Sozialethische Arbeitspapiere des ICS

In den „Sozialethischen Arbeitspapieren" des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften bietet das Team des ICS ethische Analysen zu aktuellen gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Themen an. Im Folgenden finden Sie alle bisher erschienenen Arbeitspapiere. Durch das Klicken auf den entsprechenden Link erhalten Sie weitere Informationen und die Möglichkeit zum Download des Papieres.

Wenn Sie Interesse haben, direkt darüber informiert zu werden, wenn ein neues Papier erschienen ist, schreiben Sie bitte eine kurze Mail an Frau Ostendorf in unserem Sekretariat (ics AT uni-muenster.de; Betreff: Sozialethische Arbeitspapiere).


  • 1

    Nr. 1 - Voraussetzungen, Ansätze und Schwierigkeiten der Vermittlung von kirchlicher Lehre und christlicher Praxis: eine theologische Stellungnahme zur Außerordentlichen Bischofssynode zur Familie

    Heimbach-Steins, M. / Enxing J. / Görtz-Meiners, V. / Krause, F. / Riedl, A.-M.            Juni 2015

    In der Phase zwischen der III. Außerordentlichen Generalversammlung der Römischen Bischofssynode über die „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung" im Oktober 2014 und der bevorstehenden Ordentlichen Generalversammlung im Oktober 2015 bietet das Papier eine theologische Stellungnahme zu den Ergebnissen der Außerordentlichen Synode. Die Analyse fokussiert auf das Familienbild der Bischöfe, den Umgang mit Homosexualität und die gleichgeschlechtlichten Partnerschaften sowie die Wahrnehmung der Gender-Frage. Erträge und Blockaden der bisherigen Diskussion werden im Hinblick auf die bevorstehende Ordentliche Synode im Herbst 2015 erörtert.

  • 2

    Nr. 2 - Flüchtlinge und Flüchtlingspolitik - Ethische Prüfsteine

    Heimbach-Steins, Marianne                                                                                    November 2015

    Marianne Heimbach-Steins liefert eine ausführliche sozialethische Kommentierung der aktuellen Lage der europäischen Flüchtlingspolitik. Angesichts der großen Herausforderungen setzt die Autorin sich mit den Rahmenbedingungen der europäischen Aysl- und Flüchtlingspolitik auseinander und diskutiert Perspektiven für die deutsche Gesellschaft, mit der Situation so umzugehen, dass der Schutzanspruch der Flüchtlinge gesichert und der Zusammenhalt der Gesellschaft gestärkt werden. (Vorabdruck aus: Heimbach-Steins, Marianne : Migration - Zugehörigkeit - Beteiligung (Gesellschaft - Ethik - Religion Bd.5,) erschien im Schönigh-Verlag im Dezember 2015.)

  • 3

    Nr. 3 - "Pope for Planet"? - Laudato Si´als ´dringliche Einladung zum Dialog´(LS 14) und das weltweite Echo auf die Enzyklika

    Heimbach-Steins, Marianne / Stockmann, Nils                                                               November 2015

    Marianne Heimbach-Steins und Nils Stockmann widmen sich der Reichweite und weltweiten Rezeption der Enzyklika Laudato Si´(2015). Die Autor*innen zeichnen Trends und Schwerpunkte der Kommentierung der Enzyklika nach und zeigen, dass sie überwiegend konstruktiv aufgenommen, zugleich aber auch kontrovers diskutiert wurde. In einem zweiten Schritt werden die Redeweise und die Art der Vermittlung, die der Papst wählt, analysiert und in ihrer ethischen und spirituellen Dimension erörtert. Abschließend skizzieren die Autor*innen Perspektiven für die weitere Beschäftigung mit der Enzyklika.

  • 4

    Nr. 4 - Migration und Stadt - Eine sozialethische Skizze

    Urselmann, Judith / Heimbach-Steins, Marianne                                                             September 2016

    Mit dem Arbeitspapier Migration und Stadt - Eine sozialethische Skizze legen die Autorinnen Judith Urselmann und Marianne Heimbach-Steins eine grundlegende Betrachtung der Zusammenhänge urbaner Sozial- und Lebensräume und (globaler) Migration vor, die sie vor dem Hintergrund christlicher Sozialethik einordnen und dabei besondere Rücksicht auf Impulse von Oscar Niemeyer und Papst Franziskus nehmen. Das Papier führt in die Hintergründe und Begriffe des Themas ein (Kapitel 2), skizziert im Folgenden die Stadt als Raum von Ungleichheit einerseits und Ermöglichung andererseits (Kapitel 3) und führt schließlich diese Erkenntnisse in einem sozialethisch fundierten Ausblick zusammen (Kapitel 4).

