Online Sprechstunde am 14.05.

Die nächste Sprechstunde von Prof. von Scheliha findet am Donnerstag, den 14.05. online statt. Er ist in der Zeit von 11.30-12.30 Uhr über scheliha@uni-muenster.de direkt erreichbar und reagiert dann sofort. Nötigenfalls wird spontan ein Telefongespräch verabredet. Sollen Dokumente unterschrieben werden, reichen Sie sie bitte vorab als Scan per Email ein oder verabreden Sie mit Frau Forstmann (forstma@uni-muenster.de) einen Übergabe-Termin am Fakultätseingang.

Digitaler Universitätsgottesdienst vom 26.04.

Der von Prof. Dr. Arnulf von Scheliha und Team gestaltete Gottesdienst zur Eröffnung des Sommersemesters 2020 in der Ev. Universitätskirche der WWU Münster ist unter dem folgenden Link via YouTube abrufbar:

https://www.youtube.com/watch?v=R_TrECMe9xU

Kirche in Zeiten der Corona-Krise: „Nicht die Systemrelevanz riskieren“

Den aktuellen Kommentar von Prof. Dr. Arnulf von Scheliha zur Corona-Pandemie und der Rolle der Kirchen, der im Rahmen der WWU-Serie „Corona-Pandemie: Expertise aus der Wissenschaft“ am 20.04.2020 unter dem o.g. Titel erschienen ist, finden Sie hier zum Download.

Studierendenpreis des Instituts für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften

Den Studierendenpreis 2019 erhält Herr Daniel Brockmann M.Ed. für seine Master-Arbeit „Sozial-ökologische Transformation und Evangelische Kirche. Beiträge der EKD und theologische Impulse auf dem Weg in eine zukunftsfähige Moderne reduktiver Prägung“. Der mit 250 EUR dotierte Preis wird im Rahmen der Studienabschlussfeier im Sommersemester 2020 übereicht.

Bundestagsbeschluss zur Neuregelung der Organspende

Münster, den 16.01.2020

„In der Perspektive der Evangelischen Theologie ist die heutige Entscheidung des Deutschen Bundestages zu begrüßen“, sagt Prof. Dr. Arnulf von Scheliha, Professor für Theologische Ethik und Direktor des Instituts für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften an der WWU Münster. „Die Einführung der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn favorisierten sog. doppelten Widerspruchslösung hätte die menschlichen Körper faktisch verstaatlicht. Das widerspricht der reformatorischen Lehre von den zwei Regierweisen Gottes, nach der staatliche Macht den Menschen nur zwingen oder Gewalt antun darf, um akute Bedrohungen abzuwehren oder Unrecht zu bestrafen. Überdies hätte man sich über ernst zu nehmende Bedenken vieler Menschen gegen den sog. Hirntod hinweggesetzt, der in der Regel Voraussetzung für eine Organtransplantation ist. Mit Blick auf die berechtigten Sorgen und dringenden Nöte derjenigen Menschen, die schwer erkrankt sind und auf eines der wenigen gespendeten Organe warten, hat der Bundestag wichtige Schritte in Richtung Aufklärung und Werbung beschlossen, um die allgemeine Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung zu erhöhen. Ethisch gesehen kann dies nur auf der der Basis einer freien Entscheidung auf informierter Grundlage geschehen. Dem wird nun Rechnung getragen. In dieser Richtung können noch weitere Schritte getan werden, an denen sich auch die Religionsgemeinschaften und ihre Mitglieder beteiligen können. Denn Organspende-Bereitschaft ist Teil christlichen Nächstenliebe und Fürsorge“.

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© IfES/freigegeben von Gerd Neuhold, Graz

Gössmann-Preis 2019 am Tag der Menschenrechte an Privatdozentin Plonz überreicht

In einer Feierstunde in der Aula der Karl-Franzens-Universität Graz überreichte der Dekan der katholisch-theologischen Fakultät, Prof. Dr. Christoph Heil, am 10.12. den diesjährigen „Elisabeth-Gössmann-Preis für hervorragende Arbeiten zur Frauen- und Geschlechterforschung“ an die evangelische Theologin Dr. habil. Sabine Plonz (Coesfeld/Westf.). Sie ist Privatdozentin für Ethik im FB 01 der WWU Münster.
Ausgezeichnet wurde ihre Untersuchung „Wirklichkeit der Familie und protestantischer Diskurs. Ethik im Kontext von Re-Produktionsverhältnissen, Geschlechterkultur und Moralregime“ (2018).

