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Aktuelles

© StadtLabor Münster

Partizipative Methoden für die sozial-ökologische Wende

StadtLabor Münster lädt zu einem Workshop am 26.Juni im Haus der Nachhaltigkeit ein

In den vergangenen 5 Jahren hat das StadtLabor in Münster im Rahmen zahlreicher Projekte Methoden für sozial-ökologische Transformation mit unterschiedlichen Akteur*innen aus Stadt und Zivilgesellschaft entwickelt und erprobt. Diese reichen von Kompost Festivals über community-basierte Gesundheitsforschung in Bergfidel hin zum Kreislauf Dinner in der VHS. Die Teilnehmer*innen lernen transformative Methoden der Stadtentwicklung anhand von konkreten Beispielen kennen und loten Transformationspfade in Münster gemeinsam aus.

Der transdisziplinäre Workshop findet am Freitag, den 26.06.2026 von 9:00 bis 16:00 Uhr im Haus der Nachhaltigkeit statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

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„Das Klima ist ein träges System“

Ein Gespräch mit Nora Fried über die Veränderung des Wetters und was das mit der Wahrnehmung des Sommers macht

Unbeschwerte Sommertage, strahlend blauer Himmel, warme Abende – viele Menschen verbinden mit einem „Sommer wie früher“ eine idealisierte Vorstellung. Heutzutage berichten die Medien von Juni bis September regelmäßig über Hitzewellen und Dürreperioden. Dr. Nora Fried vom Institut für Landschaftsökologie erklärt im Gespräch mit Kathrin Nolte, wie sich das Wetter in den vergangenen Jahren bei uns verändert hat und was das mit dem Klimawandel zu tun hat.

Was ist der Unterschied zwischen Sommer und Wetter?

Während der Sommer eine Jahreszeit ist, beschreibt das Wetter den aktuellen Zustand der Atmosphäre. Was wir als Sommer wahrnehmen, ist häufig ein Zusammenschnitt von verschiedenen Sommern, die wir bereits erlebt haben. Diese Zusammenfassung nähert sich wiederum der Definition von Klima an. Die Begriffe sind klar festgelegt: Wetter ist sowohl zeitlich als auch räumlich sehr begrenzt. Es handelt sich um einen atmosphärischen Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort – beispielsweise in Münster. Das Klima hingegen beschreibt den Istzustand über einen Zeitraum von 30 Jahren in einer Region – zum Beispiel Westdeutschland. Damit werden auch Extremereignisse erfasst, die es schon immer gab. Aber im Vergleich gibt es heutzutage mehr Hitzewellen und Dürreperioden. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass wir unsere Sommer nicht mehr als unbeschwert empfinden.

Das vollständige Gespräch mit Nora Fried finden Sie hier.

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Fragen der Umweltgerechtigkeit rücken in den Vordergrund

Die warme Jahreszeit ist das Brennglas gesellschaftlicher, ökologischer und planerischer Herausforderungen – ein Gastbeitrag von Samuel Mössner und Tillmann K. Buttschardt

Nicht jeder Sommer erfüllt in Münster die Erwartung an die wärmste Jahreszeit. Doch die Klimastatistik weist auch für Münster eine zunehmende Anzahl sommerlicher Hitzetage und tropischer Nächte aus. Ursache sind Treibhausgasemissionen, Entwaldung und veränderte Landnutzung. Die Erderhitzung, so zeigen es die Modellierungen, wird sich auch in Zukunft erhöhen. Gerade urbane, stark verdichtete Räume heizen sich tagsüber auf und kühlen während heißer Sommernächte kaum noch ab. Die daraus resultierende Hitzebelastung beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Bevölkerung, sondern stellt auch ein Gesundheitsrisiko dar: Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation wird der menschengemachte Klimawandel zwischen 2030 und 2050 weltweit zu etwa 250.000 zusätzlichen Todesfällen pro Jahr führen.
Besonders in den Städten verdeutlicht sich, dass die Last des Klimawandels ungleich getragen wird, wodurch Fragen der Umweltgerechtigkeit in den Vordergrund rücken. Ein gerechter Ansatz erfordert es, Maßnahmen und Auswirkungen gerecht zu verteilen und Bevölkerungen in gerechte politische Prozesse einzubinden. Noch wichtiger ist aber die Frage, wessen Interessen überhaupt Gehör finden und als legitim anerkannt werden.

