Jens Steinwachs

Zentrum für Didaktik der Biologie

Schlossplatz 34, Raum 223
48143 Münster
T: + 49 - 251 - 83 39405
F: + 49 - 251 - 83 31330
jens.steinwachs@uni-muenster.de

Sprechzeiten

nach Vereinbarung per E-Mail

  • Forschungsschwerpunkte

    • Vorstellungen von Schüler*innen im Evolutionsunterricht
    • Unterrichtswahrnehmung von Studierenden
    • Bearbeitung der Sachantinomie in der biologiedidaktischen Lehrer*innenbildung
    • Videovignettengestützte Professionalisierung der Unterrichtswahrnehmung im Kontext von Evolution
  • Vita

    Akademische Ausbildung

    -
    Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bocholt und Wolfhelmschule, Gesamtschule der Stadt Olfen: Referendariat und Zweites Staatsexamen
    -
    Westfälischen Wilhelms-Universität Münster: 2-Fach-Bachelor und Master of Education (GymGes, Biologie, Sozialwissenschaften)

    Beruflicher Werdegang

    seit
    Westfälische Wilhelms-Universität Münster: Abgeordneter Lehrer, Zentrum für Didaktik der Biologie
    seit
    Westfälische Wilhelms-Universität Münster: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Zentrum für Didaktik der Biologie
    -
    Wolfhelmschule, Gesamtschule der Stadt Olfen: Studienrat für die Fächer Biologie und Sozialwissenschaften
  • Lehre

  • Publikationen

  • Vorträge

    • Steinwachs, Jens (): „Umgang mit Schülervorstellungen im Evolutionsunterricht – Implizites Wissen von angehenden Lehrpersonen in der ersten und zweiten Phase der Lehrer*innenbildung bei der Wahrnehmung von Videovignetten“. Kolloquium Biologiedidaktische Forschung, Institut der Biologie und ihre Didaktik an der Universität Trier, .
    • Steinwachs, J.; Gresch, H. (): „Den Umgang mit Schülervorstellungen reflektieren – Professionalisierung der Unterrichtswahrnehmung mithilfe von Videovignetten im Themenfeld Evolution“. Vortrag auf der Internationalen Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP) und der Fachsektion Didaktik der Biologie (FDdB im VBIO), Wien, Österreich, .
    • Steinwachs, J. & Gresch, H. (): „Bearbeitung der Sachantinomie in fallrekonstruktiven Seminaren – Professionalisierung der Unterrichtswahrnehmung von Lehramtsstudierenden mithilfe von Videovignetten“. Videografie in der Lehrer_innenbildung. Aktuelle Zugänge, Herausforderungen und Potentiale, Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung, Hildesheim, .
    • Steinwachs, J. & Gresch, H. (): „Bearbeitung der Sachantinomie in der biologiedidaktischen Lehrer*innenbildung – Heterogene Schülervorstellungen im Evolutionsunterricht: Wahrnehmung von Lehramtsstudierenden. Postervortrag“. Biologiedidaktische Vorstellungsforschung: zukunftsweisende Praxis, Freie Universität Berlin, Didaktik der Biologie, .
    • Steinwachs, J., Hammann, M. & Gresch, H. (): „Professionelle Unterrichtswahrnehmung von Kriterien konstruktivistischen Evolutionsunterrichts – Eine qualitativ-rekonstruktive Studie.“ Postervortrag auf der Frühjahrsschule der FDdB (Fachsektion Didaktik der Biologie) im VBIO, Köln, .
    • Steinwachs, J., Hammann, M. & Gresch, H. (): „Wie nehmen Lehramtsstudierende der Biologie Kriterien konstruktivistischen Unterrichts im Kontext von Evolution wahr? Konzeption einer explorativen und vignettengestützten Studie“. Postervortrag auf der Frühjahrsschule der FDdB (Fachsektion Didaktik der Biologie) im VBIO, Rostock, .
  • Promotionsvorhaben

    Umgang mit Schülervorstellungen im Evolutionsunterricht – Implizites Wissen von angehenden Lehrpersonen in der ersten und zweiten Phase der Lehrer*innenbildung bei der Wahrnehmung von Videovignetten

