beeindruckenden 67.132 Schritten. Es folgten Lennert Grollmann von den Heiderhoff Runners mit 52.559 Schritten sowie Anna Kimmel vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit 47.143 Schritten.

Über den gesamten Campus hinweg waren die Auswirkungen der Hitze spürbar. Umso bemerkenswerter war die Atmosphäre des Abends. Entlang der Strecke wurde angefeuert, motiviert und unterstützt. Die Helfer*innen waren vom ersten Aufbau bis zum letzten Zieleinlauf im Einsatz und sorgten gemeinsam mit allen Beteiligten für einen reibungslosen Ablauf. Nach dem Zieleinlauf konnten sich die Läufer*innen bei der Verpflegung mit kühlen Getränken der Pinkus Brauerei und des Salvus Mineralbrunnens, Apfel- und Bananenstücken sowie Müslistangen der Bäckerei Krimphove stärken.

Als die letzten Staffeln den Campus erreichten und sich die Abendsonne langsam senkte, überwog bei allen Beteiligten vor allem eines: Zufriedenheit. Die Umstände hatten Flexibilität verlangt, Entscheidungen notwendig gemacht und den ursprünglichen Ablauf verändert. Geblieben sind die Begeisterung für den Laufsport, das Miteinander auf und neben der Strecke und die besondere Atmosphäre, die den Leonardo-Campus-Run seit Jahren prägt.

Der 24. Leonardo-Campus-Run hat gezeigt, dass sich Tradition nicht nur daran misst, was jedes Jahr gleich bleibt. Manchmal beweist sie sich gerade dann, wenn außergewöhnliche Herausforderungen gemeistert werden müssen. Und genau das ist an diesem heißen Sommertag gelungen. Mit Vorfreude blicken wir bereits auf das Jubiläum im kommenden Jahr: den 25. Leonardo-Campus-Run am Mittwoch, 30.06.2027.