Die Laudatio hielt die Religionswissenschaftlerin und Juryvorsitzende Professorin Dr. Ulrike Bechmann. Plonz habe mit ihrer Untersuchung zur „Dekonstruktion patriarchalischer und restaurativer Politik“ beigetragen.
Sie setze sich kritisch mit den normativen Auffassungen zu Ehe, Familie und Geschlecht im deutschen Protestantismus auseinander. Darin sei es seit Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem um die männliche Selbstbehauptung gegangen. Diese Vorstellungen hätten auch das Profil des Wohlfahrtsstaats beeinflusst, der seinerseits die Familien und ihre Lebensbedingungen lange vernachlässigt oder für patriarchalische und nationale Zwecke instrumentalisiert habe.
Die Analysen zur Wirklichkeit der Familie in Geschichte und Gegenwart der jetzt ausgezeichneten Ethikerin sprächen zudem heute kontrovers diskutierte sozialpolitische Fragen an.

In ihrem Festvortrag unterstrich Sabine Plonz den Bezug ihrer Forschungsarbeit zur UN-Menschenrechtserklärung vom 10.12.1948, zu ihren Vorläufern und Weiterentwicklungen.
Die historische Frauenbewegung habe in Deutschland gegen die Menschenrechtsdistanz der Protestanten angehen müssen.
Verwirklichung und Überzeugungskraft der allgemeinen Menschenrechte hingen auch heute daran, dass sie konkret ausgegrenzte oder vernachlässigte Gruppen stärken. So gehe es z.B. um menschenwürdige Arbeitsverhältnisse in der häuslichen Pflege, um die Menschenrechte von Kindern, die in Armut aufwachsen oder unter familialer Gewalt leiden und um das Recht auf Familie der bei uns lebenden Geflüchteten.

Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste nimmt Prof. Dr. Arnulf von Scheliha auf

Prof. Dr. Arnulf von Scheliha ist am 15. Mai 2019 in Düsseldorf in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste (AWK) aufgenommen worden. Neben dem Direktor des Instituts für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften wurden sieben weitere Wissenschaftler und zwei Künstler als neue ordentliche Mitglieder sowie zwei neue sogenannte korrespondierende Mitglieder aufgenommen. 

Arnulf von Scheliha ist seit 2014 an der WWU, sein Lehrgebiet ist die theologische Ethik. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen politische sowie Friedens- und Umweltethik, Religionspolitik und die Theologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die Aufnahme in die NRW-Akademie sieht der 58-Jährige „als große Ehre und Herausforderung“. In Zeiten globaler Probleme würden von den Wissenschaften mehr denn je gemeinsame Anstrengungen und interdisziplinäre Ansätze erwartet, um Bedrohungen abzuwenden und neue Wege zu finden. „Diese Gelehrtengesellschaft bietet dafür eine vorzügliche Plattform“, sagte der Theologe. Bei der Feierstunde in Düsseldorf, an der auch WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels teilnahm, überreichte Akademiepräsident Prof. Dr. Wolfgang Löwer den neuen Mitgliedern die Aufnahmeurkunden.

Die AWK ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher in NRW. Es gehört zu den Aufgaben der Akademie, die Landesregierung in Fragen der Forschungsförderung zu beraten und wissenschaftliche Forschung anzuregen, aber auch in gesellschaftlich relevanten Fragen wissenschaftlich gestützte Argumente und Entscheidungshilfen anzubieten.