  • 5

    Nr. 5 - Familiale Diversität und pastorale Unterscheidung: Eine theologisch-ethische Analyse zum nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia

    Heimbach-Steins, M. / Motzigkeit, D. / Redemann, J. / Frerich, K. / Štica, P.            Oktober 2016

    Das ICS-Team (Marianne Heimbach-Steins, Denise Motzigkeit, Janine Redemann, Karolin Frerich und Petr Štica) betrachten im Arbeitspapier Familiale Diversität und pastorale Unterscheidung: eine theologisch-ethische Analyse zum nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia das 2016 veröffentlichte nachsynodale Schreiben "Amoris Laetitia" von Papst Franziskus. Die AutorInnen schließen damit an die Untersuchungen im Vorfeld der Familiensynode 2015 an, in denen bereits auf die veränderten Denkmuster innerhalb des synodalen Prozesses aufmerksam gemacht wurde (vgl. ICS AP 1). Diese Erkenntnis wird im vorliegenden Arbeitspapier fortgeschrieben und mit einer ausführlichen Darstellung des synodalen Prozesses sowie einer theologisch-ethischen Analyse des päpstlichen Schreibens verbunden.

  • 6

    Nr. 6 - Zur Frage der Grenzen von Solidarität und Verantwortung in der europäischen Flüchtlingspolitik

    Bausch, Christiane/ Eggers, Nina E.                                                                                      Januar 2017

    Die Politikwissenschaftlerinnen Christiane Bausch und Nina E. Eggers stellen drei sozialphilosophische Ansätze zur Begründnung von Solidarität und Verantwortung im Kontext der aktuellen Migrationsdebatte vor. Sie formulieren darauf aufbauend Gedanken zu einer unausweichlichen europäischen Verantwortung und ihren Herausforderungen in der politisch(-ethischen) Praxis.

  • 7

    Nr. 7 - Kindeswohl zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Sozialethische Sondierungen zu Fragen der Anerkennung und zu einer Ethik der Verletzbarkeit

    Riedl, Anna Maria                                                                                                                      Mai 2017

    Anna Maria Riedl stellt das Spannungsfeld um den Kindeswohlbegriffs dar, indem sie den Begriff zunächst allgemein und dann aus der theologischen Tradition heraus verortet. Im Folgenden wird unter Zuhilfenahme der Begriffe Verletzbarkeit und Anerkennung in Anschluss an Judith Butler die Performativität des Kindeswohlbegriffes herausgearbeitet. (Leicht überarbeiteter Vorabdruck aus: Heimbach-Steins, M. / Riedl, A. (Hrsg.): Kindeswohl zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Theorie und Praxis im Gespräch. (GER Bd. 10). Erscheint im Schöningh Verlag im Juni 2017)

  • 8

    Nr. 8 - Grundpositionen der Partei „Alternative für Deutschland“ und der katholischen Soziallehre im Vergleich - Eine sozialethische Expertise

    Heimbach-Steins, M. / Filipović, A. / Becker, J. / Behrensen, M. /Wasserer T.           Juni 2017

    In einer auf Bitte und Anregung der Bevollmächtigten der katholischen Bischöfe gegenüber den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angefertigten Vergleichsstudie hat sich ein ForscherInnen-Team des ICS und des Zentrums für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft, München mit dem Verhältnis parteipolitischer Positionen und Äußerungen der „Alternative für Deutschland“ (AfD) und der Katholischen Soziallehre beschäftigt.

    Gegenstand der Untersuchung sind insbesondere das Grundsatz-, sowie das Bundestagswahlprogramm der Partei. Außerdem wird die Kommunikationsstrategie der Partei anhand einer Analyse ausgewählter Reden von ParteifunktonärInnen sowie sowie ihrer Social Media-Strategie untersucht.

