Geschichte des Instituts für Botanik



  • 1797
    Die Botanik ist seit 1797 in Münster vertreten: der praktische Arzt Franz Wernekinck hält Botanische Vorlesungen an der Medizinischen Fakultät.

  • 1867
    Theodor Rudolf Nitschke wird erster Professor für Botanik in Münster.

  • 1884
    Gründung des Institutes: ein gemietetes Gebäude in der Badestrasse dient als Laboratorium.

  • 1884 -1890
    Oscar Brefeld, Pionier der Mykologie, entwickelt ein Einzell-Kulturverfahren und legt Bedingungen für das Gewinnen von Reinkulturen fest. Sein bekanntester Satz soll gewesen sein: Wenn man nicht mit Reinkulturen arbeitet, dann "kommt nur Unsinn und Penicillium glaucum heraus."

  • 1896 - 1897
    Errichtung des Botanischen Institutes an der Südseite des Botanischen Gartens mit Hörsaal, Kursräumen und chemischem Laboratorium sowie mit Räumen für die Sammlungen

  • 1909-1914
    Carl Erich F.J. Correns. Er ist an der Wiederentdeckung der Mendelschen Vererbungsgesetze, die er "Mendelsche Regeln" nennt, beteiligt.

  • 1915-1935
    Friedrich Wilhelm Benecke. Er befasst sich hauptsächlich mit Arbeiten über Bakterien und die Bakterienzelle.

  • 1944
    Zerstörung des Institutsgebäudes sowie schwere Schädigung der Gewächshäuser und des Gartens durch einen Bombenangriff

  • 1949-50
    Wiederaufbau des Institutes unter Leitung des damaligen Institutsdirektors S. Strugger. Das Institut konnte 1950 bezogen werden.

  • 1948-1961
    Siegfried Strugger. Er wirkt als Cytologe und beeinflußt nachhaltig die Entwicklung der Fluoreszensmikroskopie und deren Anwendung in der Botanik.

  • 1970

    erhielt das Institut einen Anbau mit modernen Laboratorien

Von links nach rechts: O. Brefeld, C.E.F.J. Correns, F.W. Benecke, S. Sturgger
Von links nach rechts: O. Brefeld, C.E.F.J. Correns, F.W. Benecke, S. Sturgger 

Quellen:

  1. Erwin Latzko "Geschichte der Botanik an der Universität Münster" pp 463-466 in: "Die Universität Münster 1780-1980", Herausg. H. Dollinger, Aschendorff Münster 1980
  2. Geschichte der Biologie, Herausg. I. Jahn, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg - Berlin 2000
  3. Die Vorlagen für die Bilder wurden freundlicherweise von Herrn Prof. Dr. R. Wiermann zur Verfügung gestellt.