Der Duft von Jasmin

Performance mit zyprischen Künstlern
Dr. Thorsten Kruse (Zypern-Institut), Eleni Mouzourou, Marianna Christofides (Kulturattachée der zyprischen Botschaft), Dr. Torben Schreiber (Archäologisches Museum), Hasan Aksaygın (v.l.) bei einem Besuch der Künstler*innen im Archäologischen Museum
Dr. Thorsten Kruse (Zypern-Institut), Eleni Mouzourou, Marianna Christofides (Kulturattachée der zyprischen Botschaft), Dr. Torben Schreiber (Archäologisches Museum), Hasan Aksaygın (v.l.) bei einem Besuch der Künstler*innen im Archäologischen Museum

Die strategische Lage Zyperns führte schon seit vorhistorischen Zeiten dazu, dass die Mittelmeerinsel zu einem Schmelztiegel der Kulturen wurde. Vom Festland kamen nicht nur Griechen, Perser, Römer, Türken, sondern auch Pflanzen. Eine von ihnen ist der auf Zypern weitverbreitete Jasmin, der am 28. April im Mittelpunkt einer Performance der zyprischen Künstler*innen Eleni Mouzourou und Natis steht. Die Zierpflanze ist verankert in lokalen und entstehenden zypriotischen Gemeinschaften und dient Mouzourou und Natis als Ausgangspunkt für Geschichten von Hybridität und Veränderung. Die Lecture Performance „Distillation Conversations_yasemin“ findet um 18 Uhr im Archäologischen Museum englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wegen des begrenzten Platzangebots bis zum 24. April unter zypern@uni-muenster.de notwendig.

Organisiert wird die Kulturveranstaltung vom Institut für interdisziplinäre Zypern-Studien der Universität und dem Archäologischen Museum mit Unterstützung der Botschaft der Republik Zypern, die derzeit die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union inne hat. Als Work-in-Progress konzipiert, spiegelt die Lecture Performance den dynamischen, offenen Prozess der Erinnerung und den Transformationen, die aus Begegnungen zwischen dem Selbst und den Anderen hervorgehen.

Eleni Mouzourou ist eine in Nikosia geborene und in Berlin lebende bildende Künstlerin, Kunstpädagogin und Kunsttherapeutin. Sie hat einen Abschluss in Bildender Kunst von der École nationale supérieure des beaux-arts de Lyon und der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie einen Master in Kunsttherapie von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 2019 gründete sie ANDPRESS mit, ein Kollektiv, das sich der Produktion und Verbreitung von Künstlerbüchern und Papierarbeiten widmet.

Natis (geb. 1986 im besetzten Nikosia) ist ein konzeptueller (Anti-)Maler, der in Berlin lebt. Er malt durch drei heteronymische Persönlichkeiten: Hasan Aksaygın, einen zypriotischen Geschichtsdichter, der sich für den interkommunalen Dialog einsetzt; Hank Yan Agassi, einen spekulativen Futuristen, der sich mit ökologischen und planetarischen Nachleben beschäftigt; und Hasso Weiß Ehrenwerth, einen deutsch-britischen Neoexpressionisten und Surrealisten. Natis hat international an Institutionen wie dem KW Institut für zeitgenössische Kunst (Berlin), der nGbK (Berlin), dem NIMAC (Nikosia), dem DEPO (Istanbul) und dem Queer Arts Festival (Vancouver) ausgestellt. Derzeit promoviert er im Fachbereich Kunst an der HFBK Hamburg.