Den vollständigen Gastbeitrag finden Sie hier.

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Wenn ein Dachstuhl zur Falle wird

Zwei Experten berichten, wie der Klimawandel die heimische Tierwelt verändert

Ein warmer Dachstuhl ist für Fledermäuse ein Segen – die Jungtiere wachsen dort schneller heran als an kühleren Orten. Doch wenn sich eine Hitzewelle festsetzt, wird genau dieses Quartier zur Todesfalle – vor allem für Jungtiere. Wenn die Temperaturen auf über 40 Grad Celsius steigen, können diese die Wärme nicht mehr abführen. Solange sie nicht flugfähig sind, sind sie der Hitze ausgeliefert. Was sich an diesem Beispiel zeigt, gilt für die einheimische Tierwelt insgesamt: Der Klimawandel verschiebt Lebensräume, bringt fein abgestimmte Zeitpläne durcheinander und macht Extremereignisse wahrscheinlicher.

Knapp zwei Grad hat sich Deutschland seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnung erwärmt. Das klingt nach wenig, doch die Folgen sind weitreichend. „Es kommt zu Veränderungen in der Artenzusammensetzung“, erklärt Prof. Dr. Sascha Buchholz, Tierökologe an der Universität Münster. Wärmeliebende Arten breiten sich nach Norden aus – wie der Bienenfresser, eine farbenprächtige Vogelart aus dem Mittelmeerraum, oder die medial viel beachtete Nosferatuspinne. Auch unter den rund 25 heimischen Fledermausarten gibt es Gewinner. „Die Weißrandfledermaus, eine ursprünglich mediterrane Art, ist inzwischen in Bayern und Baden-Württemberg heimisch“, berichtet der Fledermausexperte Florian Gloza-Rausch. Der bislang nördlichste Nachweis stamme aus Dresden.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Europas Wälder stehen unter hohem Druck

Internationales Forschungsteam unter der Leitung von Prof.'in Dr. Mana Gharun untersucht die Kohlenstoffsenke Wald

Wälder sind für den Klimaschutz unverzichtbar. Sie spielen eine zentrale Rolle im globalen Kohlenstoffhaushalt: Die Wälder der Europäischen Union bedecken rund 40 Prozent der Landfläche und binden jährlich etwa 280 Millionen Tonnen Kohlendioxid- (CO₂-) Äquivalente. Dabei handelt es sich um eine standardisierte Maßeinheit, die die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase vergleichbar macht. Doch diese Leistung ist rückläufig. Zwar wächst der Kohlenstoffvorrat in den Wäldern weiter, doch hat sich ihre Aufnahmekapazität zwischen 2010 und 2020 um fast ein Drittel verringert – von 466 auf 295 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr. Damit drohen die EU-Wälder, ihre Rolle als zentrale Kohlenstoffsenke für die europäischen Klimaziele zu verfehlen. Was genau hinter diesem Rückgang steckt, hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Prof.'in Dr. Mana Gharun vom Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster in einer umfassenden Übersichtsstudie untersucht. Die zentrale Erkenntnis: Wenn verschiedene Klima- und Umweltveränderungen zusammenkommen, werden die Reaktionen der Ökosysteme häufig unvorhersehbar.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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Münster von der Verrottung her denken

StadtLabor Münster organisiert Kompost Konferenz am 25. und 26.Juni

Die Kompost Konferenz entsteht im Zwischenraum von Ökologie, Wissenschaft, Kunst und Praxis und beschäftigt sich mit konkreten Aktionen und drängenden Fragen für das Überleben auf der Erde. Als Antwort auf die planetare Krise steht die kreislaufförmige Regeneration im Mittelpunkt: Alles dreht sich und aus dem Ende wird ein neuer Anfang! Sie wird organisiert vom StadtLabor Münster und ist Teil der Soil Assembly einem internationalen Netzwerk der Bodenfürsorge, das im Sommer 2026 eine europaweite Veranstaltungsreihe rund um das Thema Böden realisiert. Die Konferenz ist umsonst. Für einzelne Veran­staltungen ist eine Anmeldung nötig.

Weitere Informationen finden Sie zeitnah auf der Webseite und auf Instagram.

Eindrücke vom Geo.Science.Day am 30.10.2025