Courses in summer term 2012


Da das Proseminar von Dr. Clark krankheitsbedingt bisher nicht stattfinden konnte, wurde unter
https://sso.uni-muenster.de/LearnWeb/learnweb2/course/view.php?id=5903
ein Modulkurs online eingerichtet.
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Nächster Veranstaltungstermin: Do., 26.04.2012

Zusätzliches Proseminar im Einführungsmodul in die Neuere und Neueste Geschichte

DR. TOM CLARK
082877 Proseminar: A Republican Empire: Der US-amerikanische Expansionismus
Do, 14-18; Räume: 14-16 Uhr/F 041, 16-18 Uhr/F 3; Beginn: 12.4.2012

 
Die Vereinigten Staaten sind das Ergebnis territorialer Expansion, zunächst in einem kolonialen, dann einem national-kontinentalen und schließlich einem globalen Kontext. In diesem Seminar sollen die wesentlichen Aspekte dieses Prozesses erschlossen werden –ereignisgeschichtlich u.a. die Vertreibung und Unterwerfung der indianischen Völker, der Krieg mit Mexiko, der Spanisch-Amerikanische Krieg und Formen der Expansion im 20. Jahrhundert. Wir rekonstruieren das Netzwerk von Ideen, Ideologien, sozialen und ökonomischen Kontexten, welche der Expansion und (anti-)expansionistischen Diskursen ihr jeweils spezifisches historisches Gepräge verliehen durch das Studium von Text- und Bildquellen. In diesem Zusammenhang wird die Arbeit mit wesentlichen Online-Archiven zur US Geschichte eingeübt, sowie die Quellenanalyse und akademische Lektüre von Sekundärliteratur. Ein weiteres zentrales Thema wird die Beschäftigung mit der historiographischen Auseinandersetzung um „Manifest Destiny“ und Expansionismus sein, an der zentrale Interpretationsansätze amerikanischer Historiographie und der stete Gegenwartsbezug historischer Forschung studiert werden können. Zur Anschaffung (und vorbereitenden Lektüre) dringend empfohlen:  Anders Stephanson: Manifest Destiny. American Expansionism and the Empire of Right (Hill&Wang, 1996)

PROF. DR. HEIKE BUNGERT
082145 Hauptseminar II: Imperialismus in Reinkultur? US-amerikanische Außenpolitik in historischer Perspektive
Mo 14-16, Raum: F 102, Beginn: 16.4.2012

(Vertiefungsmodul Neuere und Neueste Geschichte: Geschichte der internationalen Beziehungen  [BA-Studiengänge mit der Studienordnung WS 2011/12])
(Vertiefungsmodul Neuere und Neueste Geschichte II [BA-Studiengänge mit der Studienordnung WS 2011/12])
(Vertiefungsmodul 19./20. Jahrhundert / Modul zur sektoralen Geschichte: Geschichte der internationalen Beziehungen [BA-Studiengänge mit der Studienordnung WS 2005/06])

In dem Seminar sollen die Außenbeziehungen der USA untersucht werden, angefangen von der Politik der nordamerikanischen Kolonien gegenüber den indianischen Nationen über die Unabhängigkeitsphase, den Krieg von 1812, die Bündnissuche während des Bürgerkrieges, die Immigrationspolitik, den Spanisch-Amerikanischen Krieg als Auftakt einer globaleren Außenpolitik, die Weltkriege, den sogenannten Isolationismus und den Kalten Krieg bis hin zum Irakkrieg. Dabei sollen nicht nur militärische, wirtschaftliche und politische Aspekte betrachtet werden, sondern auch die Faktoren Religion, Klasse, Geschlecht und Race in die Analyse einbezogen werden.

Gute Englischkenntnisse sind Voraussetzung, da ein Großteil der Lektüre aus englischsprachigen Texten besteht.

