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Herzlich willkommen bei der

Forschungsstelle Asia Minor

Die Forschungsstelle Asia Minor im Seminar für Alte Geschichte/Institut für Epigraphik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat ihren Schwerpunkt in der Religions- und Kulturgeschichte des antiken Kleinasiens. Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu der Forschungsstelle und ihren verschiedenen Projekte bzw. Tätigkeitsfeldern. Bei Fragen zu den einzelnen Projekten, finden Sie eine Liste aller Ansprechpartner hier.

AMS 98 Das Sepulkralwesen im Rauen Kilikien am Ende der Antike. Funerärarchäologie und Grabepigraphik einer spätantiken Landschaft

Ams 98 Cubas Diaz
© Habelt Verlag

Band 98 der Asia Minor Studien geht der Frage nach, wie sich das Sepulkralwesen des Rauen Kilikien am Übergang von Kaiserzeit zu Spätantike veränderte.
Zur Beantwortung dieser Frage verfolgt der Autor Jon C. Cubas Díaz einen innovativen Ansatz, der erstmals für diese Region funerärarchäologische Befunde mit spätantiken Grabinschriften in Verbindung setzt und dabei insbesondere die Positionierung und Wahrnehmung von Schrift am Grab in den Fokus nimmt. So wird ein differenziertes Bild einer kleinasiatischen Sepulkrallandschaft am Ende der Antike entworfen.
Die Ergebnisse dieser Abhandlung tragen zum Verständnis der Rolle von Religion und Beruf im spätantiken Rauen Kilikien bei und beleuchten das vielseitige Verhältnis zwischen Schrift, Grabdenkmal und Raum im regionalen Sepulkralwesen. Sie zeigen, welche Möglichkeiten die Kombination klassischer Herangehensweisen und innovativer Methoden für vergleichende Studien bietet.

Darüber hinaus bietet der Band neben übersichtlichen Plänen der untersuchten Siedlungen mehrere Register sowie einen ausführlichen Tafelteil, der die Vielfalt des Sepulkralwesens im Rauen Kilikien illustriert.


AMS 97 Die ›Iranische Diaspora‹ in Kleinasien. Kontinuität und Wandel des persischen Erbes nach dem Ende der achaimenid. Herrschaft

Ams 97 Klingenberg
© Habelt Verlag

Band 97 der Asia Minor Studien widmet sich der in der Forschung seit langem diskutierten Frage, ob und in welcher Form sich eine ›Iranische Diaspora‹ über den Fall des Perserreichs hinaus in Kleinasien erhalten konnte. Andreas Klingenberg legt mit diesem Buch die erste Gesamtdarstellung zu dieser Thematik vor, die alle zur Verfügung stehenden Quellen berücksichtigt und auf dieser Grundlage zu einer Neubewertung und zu gesicherten Ergebnissen kommt: Eine namhafte ›Iranische Diaspora‹ überdauerte alle Umbrüche nach dem Ende des Perserreiches, die mancherorts noch viele Jahrhunderte danach an ihren kulturellen Traditionen festhielt und als eigenständige Gruppe in Erscheinung trat. In nahezu allen Teilen Kleinasiens lassen sich in personellen und kulturellen Kontinuitäten Spuren der einstigen persischen Präsenz ausmachen, die einen nachhaltigen, umfassenden »achaimenidischen Impact» belegen. Diese Spuren zeigen sich insbesondere in Orts- und Flurnamen, in der Verbreitung iranischer Personennamen, in der Fortexistenz iranischer Heiligtümer und der Verehrung iranischer Gottheiten sowie in den iranischen Dynastien der beiden Königreiche Kappadokien und Pontos.

Ein umfangreicher Materialteil (Regesten) erschließt den verstreuten und bisher niemals vollständig erfassten epigraphischen Befund zu den iranischen Personennamen und den auf die Perser zurückgehenden religiösen Elementen.