Projektidee und Ziele

des GrünSchatz-Projekts

Malva Mit Hummel 2 Paltrinieri 1zu1
© Sabine Paltrinieri

Wildpflanzenmischungen sollen im westlichen Münsterland und im Lipperaum als alternatives Substrat für Biogasanlagen angebaut werden. Sie sollen unter ökologischen und ökonomischen Aspekten sowie unter Gesichtspunkten der Landschaftsgestaltung getestet werden.

Die Anbauflächen sollen als Demonstrationsflächen im Regionale- Raum Beispiel geben, welche Entwicklung in der Landschaft möglich ist. Bewohner, Landwirte und Besucher sollen erkennen, dass es Alternativen zum Maisanbau gibt (Soziales). Das Projekt wird dazu beitragen, die negativen Effekte der Energiewende auf die Landschaft und die Pflanzen- und Tierwelt abzubilden (Ökologie). Durch Exaktparzellenversuche soll gezeigt werden, welche wirtschaftlichen Potentiale zu erschließen sind und wie groß die Ertragslücke zu konventionellem Maisanbau ist (Ökonomie).
Bei der Zielsetzung geht es zunächst auch um wirtschaftliche Saatguteffizienz. Somit kann keine Saatgutmischung genutzt werden, die den Kriterien einer Regionalsaatgutmischung entspricht.

Durch die Entwicklung von Betreibermodellen soll exemplarisch aufgezeigt werden, wie auf Betriebsebene ein ökonomisch tragfähiger Anbau langfristig realisiert werden kann. In enger Abstimmung mit den Anforderungen in der Landwirtschaft und der Pflege städtischer Freiräume wird der Fokus auf die streifenförmige Anlage dieser Flächen gelegt. Hierdurch kann eine entsprechende Wildpflanzeneinsaat auch auf nur einer Ausbreitungsfläche angelegt werden.


Vorteile der GrünSchatzmischung

  • Minderung der negativen Auswirkungen des monokulturellen Agrarsektors im süd-westlichen Münsterland
  • Steigerung der Biodiversität
  • Positiver Beitrag zum Arten- und Biotopschutz (Lebensraum für gefährdete Niederwildarten und Hochwildarten), zum Gewässerschutz und zum Bodenschutz (aufgrund der geringeren Anzahl an Arbeitsgängen wird der Boden weniger stark verdichtet, Erosionsschutz durch Bodenbedeckung)
  • Nahrungsunterstützung für Bienen und Hummeln während der Trachtlücken
  • Da so gut wie kein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nötig ist, nimmt der generelle Druck auf die Landschaft und die Nützlinge ab
  • Das Landschaftsbild erfährt durch die ganzjährige Flächenbegrünung eine deutliche Aufwertung. Zudem kommen neue Strukturen und Farben zur Geltung.
  • Durch die Hereinnahme des Siedlungsraumes kommt es zur Nutzung unterschiedlicher urbaner Freiräume wie Sonderflächen der gewerblich-industriellen Nutzung, Randlagen an Verkehrsanlagen und Flächen in der Kulturlandschaft.
  • Erweiterte wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten für den landwirtschaftlichen und gärtnerischen Arbeitsmarkt.
  • Der mit dem Projekt zu belegende ökologische Mehrwert könnte prinzipiell auch im Rahmen besonderer naturschutzrechtlicher Vorgaben und Verfahren anerkannt werden.

Gr _nschatz Cover 2zu1
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