Literatur: Michael J. Hogan/Thomas G. Paterson (Hrsg.), Explaining the History of American Foreign Relations. Cambridge: Cambridge Univ. Press, 2. Aufl., 2004; LaFeber, Walter, The American Age: U.S. Foreign Policy at Home and Abroad 1750 to the Present. New York: Norton, 2. Aufl., 1994; Stephan Bierling, Geschichte der amerikanischen Außenpolitik: Von 1917 bis zur Gegenwart. München: Beck, 3. Aufl., 2007; Dennis Merrill/Thomas G. Paterson (Hrsg.), Major Problems in American Foreign Relations, 2 Bde. Lexington, MA: Heath, 1995-2000.

PROF. DR. HEIKE BUNGERT / DR. MARTINA WINKLER
082240    Oberseminar: Nachbarn, Rivalen, Supermächte – Russland und Nordamerika vom 18.-20. Jahrhundert
Di 14-16, Raum: ULB 101, Beginn: 17.4.2012
(Mastermodule: Frühe Neuzeit; Modul 19./20. Jahrhundert)


Für  die  Betrachtung  des  russisch-nordamerikanischen Verhältnisses  in  historischer Perspektive ist nach wie vor das dualistische Weltbild des Kalten Krieges entscheidend. Doch war die Entwicklung dieses Verhältnisses bedeutend mehr als nur die Vorgeschichte von Sputnikschock und Kubakrise. Seit dem 18. Jahrhundert trafen die Interessen der beiden Mächte im  europäischen  und  globalen  Kontext  immer  wieder  aufeinander.  Im  Seminar werden die erschiedenen Möglichkeiten, Konstellationen und Strategien von gegenseitiger Wahrnehmung, Verflechtungen und Beziehungen erarbeitet. Das Themenpotential erstreckt sich dabei von Reisen und Migration, über Kolonialismus und Sklaverei bis hin zu Mondlandung und Afghanistan. Als Quellen dienen uns diplomatische Schriften, Reiseberichte, Romane etc.

Vorkenntnisse zur US-amerikanischen und russischen Geschichte sind wünschenswert, aber nicht notwendig. Während Kenntnisse der russischen Sprache vorteilhaft, aber keine Voraussetzung sind, sind gute Lesefähigkeiten im Englischen vonnöten, da ein Großteil der Lektüre aus englischsprachigen Texten besteht.

Literatur: Linda Killen, the Soviet Union and the United States: A New Look at the Cold War, Boston 1989.

PROF. DR. HEIKE BUNGERT / PROF. DR. ANDRÉ KRISCHER
082714 Oberseminar: Identitäten im britischen Commonwealth und den USA 
(Mastermodul 19./20. Jahrhundert)

082714 Kolloquium: Identitäten im britischen Commonwealth und den USA
(Mastermodule: 19./20. Jahrhundert; Frühe Neuzeit; sowie Interessierte)
Do 18-20, Raum: F 104, Beginn: 19.4.2012


In dem Forschungskolloquium/Oberseminar werden laufende Projekte vorgestellt, internationale SpezialistInnen eingeladen und gemeinsam Texte gelesen, die sich im weitesten Sinne mit Fragen von Identitäten in Großbritannien, Kanada, Australien und anderen Gebieten des Commonwealth sowie mit den USA beschäftigen. Dabei werden sowohl die Wechselwirkungen von Identität(en) und Religion als auch von Identität(en) und Ethnizität/Race, Geschlecht und Klasse untersucht.
zum Programm
Lecture on 26 April 2012

PROF. DR. HEIKE BUNGERT
082695 Kolloquium: Examenskolloquium
Di 18-20 (14tägig), Raum: F 33, Beginn: 17.4.2012
(Mastermodul 19./20. Jahrhundert)


Das Kolloquium dient zur Vorbereitung und Diskussion der schriftlichen Abschlussarbeit (Examensarbeit, Magisterarbeit, Bachelor- oder Masterarbeit). Dabei können sowohl Themen präzisiert als auch theoretische Ansätze diskutiert als auch Thematik und Gliederung vorgestellt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, über die verschiedenen Prüfungsformen wie Klausur, mündliche Abschlussprüfung und schriftliche Abschlussarbeit zu sprechen.

