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Programm Oktober 2018 - Mai 2019

  • 15. Oktober 2018 - Prof. Dr. Erwin Amann

    Internationale Verhandlungen im Kontext der Unverbindlichkeit

    Prof. Dr. Erwin Amann, Lehrstuhl für Mikroökonomik, Universität Duisburg-Essen

    Gerade aktuell sieht man wieder, wie wenig internationale Abkommen Wert sind, solange es keine supranationale Institution gibt, welche die Einhaltung gegebenen- falls auch mit Sanktionen durchsetzt. Die größte Schwäche etwa internationaler Klima-abkommen ist, dass sie statisch sind und auf Verbindlichkeit vertrauen, obwohl sie keinerlei Anreize implementieren. Die Spieltheorie bietet die Methodik, sich mit Glaub-würdigkeit und Anreizwirkungen auseinanderzusetzen und kann damit grundsätzlich neue Ansätze entwickeln, selbst wenn keine übergeordneten Instanzen existieren, ver- bindliche Absprachen durchzusetzen.

    Moderation: Prof. Dr. Erich Bornberg-Bauer, Inst. f. Evolution u. Biodiversität, WWU Münster

    Mo, 15.10.2018, 19:15 h, Aposto (Alter Steinweg 21) – doors open 18:00

  • 19. November 2018 - Dr. Achim Schwermann

    Hightech-Schatzjagd in der paläontologischen Museumssammlung

    Dr. Achim Schwermann, LWL-Museum für Naturkunde Münster

    Seit über 100 Jahren liegen sie bereits in Museumssammlungen, nun erfahren die versteinerten Insekten aus der französischen Region Quercy eine Renaissance. Für viele Jahrzehnte waren sie mehr als Kuriosum bekannt. Mit modernster Synchrotron-Technologie können nun ganz neue Einblicke in diese Fossilien geworfen werden. Im Inneren der Fossilien haben sich Organe erhalten. Und es werden handfeste Belege für Interaktionen von verschiedenen Tieren deutlich: in den Puppenhüllen, in denen sich eigentlich Fliegen entwickeln sollten, finden sich parasitische Wespen. Die heutige Technologie stößt hier ein Fenster zu einem vergangenen Ökosystem auf, für das bislang kaum Hinweise zu finden waren.

    Moderation: Dr. Christian Pott, LWL-Museum für Naturkunde, Münster

    Mo, 19.11.2018, 19:15 h, Aposto (Alter Steinweg 21) – doors open 18:00

  • 17. Dezember 2018 - Prof. Dr. Harald Strauß

    Heiße Quellen am Ozeanboden - extremer Lebensraum und Rohstoffquelle zugleich

    Prof. Dr. Harald Strauß, Institut für Geologie und Paläontologie, WWU Münster

    Mo, 17.12.2019, 19:15 h, Aposto (Alter Steinweg 21) – doors open 18:00

  • ! Der Science Pub am 21.01.19 fällt aus !

    21. Januar 2019 - Prof. Dr. Maria Fyta

    Löcher der Nanowelt als Scanner des genetischen Codes

    Prof. Dr. Maria Fyta, Institut für Computerphysik, Universität Stuttgart

    Im Jahr 2003 wurde zum ersten Mal das mensch­liche Erbgut entschlüsselt, allerdings mit sehr hohen Kosten. Ein vielversprech­ender einfacher und gün­stigerer Analyseprozess ist das Nanoporen-Verfah­ren. Dabei werden Poren in ein Material gebohrt. Sie fungieren dann als ei­ne Art Scanner, die das Erbgut, in dem der gene­tische Code gespeichert ist, durchfädeln können. Solche Scanner können elektrische Impulse, die aus der Basensequenz resultieren, mes­sen. Der Vortrag beleuchtet genauer, in welcher Art und Weise aktuell das Erbgut mit Nanoporen ausgelesen wird und disku­tiert die Perspektiven der DNA-Entschlüsselung u. a. für die per­sonalisierte Medizin.


  • 18. Februar 2019 - Prof. Dr. Joachim Kurtz

    Wirt-Parasit Koevolution - aktuelle Forschungsergebnisse

    Prof. Dr. Joachim Kurtz, Institut für Evolution und Biodiversität, WWU Münster

    Sie beuten ihre Wirte aus, nutzen sie als Lebensraum und manipulieren deren Immunsystem und sogar Verhalten – Parasiten! Meistens bleiben sie im Verborgenen, und doch ist Parasitismus wohl die am weitesten verbreitete Lebensform. Überraschenderweise scheint ein Leben ohne Parasiten für die Wirte aber auch nicht nur gut zu sein, werden doch mittlerweile Allergien und Autoimmunkrankheiten mit der fehlenden Konfrontation des Immunsystems in Verbindung gebracht. Parasiten sind so erfolgreich, weil sie sich ständig an ihre Wirte anpassen können. Aber auch die Wirte sind nicht schutzlos, so dass es zu einem Wettlauf der Anpassung und Gegenanpassung kommen kann. Die aktuelle Forschung zur Wirt-Parasit Koevolution nutzt unter anderem moderne genetische Methoden, um mittels experimenteller Wirt-Parasit Koevolution im Labor den raschen genetischen Veränderungen von Parasiten und Wirten während dieses Wettlaufs auf den Grund zu gehen.

    Mo, 18.02.2019, 19:15 h, Ratskeller (Prinzipalmarkt 8-10) – doors open 18:00

  • 18. März 2019 - Prof. Dr. Franz Goller

    Vögel als Gesangsathleten: Warum und wie sie singen

    Prof. Dr. Franz Goller, Universität Münster

    Jedes Frühjahr erleben wir es wieder. Vögel singen ihre vielfältigen Lieder. Warum machen sie das gerade zu dieser Zeit und warum singt ein Individuum seine Strophe vielleicht mehrere tausend mal am Tag? Wir werden uns mit Antworten auf diese Fragen beschäftigen und dann noch weiter fragen. Wenn wir betrachen, welche Informationen durch Gesang übermittelt werden, müssen wir uns auch die Frage stellen, wie Vögel so vielfältig singen können. Diese Frage wird uns zu dem einzigartigen Lautorgan der Vögel führen, und wir werden verstehen lernen, wie zweistimmiges Singen, lange Trillergesänge und andere Besonderheiten durch Anpassungen möglich geworden sind. Diese Leistungen machen Vögel tatsächlich zu “Gesangsathleten”. Allerdings ist das nicht mehr Sport, denn Vögel werben mit ihrem Gesang um Partner, und Balzverhalten ist auch bei Vögeln - zumindest melodisch - ganz heiss.

    Mo, 18.03.2019, 19:15 h, Ratskeller (Prinzipalmarkt 8-10) – doors open 18:00

  • 20. Mai 2019 - Dr. Tobias Jogler

    Gammastrahlenastronomie: Ein Blick auf das extreme Universum

    Dr. Tobias Jogler, LWL-Planetarium

    Mo, 20.05.2019, 19:15 h, Ratskeller (Prinzipalmarkt 8-10) - doors open 18:00

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© WWU - MGSE
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