    Das AutorInnen-Team – bestehend aus Marianne Heimbach-Steins, Alexander Filipović, Josef M. Becker, Maren Behrensen und Theresa Wasserer – zeigt, dass in vielen Bereichen maßgebliche Differenzen zwischen den gegenübergestellten Positionen bestehen. Als unvereinbar mit Grundpositionen der Soziallehre der Kirche werden u. a. das ethno-nationale Gesellschafts- und Staatsverständnis, die damit einhergehende bevölkerungspolitische Fokussierung von Familienpolitik und Lebensschutz-Optionen, sowie die auf ausgrenzenden Feindbildern beruhenden Positionen der AfD identifiziert. Abzulehnen sind zudem Strategien eines antidemokratischen Populismus, die in der Kommunikation der Partei zu beobachten sind. Die AutorInnen plädieren dafür, auf der Grundlage der Soziallehre der katholischen Kirche vor allem der Verstärkung negativer Emotionen durch das pessimistische Menschen- und Geschichtsbild der Partei zu begegnen und Potentiale der Hoffnung, der Solidarität und der dialogischen Suche nach Wahrheit bewusstzumachen und zu stärken.

    Thesengeleitete Zusammenfassung

  • 9

    Nr. 9 - Religion als Ressource politischen Handelns – Chancen und Herausforderungen für die innerchristliche Ökumene

    Heimbach-Steins, Marianne                                Dezember 2017

    In dem Beitrag geht es um Religion als Faktor politischen Handelns und um das Potential, das die christliche Ökumene für solches Handeln darstellen kann. Beides wird zum Gegenstand kritischer Reflexion unter dem Vorzeichen, dass die Freiheit der Religion und der Religionsausübung in der gegenwärtigen religiös-weltanschaulichen Lage der Gesellschaft in Deutschland, in Europa und weit darüber hinaus vielfältig problematisiert wird.

    Der Beitrag stellt ein Panorama  dar, das nur erste Problemanzeigen und Hinweise auf Fragestellungen, die gründlicher zu erörtern sind, gibt und soll eine Diskussion anregen.

  • 10

    Nr.10 Katholische Jugendverbände als Träger der Kirchlichen Soziallehre

    Soggeberg, Philipp                                Dezember 2018

    Der Autor hat sein Theologiestudium abgeschlossen mit einer Arbeit unter dem Titel Katholische Jugendverbände als Träger der Kirchlichen Soziallehre - Das theologische Selbstverständnis des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Spiegel des Spzialwortes der Jugend. Die Wechselwirkung zwischen den katholischen Jugendverbänden für die Entwicklung der kirchlichen Soziallehre und ihrer Rolle als (Mit-)Träger wurde lange vernachlässigt, so dass wir uns freuen, dass dieses Thema nun einmal näher beleuchtet wurde. Um Philipp Soggebergs Bearbeitung zu diesem Thema einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde diese Arbeit in unserer Reihe der Sozialethischen Arbeitspapiere veröffentlicht.

  • 11

    Nr. 11 Solidarisch, nachhaltig, beteiligungsgerecht: Weltkirchliche Caritas-Arbeit

    Heimbach-Steins, Marianne                                März 2019

    In dem Arbeitspapier Nr. 11 unter dem Titel Solidarisch, nachhaltig, beteiligungsgerecht: Weltkirchliche Caritas-Arbeit – Notizen einer Peru-Reise mit Caritas International berichtet die Institutsdirektiorin Prof.'in Marianne Heimbach-Steins von ihrer Zeit in Peru mit Caritas International im letzten Dezember. Sie brach mit einer Reisegruppe bestehend sonst aus fast alle leitende Mitarbeiter*innen der Caritas aus ganz Deutschland und Weihbischof Otto Georgens aus Speyer für eine achttägige Reise nach Peru auf, um dort Land, Leute und besonders die Arbeit von Cáritas del Perú kennenzulernen. Die verschiedenen Programmpunkte mit den Schwerpunkten der Katastrophenhilfe, der Unterstützung in der Anpassung an den Klimawandel, der Inklusion und dem Gemeinwesenarbeit mit älteren Menschen sowie mit Jugendlichen boten einen vielfältigen und spannenden Einblick in die zahlreichen Projekte der Caritas-Arbeit vor Ort.

    Die Autorin des Arbeitspapieres reflektiert ihre Begegnungen und Eindrücke aus dem drittgrößten Staat Südamerikas vor dem Hintergrund der Sozialethik, untermalt mit vielen Fotos der Reise.

  • 12

    Nr. 12 Angehörigenpflege - unsichere Existenz und politische Vereinahmung

    Heimbach-Steins, Marianne / Quaing, Lea / Hänselmann Eva                       Oktober 2019

    Gegenstand der Analyse ist die gesellschaftliche und politische Wahrnehmung pflegender Angehöriger, ihre Bedeutung als tragende Säule des Pflegesystems und ihre Unterstützung durch das öffentlich verantwortete System institutionalisierter Pflege.