Literatur- und Mediendidaktik

Im Sinne einer eigenständigen und transdisziplinären Reflexions- und Handlungswissenschaft befasst sich Literatur- und Mediendidaktik mit der kulturellen Praxis des Umgangs mit Literatur und Medien in institutionellen Kontexten. Sie schafft Grundlagen für eine theoriegeleitete Literatur- und Medienvermittlung und für professionellen Literatur- und Medienunterricht.
Im Mittelpunkt steht die Rezeption von Literatur und Medien in unterschiedlichsten Formen, mithin von Texten, Hypertexten, von Film, Hörspiel, Theater und neuen Medienformen, die als je eigenständige, ästhetische und kulturelle Ausdrucksformen verstanden werden.

Literatur- und Mediendidaktik steht in einem produktiven Spannungsfeld von verschiedenen Bezugswissenschaften (wie Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft, Philosophie, Bildungswissenschaft, Sozialwissenschaft, Soziologie, Psychologie) und kulturell-institutionellen Rahmenbedingungen und Zielperspektiven von Bildungsinstanzen (Schule, Hochschule). Auf dieser Grundlage setzt sie sich mit Blick auf die Schulpraxis mit literatur- und mediendidaktischen Theorieentwürfen und Konzepten auseinander, wobei sie kritisch über bestehende Unterrichtspraxis hinausdenkt. Sie erforscht, analysiert und evaluiert die Rezeption von Literatur und Medien sowie den Literaturunterricht theoretisch und empirisch  und entwickelt neue Modelle, Konzepte und Verfahren. 
Die gemeinsame Zielperspektive der vielfältigen Forschungs- und Arbeitsbereiche der Literatur- und Mediendidaktik besteht in der beständigen Optimierung von Lehr- und Lernprozessen, in denen Subjektbezug (d. h. der Blick auf den Lernprozess der lernenden Subjekte) und Gegenstandsbezug (d. h. ‚Literatur’ und ‚Medien’) grundsätzlich zusammen gesehen werden.

Das Ziel des Studienangebots besteht darin, Studierende mit den verschiedenen Arbeits- und Forschungsfeldern von Literatur- und Mediendidaktik bekannt zu machen und sie mittel- und langfristig dazu zu befähigen, fachdidaktische Konzepte und Modelle kritisch zu erörtern sowie fachwissenschaftliche Inhalte, didaktische Konzepte und konkrete Anwendungsmöglichkeiten sinnvoll miteinander in Beziehung zu setzen.


Abteilungssprecherin:

Prof. Dr. Marion Bönnighausen