Curriculum vitae

Qualifikation

Habilitation an der Universität Wien mit einer Lehrbefugnis für das Fach Ältere deutsche Sprache und Literatur (2025)

Positiver Abschluss der Qualivizierungsvereinbarung an der Universität Wien (2025)

Positive Zwischenevaluation der Juniorprofessur an der Ruhr-Universität Bochum (2019)

Promotion an der (RUB) mit summa cum laude mit der Dissertationsschrift: ›Die Braut des Königs. Überlegungen zu den mittelhochdeutschen Brautwerbungs­erzählungen‹ (2010)

Abschluss des Magisterstudiums an der RUB in den Fächern Germanistik und Philosophie (2006)

Abitur am Städtischen Gymnasium Herten (2000)

Werdegang

Universitätsprofessorin an der Universität Münster (seit April 2026)

Assoziierte Professorin an der Universität Wien (seit Juli 2025)

Assistenzprofessorin (Tenure Track) an der Universität Wien (Oktober 2019-2025)

Juniorprofessorin an der Ruhr-Universität Bochum (2016-2019)

Associated Researcher an der Universiteit van Amsterdam (2012-2016)

Akademische Rätin auf Zeit an der RUB (2011-2016)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin (›Edition der spätmit­­telalterlichen Prosaepen Herzog Herpin und Loher und Maller, entstanden im Umkreis der Elisabeth von Lothringen und Nassau-Saarbrücken‹, von der DFG gefördertes Projekt, Leitung: Prof. Dr. Bernd Bastert, 2009-2011)

Geboren 1980 in Herten (NRW)

Interessen und Schwerpunkte

Rabea Kohnen Forschungsinteressen liegen im Zusammespiel kulturwissenschaftlicher, materialwissenschaftlicher und narratologischer Fragen. 

Aus kulturwissenschaftlicher Perspektive betrachtet sie Literatur als Medium philosophischen Denkens im Spannungsfeld geistlicher und weltlicher Diskurse mit besonderem Blick auf Identitätskonstruktionen in den Kategorien Spezies, race, Gender und Religion.

Im Bereich der Narratologie hat sie zu Kategorie des Erzählers und dem Zusammenhang von Stimme und Figur, zu Motivierung, zu biographischem Erzählen, zur Gestaltung von Raum und Zeit sowie zu Formen seriellen und schematischen Erzählens gearbeitet.

Kulturwissenschaftliche und narratologische Ansätze sind in ihren Qualifikationsschriften ›Die Braut des Königs‹ (Dissertation) und ›Die Stimme der Königin‹ (Habilitation) systematisch miteinander verbunden. In ihrer Dissertation untersucht Rabea Kohnen die mittelhochdeutschen Brautwerbungserzählungen mit Fokus auf die narrative Gestaltung interreligiöser Konflikte als Geschichten von Liebe und Ehe. Die Habilitationsschrift entwickelt ein narratologisches Modell zur Beschreibung von Stimme(n) im Text, das am Korpus marianischer Auslegungen des biblischen Hoheliedes entwickelt wird, wobei der Gestaltung Marias im Zusammespiel von Autorität und Geschlecht besondere Bedeutung zukommt.

Im vom FWF geförderten Einzelprojekt ›Materielle Narratologie – Rhythmus und Stimme in der Vorauer Handschrift 276‹ (12. Jahrhundert) und dem Teilprojekt ›Corporate Identity: Sigmund Feyerabend's Books‹ (16. Jahrhundert) im Rahmen des Marie Skłodowska-Curie Networks ›Remediating the Early Book – Past and Futures‹ (Blog) greifen materialwissenschaftliche und narratologische Analysen ineinander, um die Produktion und Wirkungsweise vormoderner Bücher integrativ zu erforschen.