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Internationales Forschungsteam unter der Leitung von Prof.'in Dr. Mana Gharun untersucht die Kohlenstoffsenke Wald
Wälder sind für den Klimaschutz unverzichtbar. Sie spielen eine zentrale Rolle im globalen Kohlenstoffhaushalt: Die Wälder der Europäischen Union bedecken rund 40 Prozent der Landfläche und binden jährlich etwa 280 Millionen Tonnen Kohlendioxid- (CO₂-) Äquivalente. Dabei handelt es sich um eine standardisierte Maßeinheit, die die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase vergleichbar macht. Doch diese Leistung ist rückläufig. Zwar wächst der Kohlenstoffvorrat in den Wäldern weiter, doch hat sich ihre Aufnahmekapazität zwischen 2010 und 2020 um fast ein Drittel verringert – von 466 auf 295 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr. Damit drohen die EU-Wälder, ihre Rolle als zentrale Kohlenstoffsenke für die europäischen Klimaziele zu verfehlen. Was genau hinter diesem Rückgang steckt, hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Prof.'in Dr. Mana Gharun vom Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster in einer umfassenden Übersichtsstudie untersucht. Die zentrale Erkenntnis: Wenn verschiedene Klima- und Umweltveränderungen zusammenkommen, werden die Reaktionen der Ökosysteme häufig unvorhersehbar.
StadtLabor Münster organisiert Kompost Konferenz am 25. und 26.Juni
Die Kompost Konferenz entsteht im Zwischenraum von Ökologie, Wissenschaft, Kunst und Praxis und beschäftigt sich mit konkreten Aktionen und drängenden Fragen für das Überleben auf der Erde. Als Antwort auf die planetare Krise steht die kreislaufförmige Regeneration im Mittelpunkt: Alles dreht sich und aus dem Ende wird ein neuer Anfang! Sie wird organisiert vom StadtLabor Münster und ist Teil der Soil Assembly einem internationalen Netzwerk der Bodenfürsorge, das im Sommer 2026 eine europaweite Veranstaltungsreihe rund um das Thema Böden realisiert. Die Konferenz ist umsonst. Für einzelne Veranstaltungen ist eine Anmeldung nötig.
Weitere Informationen finden Sie zeitnah auf der Webseite und auf Instagram.
Selani Thomas, ehemalige Masterstudentin von Prof.in. Dr. Angela Schwering, und Lugao Kasberg, von der Organisation „Mangyans for Peace and sustainable Development“, untersuchen den Zusammenhang zwischen Klimawandel, Ernährungsunsicherheit und dem Handlungsspielraum junger Menschen in der Hanunoo-Mangyan-Gemeinschaft auf der philippinischen Insel Mindoro. Hilfsmittel für die sogenannte partizipative Kartierung sind großformatige Karten und Luftbilder der Region: Die Bewohner*innen jeden Alters markieren darauf in Workshops ihr Wissen. Das können geografische Details sein, etwa häufig genutzte Wege, aber auch Absprachen der Gemeinschaften zu ihren Ressourcen. Es geht darum, wie die Menschen Veränderungen wahrnehmen und ihren Alltag regeln.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier.
Ein Video zum Projekt finden Sie hier.
Luca-Luisa Johannemann forscht in Costa Rica zu Wirbeltierfossilien
Statt in einer Bibliothek steht Luca-Luisa Johannemann im dichten Grün des Regenwaldes von Costa Rica am Rand eines kleinen Flusses und schiebt mit einer Schaufel vorsichtig Sedimente zur Seite. Noch ist unklar, ob sich in der erdigen Schicht tatsächlich ein Fossil verbirgt. „In der Forschung weiß man nie genau, was einen im Gelände erwartet“, sagt sie. „Man ist gewissermaßen auf Spurensuche nach Hinweisen aus der Vergangenheit.“
Die Studentin hat vor Kurzem ihren Master in Geowissenschaften mit Schwerpunkt Paläontologie abgeschlossen. Für ihre Abschlussarbeit reiste sie in das rund 10.000 Kilometer entfernte zentralamerikanische Land, wo sie voraussichtlich noch bis Juni bleiben wird. Ihr Untersuchungsgebiet liegt in der Region San Vito im Südosten Costa Ricas. Dort untersucht sie die sogenannte Taphonomie von Säugetier-Fossilien – also die Prozesse zwischen dem Tod eines Organismus und seiner Entdeckung als Fossil. So lässt sich nachvollziehen, warum manche Überreste über Millionen Jahre erhalten bleiben, während andere verschwinden.
Theresa Lucia Klein-Raufhake untersucht, wie Bodenorganismen, Baumarten und Waldbewirtschaftung zusammenwirken
Unter unseren Füßen liegt eine oft übersehene Schatzkammer: der Waldboden. Er speichert große Mengen an Kohlenstoff (CO₂) und spielt somit eine zentrale Rolle für das Klima und die Waldökosysteme. Am Internationalen Tag des Waldes, dem 21. März, rückt die enge Verbindung zwischen Klimaschutz, Wäldern und wirtschaftlicher Nutzung in den Fokus. In ihrer Dissertation hat sich Dr. Theresa Lucia Klein-Raufhake vom Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster intensiv mit dem Waldboden beschäftigt. Im Interview mit Kathrin Kottke erklärt sie, warum unterirdische Biodiversität und Bodenkohlenstoff für die Forschung und Forstpraxis von Bedeutung sind.
Dr. Christine Putnis aus dem Institut für Mineralogie im Porträt
Die im März 2026 veröffentlichte Broschüre „Zwölf Monate, zwölf Menschen“ stellt Personen der Universität Münster vor, die im vergangenen Jahr auf unterschiedliche Weise Eindruck hinterlassen haben. Der Monat Februar mit dem Titel „Ein Leben an Grenzflächen“ ist den Leistungen von Dr. Christine Putnis, außerordentliche Professorin am Institut für Mineralogie, ihrer Arbeit in der Fluidchemie, ihrem Leben und der besonderen Auszeichnung gewidmet, die sie im vergangenen Jahr erhalten hat: der Werner-Stumm-Medaille der "European Assocation of Geochemistry".