Aktuelle Neuerscheinungen des Instituts für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften

Rinderspacher, Jürgen: "Beeilt Euch!" Zeitprobleme im sozial-ökologischen Transformationsprozess, München 2020. https://res.cloudinary.com/pim-red/image/upload/q_auto,f_auto,w_580,q_auto,w_580,f_auto/v1589936404/oekom/cover/9783962381547_cmyk.jpg
Huisgen, Jana: Der christliche Glaube als reflektierte Erfahrung. Eine Studie zur Schleiermacherrezeption Gerhard Ebelings, Frankfurt a.M. 2020 [Beiträge zur rationalen Theologie, Bd. 24]. https://bilder.buecher.de/produkte/58/58511/58511013n.jpg
Hirsch, Emanuel: Christliche Rechenschaft I: "Erläuterungen" zum "Leitfaden zur christlichen Lehre", herausgegeben, eingeleitet und mit Registern versehen von Arnulf von Scheliha und Justus Bernhard, Kamen 2020 [Emanuel Hirsch: Gesammelte Werke, Bd. 18/1]. https://www.lehmanns.de/media/86804978
Scherf, David: Gesetz und Evangelium im Nachkriegsprotestantismus. Eine Untersuchung am Beispiel von Ernst Wolf, Helmut Thielicke und Carl Heinz Ratschow, Tübingen 2019 [Religion in der Bundesrepublik Deutschland, Bd. 5].

Weitere Informationen finden sich hier.

https://www.mohrsiebeck.com/uploads/tx_sgpublisher/produkte/produktbilder/detail/23962_00_detail.jpg
Das Buch "Religionspolitik heute. Problemfelder und Perspektiven in Deutschland", herausgegeben von Daniel Gerster, Viola van Melis und Ulrichem Willems, zu dem auch Arnulf von Scheliha einen Beitrag beigesteuert hat, ist nun im Repositorium der ULB Münster als Open-Access-Datei hier verfügbar. https://media.herder.de/produkte/500/religionspolitik-heute-problemfelder-und-perspektiven-in-deutschland-978-3-451-37807-2-52637.jpg
Hirsch, Emanuel: Leitfaden zur christlichen Lehre. Kritische Neuausgabe, herausgegeben, eingeleitet und mit Registern versehen von Arnulf von Scheliha und Justus Bernhard, Kamen 2019 [Emanuel Hirsch: Gesammelte Werke, Bd. 17]. https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/31k38xbYZSL._SX351_BO1,204,203,200_.jpg

von Scheliha, Arnulf: Religionspolitik. Beiträge zur politischen Ethik und zur politischen Dimension des religiösen Pluralismus, Tübingen 2018.

Weitere Informationen zur Publikation finden sich hier sowie hier auf den Seiten des Exzellenzclusters Religion und Politik.

https://www.mohrsiebeck.com/uploads/tx_sgpublisher/produkte/produktbilder/detail/12453_00_detail.jpg

Jäger, Sarah / von Scheliha, Arnulf (Hrsg.): Recht in der Bibel und in kirchlichen Traditionen, Wiesbaden 2018.

Weitere Informationen zur Publikation finden sich hier.

https://media.springernature.com/w306/springer-static/cover-hires/book/978-3-658-20937-7

Plonz, Sabine: Wirklichkeit der Familie und protestantischer Diskurs. Ethik im Kontext von Re-Produktionsverhältnissen, Geschlechterkultur und Moralregime, Baden-Baden 2018.

Weitere Informationen zur Publikation finden sich hier
sowie in der Kurzvorstellung.

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Gabriel, Karl / Reuter, Hans-Richard (Hrsg.): Religion und Wohlfahrtsstaatlichkeit in Deutschland. Konfessionen – Semantiken – Diskurse, Tübingen 2017.

Weitere Informationen zur Publikation finden sich hier.

https://www.mohrsiebeck.com/uploads/tx_sgpublisher/produkte/produktbilder/detail/7571_00_detail.jpg

Lappenküper, Ulrich / Ritter, André / von Scheliha, Arnulf (Hrsg.): Europäische Kulturkämpfe und ihre gegenwärtige Bedeutung, Paderborn 2017.

Weitere Informationen zum Buch finden sich hier.

https://www.bismarck-stiftung.de/wp-content/uploads/2019/01/WR24.jpg
Rinderspacher, Jürgen: Mehr Zeitwohlstand! Für den besseren Umgang mit einem knappen Gut, Freiburg 2017.
https://media.herder.de/produkte/500/mehr-zeitwohlstand-fuer-den-besseren-umgang-mit-einem-knappen-gut-978-3-451-81070-1-51410.jpg

Weitere Neuerscheinungen finden Sie hier.