© Vera Teske

Vera Teske


Anschrift: Domplatz 20-22
                   48143 Münster

Raum: 113
E-Mail:  vera.teske@uni-muenster.de

Sprechstunde: Montag 14-16 Uhr

  • Lebenslauf

    Seit 10/2025 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Neuere und Neueste Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Frühen Neuzeit am Historischen Seminar der Universität Münster

    2021-2025: Junior Fellowship am Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

    2018-2021: Masterstudium im Fach Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

    2013-2018: Bachelorstudium in den Fächern Geschichte und Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

    2013-2015 Studium des Kooperationsstudienganges „Public Governance across Borders“ an der Universität Münster

  • Forschungsschwerpunkte

    Diplomatiegeschichte und Geschichte der internationalen Beziehungen

    Westfälische Landesgeschichte

  • Dissertationsprojekt

    Rechtsräume auf Kollisionskurs: Der Umgang mit Rechtsenklaven in der frühneuzeitlichen Stadt

    In der frühneuzeitlichen Stadt lassen sich vielfältige Formen von Rechts- und Gerichtsvielfalt beobachten: Hier überlagerten sich verschiedene Rechtsräume, existierten unterschiedliche Gerichtsgewalten nebeneinander und bildeten sich konkurrierende Jurisdiktionsansprüche heraus. Als typischer Fall gilt die Geistlichkeit, die für bestimmte Orte und Personengruppen innerhalb der Stadtmauern eine Sondergerichtsbarkeit für sich beanspruchte. Über deren tatsächliche Ausgestaltung und Abgrenzung kam es jedoch mit der städtischen Obrigkeit häufig zu Konflikten.

    Diese Konflikte stellen den Ausgangspunkt des Promotionsvorhabens dar: Am Beispiel der Stadt Münster werden Bestrebungen untersucht, das Verhältnis der städtischen Obrigkeit zu geistlichen Enklaven langfristig und verbindlich zu regeln, die umstrittenen Zuständigkeiten und Jurisdiktionsbereiche voneinander abzugrenzen und entsprechende Regelungen vertraglich zu fixieren. Konkurrenz und Abgrenzung von Gerichten und Rechtsräumen gegeneinander führten dabei immer wieder zu Vereinheitlichungen, sowohl innerhalb der jeweiligen Rechtsräume als auch in Bezug auf die Modi des Umgangs mit Rechtsvielfalt.

    Im Rahmen des Promotionsvorhabens wird nach den Gründen für den Erfolg bzw. das Scheitern der Bemühungen um Rechtsvereinheitlichungen und nach den Strategien im Umgang mit Rechtsvielfalt innerhalb der Stadt gefragt. Ziel ist es, herauszuarbeiten, inwiefern es in diesem Prozess (nicht) gelang, die gesellschaftliche Vielfalt innerhalb der Stadtmauern rechtlich einzufangen.

    Mehr dazu: Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“

  • Publikationen

    Teske, Vera: Aushandlung, Verhandlung und Verfahren. Zur Unterscheidung dreier Modi der Konfliktbearbeitung, in: Dies., Ulrike Ludwig (Hrsg.), Vormoderne Verfahren und Prozesse des Aushandelns. Perspektiven und Potenziale einer Unterscheidung (in Vorbereitung)

    Ludwig, Ulrike; Teske, Vera (Hrsg.): Vormoderne Verfahren und Prozesse des Aushandelns. Perspektiven und Potenziale einer Unterscheidung (in Vorbereitung)

    Teske, Vera: Münster als Perspektive. Kommentar zur Metapher der Fraktalität, in: Ulrike Ludwig (Hrsg.), Konzeptforum Fraktalität (EViR Working Paper 10), Münster 2024, S. 33-39.

    Teske, Vera: Tagungsbericht. How to Ensure Predictability in Legal Pluralism. Northern Europe in the Later Middle Ages, in: H-Soz-Kult, 08.02.2023.

    Teske, Vera, Keine Eigenlogik des Fernhandels? Bericht über den Workshop „How to Ensure Predictability in Legal Pluralism. Northern Europe in the Later Middle Ages” am 5. und 6. Oktober 2022, EViR Blog, 24.01.2023.

