Courses in summer term 2014

PROF. DR. HEIKE BUNGERT
081779 Vorlesung: Die USA 1789 bis ca. 1890
Di., 14.00-16.00 Uhr, Raum: F 4, Beginn: 08.04.2014


Die Vorlesung gibt einen Überblick über diese wichtige Epoche der US-amerikanischen Geschichte. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Erschließung des Kontinents sowie auf dem multireligiösen und multiethnischen Charakter der Vereinigten Staaten. Die Vorlesung beginnt mit der Verfassungsgebung und analysiert anschließend die frühe Republik, Demokratisierung und Marktrevolution, die Expansion in den Westen, die Stellung von Migranten und Sklaven, die Rolle von Reformbewegungen, den Einfluss der Religion, die sektionalen Konflikte, den Bürgerkrieg und die Rekonstruktion im US-amerikanischen Süden.

Literatur zur Vorbereitung: Jürgen Heideking/Christof Mauch, Geschichte der USA. Tübingen, 2008; Manfred Berg, Geschichte der USA. München 2013; James Henretta et al., America’s History. Boston,
6. Aufl., 2008; Robert V. Remini, The Jacksonian Era. Arlington Heights, IL, 1997; John Niven, The Coming of the Civil War, 1837-1861. Wheeling, IL, 1990; James McPherson, Ordeal by Fire: The Civil War and Reconstruction. New York, 2000.


PROF. DR. HEIKE BUNGERT
082081 Hauptseminar: Der US-amerikanische Westen
Mo., 14.00-16.00 Uhr, Raum: F 33, Beginn: 07.04.2014


Das Seminar erkundet den Verlauf der Expansion in den nordamerikanischen Westen seit der Gründung der Vereinigten Staaten. Dabei liegt der Fokus einerseits auf der Rolle des Mythos von Westexpansion, Frontier und Manifest Destiny bei der Nationswerdung der USA, andererseits auf der Geschichte des US-amerikanischen Westens im 19. Jahrhundert. Dabei sollen die Mythen der neueren Geschichtsschreibung gegenübergestellt werden und u.a. die Stellung von Frauen im Westen, die Präsenz von Indianern, Afroamerikanern, Mexikanisch-Amerikanern und europäischen Einwanderern, die Rolle der Regierung und der Einfluss von Gewalt näher analysiert werden.

Literatur: Clyde A. Milner II et al., The Oxford History of the American West. New York 1994; Robert V. Hine/John M. Faragher, The American West: A New Interpretive History. New Haven, CT, 2000; Mark
S. Joy, American Expansionism, 1783-1860: A Manifest Destiny? London 2003; William Deverell (Hg.), A Companion to the American West. Malden, MA, 2007; Robert V. Hine, Frontiers: A Short History of the American West. New Haven, CT, 2007; Laura E. Woodworth-Ney, Women in the American West. Santa Barbara, CA: ABC-CLIO, 2008; Richard Slotkin, The Fatal Environment: The Myth of the Frontier in the Age of Industrialization, 1800-1890. New York 1985; Clyde A. Milner II (Hg.), Major Problems in the History of the American West. Boston 1997.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung im Sekretariat der Nordamerikanischen Geschichte (Raum 123) vom 13.01.2014 bis zum 07.02.2014 sowie vom 24.03.2014 bis zum 04.04.2014 jeweils montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr erforderlich.


PROF. DR. HEIKE BUNGERT
082373 Übung: The American West in Film
Note: the course has been split and will take place as follows:
Wednesday, 12 -2 pm, Room SRZ113
Wednesday, 4 - 6 pm, Room F 3
Start: 09.04.2014


After briefly looking into ways how historians can use and evaluate films as sources, the class will review the changing images of the West in Hollywood movies. It will especially look at the use of westerns to convey e.g. Cold War mentality or criticism of the Vietnam War. It will analyze the myth of manifest destiny, of the pioneer, and of the cowboy, while also looking at the treatment of American Indians, Hispanics, or women. Finally, the class wants to further the ability to feel comfortable in listening to  English-language films and to  discuss academic topics in the English language.

Literatur: John E. O’Connor (Hg.), Image as Artifact: The Historical Analysis of Film and Television. Malabar, FL, 1990; Peter C. Rollins (Hg.), Hollywood’s West: The American Frontier in Film, Television, and History. Lexington, KY, 2009; Mary L. Bandy/Kevin Stoehr, Ride, Boldly Ride: The Evolution of the American Western. Berkeley: University of California Press, 2012; Jacquelyn Kilpatrick, Celluloid Indians: Native Americans and Film. Lincoln, NE, 1999.