ANJA-MARIA BASSIMIR, M.A.
082570 Übung: Terrorism in US History
Mi 10-12, Raum: F 229, Beginn: 04.04.2012.

Am 11.04.2012 findet keine Sitzung statt.

(Vertiefungsmodul Neuere und Neueste Geschichte II [BA-Studiengänge mit der Studienordnung WS 2011/12])
(Vertiefungsmodul Neuere und Neueste Geschichte: Geschichte der internationalen Beziehungen [BA-Studiengänge mit der Studienordnung WS 2011/12])
(Vertiefungsmodul 19./20. Jahrhundert / Modul zur sektoralen Geschichte: Geschichte der internationalen Beziehungen [BA-Studiengänge mit der Studienordnung WS 2005/06])

Since the attacks on the World Trade Center in New York on September 11, 2001, and President George W. Bush’s subsequent “War on Terror”, terrorism has become a catch phrase, often used – if not overused – by the media. However, the concept is highly contested. As a popular saying goes, “one man’s terrorist is another’s freedom fighter”. In this course, we will examine the questions “What is terrorism?” and “Who is a terrorist?” from a historical perspective. By looking at different cases from US history (like the “Haymarket affair” of 1886, the “Wall Street explosion” of 1920, or the “Oklahoma City bombing” of 1995, but also guerilla warfare during the American Revolution, the reaction to the “terror” of the French Revolution, and the Alien and Sedition Acts of 1798), we will ask what was considered terrorism at a certain time and place, how the usage of the term changed over time, what the self-portrayal of so called terrorists was, as well as who got to label someone a terrorist and 58 what this implies about the power-structures within a society. We will also try to apply terrorism as a concept to cases for which the label had not been used by contemporary actors, problematize the term in those instances when it was used, and analyze the discussion of contested cases – like “state terrorism”. The course aims at a deeper understanding of the term terrorism and its usage and will highlight the ambiguity and controversy linked to it. Literature: Beverly Gage, “Terrorism and the American Experience: A State of the Field”, in: The Journal of American History, Vol. 98, Nb. 1 (June 2011), pp. 73-94. Bruce Hoffman, Inside Terrorism (revised and expanded edition), New York 2006. Die Übung findet auf Englisch statt und passt in das Sprachmodul, zu den Vorlesungen zum Imperialismus von Prof. Rolf Ahmann und Dr. Antonio Sáez Arance und zum Modul der Geschichte der Frühen Neuzeit (Hauptseminar von Prof. Heike Bungert).

DR. FELICITY JENSZ
082475 Übung: Deutsche Freidenker in Amerika im 19. Jahrhundert
Do 10-12, Raum: F 229, Beginn: zweite Semesterwoche


Wie in vielen europäischen Ländern gründeten sich im 19. Jahrhundert auch im deutschsprachigen Raum Freidenker-Vereinigungen, die kirchen-, regierungs-, und gesellschaftkritisch auftraten. Um der angespannten politischen Lage um 1848 zu entgehen, wanderten deutsche Freidenker nach Nord-Amerika aus. Dort machten sie ihre politischen Meinungen weiterhin publik: Zum einen in gesellschaftskritischen Zeitschriften in deutscher Sprache, zum anderen in Vorträgen und Versammlungen. Die Übung wird einen Überblick über die Geschichte der deutsch-amerikanischen Freidenker geben: Von ihrer Gründung in Europa bis zu Ende des 19. Jahrhunderts, als sie an Einfluss verloren haben. Anhand von Primärquellen der Freidenker und ergänzt durch Sekundärliteratur wird ihre Haltung u.a. zu Staat, Religion, Politik sowie Militarismus, Bildung und Säkularismus untersucht. Schließlich wird da Phänomen der Freidenker im Kontext zeitgenössischer gesellschaftlicher Normen sowohl in den USA als auch in Europa betrachtet.