  • Vorträge

    18/06/2025 „Was ist ein Rechtsraum - und wenn ja, wie viele? Zum Umgang mit Rechtszersplitterung in der frühneuzeitlichen Stadt“ (Kurzpräsentation des Projekts im Rahmen eines Tea Time Talk am Käte Hamburger Kolleg “Einheit und Vielfalt im Recht“ der Universität Münster)

    05/07/2024 „Von der Aushandlung zum Verfahren? Konfliktlösung zwischen Gericht, Verwaltung und lokaler Praxis“ (Projektpräsentation beim Workshop „Vormoderne Verfahren und Prozesse des Aushandelns. Perspektiven und Potenziale einer Unterscheidung“ des Käte Hamburger Kollegs „Einheit und Vielfalt im Recht“ der Universität Münster

    04/07/2024 „Vormoderne Verfahren und Prozesse des Aushandelns. Perspektiven und Potenziale einer Unterscheidung“ (Einführungsvortrag beim gleichnamigen Workshop des Käte Hamburger Kollegs „Einheit und Vielfalt im Recht“ der Universität Münster)

    12/12/2023: „und den ungeheuren schwatzern damit ihr lestermaull zu stopffen wissen“. Aushandlungsprozesse zu Kollision und Abgrenzung geistlicher und weltlicher Rechtsräume in der Stadt Münster, ca. 1550-1630 (Präsentation des Promotionsprojekts im Oberseminar "Perspektiven der Frühneuzeitforschung" der Universität Augsburg)

    09/11/2023: „den wen man der weltlicheit eyn fingerbreit zulest dan wollen sie vort mit der gantzen hanth durch". Zur Koexistenz und Konkurrenz von geistlichen und weltlichen Rechtsräumen in Münster (1550–1660). (Präsentation des Promotionsprojekts im Forschungskolloquium „Neue Forschungen zur Frühen Neuzeit“ der TU Dresden)

    13/10/2023: Kurzreferat beim Konzeptforum „Fraktalität“ des Käte Hamburger Kollegs „Einheit und Vielfalt im Recht“ der Universität Münster

    28/06/2023: „vor sollichem Angriff der weltlichen Oberigkeit privilegiert, gefreyet undt eximirt“. Zur lokalen Aushandlung von Rechtsräumen im frühneuzeitlichen Münster. (Präsentation des Promotionsprojekts im Forschungskolloquium zur Geschichte der Frühen Neuzeit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster)

    09/03/2023 „Zum Umgang mit Rechtsvielfalt in der frühneuzeitlichen Stadt Münster“ (Präsentation des Promotionsprojektes beim 5. Workshop für Doktorandinnen und Doktoranden zur Geschichte Westfalens der Historischen Kommission für Westfalen)

    07/06/2022: „Rechtsvielfalt in der frühneuzeitlichen Stadt: Kollisionen und Konflikte von Rechtsräumen in Münster, ca. 1550–1660“ (Präsentation des Promotionsprojekts im Forschungskolloquium zur Geschichte der Frühen Neuzeit der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

    06/05/2022: „Koexistenz und Konflikt kirchlicher und weltlicher Räume in der frühneuzeitlichen Stadt. Das Beispiel Münster, ca. 1550-1660“ (Präsentation des Promotionsprojekts beim Doktorandenworkshop der Universität Münster)

  • Wissenschaftskommunikation / Outreach

    Vrstl. 26.03.2026 „Skandal im Dombezirk“. Jurisdiktionskonflikte zwischen Stadtrat und Domkapitel in Münster, 1600-1650 [Vortrag in der Reihe Themenabende des Stadtarchivs Münster], Stadt Münster: Stadtarchiv - Service & Angebote].

    Schröder, Zeha; Teske, Vera: Der lange Fall des liederlichen Mönchs [Theaterstück zu einem Kriminalfall aus dem 16. Jahrhundert], Münster 2025.

    • s. dazu: Pieper, Lennart, Wie Wissenschaft und Theater zusammenfinden. „Der lange Fall des liederlichen Mönchs“ entführt ins 16. Jahrhundert, EViR Blog, 27.10.2025.

    Teske, Vera: Recht haben und Recht brauchen. Ein Vertrag über jurisdiktionelle Rechte von 1558, 01.10.2025 [Quelle des Monats Oktober, Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Historisches Seminar der Universität Münster].

    Teske, Vera: [Art.] Geistliche Immunitäten in Münster, in: Orte des Rechts in Münster [Eine interaktive Karte zu den historischen Orten des Rechts in der Stadt Münster], hrsg. vom Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“ in Kooperation mit dem Institut für vergleichende Städtegeschichte, der Abteilung NRW des Landesarchivs Westfalen, dem Stadtarchiv Münster und dem Stadtmuseum Münster.

  • Lehre

    Sommersemester 2026: Auf den Spuren einer westfälischen Adelsfamilie: Die Diepenbrocks zu Buldern im Spiegel ihrer Überlieferung (Paläographieübung zum Landadel)

    Wintersemester 2025/26: Her mit den Quellen! (Paläographieübung zur frühneuzeitlichen Stadt Münster)

    Sommersemester 2021: Emotionen und Emotionalität in der Frühen Neuzeit. Die Emotionsforschung und ihre Perspektive auf frühneuzeitliche Geschwisterbeziehungen. (Studentische Lehrveranstaltung; Lektüreübung zur historischen Emotionsforschung)