    Betreuer: Professor Dr. Helge Gresch und Professor Dr. Marcus Hammann

    In strukturtheoretischen Ansätzen von Lehrerprofessionalität wird davon ausgegangen, dass der adäquate Umgang von Lehrer*innen mit Antinomien ein zentrales Merkmal von Professionalität darstellt, wobei aus biologiedidaktischer Sicht insbesondere die Sachantinomie hinsichtlich des Verhältnisses von fachlicher Norm und Schülervorstellungen relevant ist. Das Handeln von Lehrer*innen steht insofern in einem unauflösbaren Widerspruch, als die individuellen Besonderheiten jedes Lernenden berücksichtigt werden sollen (Personenorientierung) und zugleich curriculare sowie inhaltliche Ansprüche der Lern-Sache (Sachorientierung) durchgesetzt werden müssen (Helsper 2016). Wie das Spannungsfeld zwischen heterogenen Schülervorstellungen und fachlicher Norm bearbeitet werden kann, ist zum einen Gegenstand biologiedidaktischer Kontroverse (siehe Gresch & Martens 2019; Hammann & Asshoff 2014) und zum anderen eine unterrichtspraktische Herausforderung für (angehende) Lehrpersonen. Dabei bieten Videovignetten die Möglichkeit einer fallbasierten Wahrnehmung und Reflexion der Antinomien in der Lehrer*innenbildung. Unter der Annahme, dass die Wahrnehmung von Unterricht auch auf implizitem Wissen basiert, ist es für die Gestaltung der Praxis der Lehrer*innenbildung sinnvoll, dieses zunächst zu rekonstruieren. In dieser explorativen Studie wird dazu der Frage nachgegangen, welches implizite Wissen von angehenden Lehrpersonen in der ersten und zweiten Phase der Lehrerbildung zu Schülervorstellungen und dem Umgang mit ihnen im Evolutionsunterricht die Wahrnehmung von Videovignetten beeinflusst. Es werden zur Datenerhebung eine Videovignette als Diskussionsimpuls eingesetzt und Gruppendiskussionen durchgeführt. Hierzu wurden im Rahmen der Studie 51 Schulstunden (ca. 41 Zeitstunden) Evolutionsunterricht in der Sekundarstufe I und II aufgenommen. Aus diesem Videomaterial wurden bereits vier etwa 20-minütige Videovignetten entwickelt. Die Vignettenkonstruktion erfolgte theoriegeleitet, wobei die Sequenzen typische Schülervorstellungen beinhalten, die in besonderer Weise die Lernausgangslage charakterisieren, Lernschwierigkeiten darstellen (Hammann & Asshoff 2014) und von denen angenommen wird, dass sie Reflexionsanlässe bezüglich der Sachantinomie und fachdidaktischer Herausforderungen für das Handeln von Lehrer*innen ermöglicht.
    Die Datenauswertung erfolgt mithilfe der dokumentarischen Methode, da diese eine methodisch kontrollierte und wissenssoziologisch fundierte Unterscheidung zwischen explizitem (kommunikativem) und implizitem (konjunktivem) Wissen ermöglicht (Bohnsack 2010).
    Ein Beitrag der Studie für die Praxis der Lehrer*innenbildung soll darin bestehen, zu den rekonstruierten impliziten Wissensbeständen (siehe für erste empirische Ergebnisse Steinwachs & Gresch 2019) anschließend passende Lehr-Lern-Angebote forschungsbasiert zu entwickeln (siehe für erste Perspektiven hinsichtlich eines fallrekonstruktiven Seminarangebots Steinwachs & Gresch 2020).

    Literatur

    Bohnsack, R. (2010): Gruppendiskussionsverfahren und dokumentarische Methode. In: Friebertshäuser, B. (Hrsg.): Handbuch qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Handbuch. Weinheim: Juventa-Verlag, 205–218.
    Gresch, H.; Martens, M. (2019): Teleology as a tacit dimension of teaching and learning evolution: A sociological approach to classroom interaction in science education. Journal of Research in Science Teaching, 56 (3), 243-269.
    Hammann, M.; Asshoff, R. (2014): Schülervorstellungen im Biologieunterricht. Ursachen für Lernschwierigkeiten. Seelze: Klett Kallmeyer.
    Helsper, W. (2016): Lehrerprofessionalität – der strukturtheoretische Ansatz. In: Rothland, M. (Hrsg.): Beruf Lehrer/Lehrerin. Ein Studienbuch. Stuttgart: UTB, 103–127.

    Steinwachs, J.; Gresch, H. (2019). Umgang mit Schülervorstellungen im Evolutionsunterricht – Implizites Wissen von Lehramts-studierenden bei der Wahrnehmung von Videovignetten. Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung, 8, 24–39.
    Steinwachs, J.; Gresch, H. (2020). Professionalisierung der Unterrichtswahrnehmung mithilfe von Videovignetten im Themenfeld Evolution – Bearbeitung der Sachantinomie in der biologiedidaktischen Lehrerbildung. In Kürten, R.; Greefrath, G.; Hammann, M. (Hrsg.), Komplexitätsreduktion in Lehr-Lern-Laboren. Innovative Lehr-Formate in der Lehrerbildung zum Umgang mit Heterogenität und Inklusion. Münster: Waxmann, 57-78.

  • Arbeitsgruppe Dokumentarische Methode (AG DM)


    Die AGDM ist eine offene fachdisziplinübergreifende Arbeitsgruppe, die im Sommer 2015 von Corrie Thiel und Thiemo Bloh gegründet wurde und einen Austausch rund um Themen zur Dokumentarischen Methode sucht und ermöglichen möchte. Wir möchten mit der AG einen Raum schaffen, der die Möglichkeit bietet, all denen, die mit der Dokumentarischen Methode arbeiten (möchten), Fragen zu klären, Projektideen vorzustellen, empirische Interpretationen und theoretische Reflexionen zu diskutieren.

    Die AG DM wurde gegründet, da gerade in der rekonstruktiven Sozialforschung die Arbeit mit anderen elementar ist, die Möglichkeit zu einer solchen Zusammenarbeit aber selten - und wenn, dann eher in Form punktueller Workshops - gegeben ist und an der WWU so spezialisiert bisher nicht vorhanden war.
    Wir möchten daher alle einladen teilzunehmen, die sich mit der Dokumentarischen Methode auseinandersetzen oder darüber nachdenken, mit der Methode zu arbeiten. Die AG DM findet, je nach Bedarf der Arbeitsgruppenteilnehmer, in der Regel an drei Terminen pro Semester statt.
    Die nächsten Treffen der AG DM finden an folgenden Terminen statt:


    • Montag, 19. Oktober 2020, 16-19 Uhr
    • Dienstag, 24. November 2020, 16-19 Uhr
    • Dienstag, 19. Januar 2021, 16-19 Uhr


    Der Raum wird vorher im Learnweb oder auf Anfrage bekanntgegeben. Wer Interesse hat, an der AG DM teilzunehmen, kann sich gerne bei uns melden. Auch für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Erreichbar sind wir unter jens.steinwachs@uni-muenster.de und sarah.zorn@uni-muenster.de.


    Sarah Katharina Zorn und Jens Steinwachs