PROF. DR. ROLF AHMANN, PROF. DR. HEIKE BUNGERT, PROF. DR. THOMAS GROßBÖLTING,
082665 Kolloquium: Münsteraner Gespräche zur Geschichtswissenschaft: Geschichtswissenschaft – was nun?
Di., 18.00-20.00 Uhr, Raum: F 33


In der Geschichtswissenschaft jagt in den letzten Jahren ein „Turn“ den „anderen“: War der „cultural turn“ noch relativ langlebig“, gibt es mittlerweile den „material turn“, den „visual turn“, den „sound turn“ und viele mehr. Damit stellt sich die Frage, wie Geschichtswissenschaft in diesen Zeiten betrieben werden soll und kann. Dieser Frage will das Kolloquium, das auch als Theorieübung belegt werden kann, nachspüren durch das Lesen theoretischer Texte, durch das Vorstellen von Fallbeispielen und durch das Einladen ausgewählter Gäste. Engagement von Masterstudierenden und DoktorandInnen in Bezug auf Auswahl der Texte, Vorstellen eigener Projekte und Vorschläge für Einladungen von Gästen ist sehr erwünscht; bitte melden Sie sich bis 15.2.2014 bei eine(m) der drei VeranstalterInnen.


PROF. DR. HEIKE BUNGERT / JANA WEIß
Workshop: Zivilreligion in den USA
Ort: Graduate Center, Schlossplatz 6, Seminarraum im Erdgeschoss
Datum: 20.6.2014, 09.00-18.00 Uhr

Im Rahmen des Workshops sollen die analytischen Möglichkeiten und Grenzen der praktischen Anwendung des Konzepts der Zivilreligion am Beispiel der USA genauer ausgelotet werden. Seit Robert N. Bellahs einflussreichem Aufsatz von 1967 wird die enge Verbindung von Religion und Politik (die prägnante Präsenz zivilreligiöser Symbole, Werte und Verhaltensweisen wie beispielsweise die Überhöhung der Unabhängigkeitserklärung als „heilige“ Schrift der Nation oder das missionarische Sendungsbewusstsein) in den Geistes- und Sozialwissenschaften rege diskutiert.
Auf dem Workshop sollen die integrierende, legitimierende und kritisch-prophetische Funktion der Zivilreligion anhand von vier Forschungsfeldern untersucht werden: Erstens in Bezug auf Inszenierungen wie Inaugurationen und Jahrestage; zweitens im Hinblick auf Krisen- bzw. Kriegszeiten wie dem Kalten Krieg und dem Irakkrieg; drittens hinsichtlich ethnischer Gruppen wie Afroamerikanern und Latinos/as; und viertens im Zusammenhang mit „religiösen“ Gruppierungen im weiteren Sinne wie Evangelikalen, aber auch Atheisten.
Die Arbeitssprache ist Englisch.


DR. SANDRA KRAFT
082369 Übung: Gender und Reform: Reformbewegungen in den USA im 19. Jhdt.
Termine: 
Mo., 07.04.2014 (10.00-12.00 Uhr), 17.04.2014 und 24.04.2014 (Blockveranstaltung, ganztägig)
Raum: Johannisstr. Jo 102


Das einschneidendste Ereignis in der amerikanischen Geschichte des 19. Jahrhunderts war sicherlich der Bürgerkrieg zwischen den Nord- und Südstaaten, doch für die gesellschaftspolitischen Entwicklungen des folgenden Jahrhunderts können die aufkeimenden Reformbewegungen als ebenso bedeutend angesehen  werden. Von  religiösen Erweckungsbewegungen über die Temperance-Bewegung bis hin zum sozialpolitischen Progressivismus reichte das Spektrum der Reformbestrebungen. Allen gemeinsam waren jedoch die angestrebten, weitgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen – und die Bedeutung, die gerade Frauen als aktive Verfechterinnen von gesellschaftlichen Reformen einnahmen. Doch während beispielsweise der Abolitionismus seinen Höhepunkt in der Abschaffung der Sklaverei mit Ende des Bürgerkriegs sah, sollten andere Bewegungen, wie gerade die Frauenrechtsbewegung selbst, ihre Ziele erst ein halbes Jahrhundert später erfüllt sehen. Im Rahmen der Übung sollen nicht nur die verschiedenen Reformbewegungen in ihren Zielen und Methoden untersucht, sondern auch vor dem Hintergrund gender-typischer Vorstellungen des 19. Jahrhunderts beleuchtet werden.
Anmeldung unbedingt per Email (sandra.kraft@uni-muenster.de), damit die Referatsvergabe und Lektüre frühzeitig besprochen werden kann.


SANDRA KRAFT / JANA WEIß
082809 Übung (Theoriemodul): Politik und Demokratie
Di, 15.04.2014, 12.00 - 14.00 Uhr und
Blocktermine 22.05. und 23.05.2014, 09.00 – 18.00 Uhr


In der Übung sollen politik-theoretische Schriften studiert werden und ihre Bedeutung für die Arbeit des Historikers herausgestellt werden. Politische und gesellschaftliche Entwicklungen des 19. und 20. Jahrhunderts lassen sich ohne die konkurrierenden Vorstellungen von sozialistischen, liberalen oder konservativen Theorien nicht erklären, dennoch kommen politiktheoretische Texte bei der thematischen Behandlung historischer Themen oft zu kurz. Mit Rückgriff auf die Vertragstheoretiker (von Locke bis Rousseau) sollen vor allem Texte bekannter Ökonomen, Historiker und Philosophen des späten 19. und 20. Jahrhunderts und deren Einfluss auf das politische Denken untersucht werden. Dabei sollen sowohl Auszüge aus den Werken von Karl Marx, John Rawls und Max Weber als auch moderner Theoretiker wie Charles Taylor oder Ralf Dahrendorf gelesen werden.