© March for Science Germany

„March for Science“ in Münster am 22. April

AStA ruft zur Teilnahme auf / Drei Textbeiträge aus aktuellem Anlass

Besorgte Wissenschaftler und Bürger gehen weltweit am Samstag, 22. April, auf die Straße: Sie demonstrieren beim „March for Science“ dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse – und nicht Meinungen und „alternative Fakten“ – die Grundlage gesellschaftlicher Debatten bilden. Auch in Münster findet auf Initiative des AStA ein „March for Science“ statt. Das Rektorat der WWU unterstützt die Veranstaltung, die um 15 Uhr auf dem Domplatz beginnt und gegen 16:30 Uhr auf dem Schlossplatz endet. Rektor Johannes Wessels wird auf dem Domplatz sprechen.

Zum „March for Science“ hat die WWU-Pressestelle drei Textbeiträge zusammengestellt: Dr. Eva-Maria Jung, Mitarbeiterin am Zentrum für Wissenschaftstheorie der WWU, ordnet im Interview die Gefahren ein, die von Wissenschaftsskeptikern ausgehen. Wie aufwendig und langwierig der wissenschaftliche Prozess von der Idee bis zum Ergebnis ist, zeigt ein Beispiel aus dem Forschungsalltag des Biologen Prof. Dr. Stefan Luschnig, Professor im Exzellenzcluster „Cells in Motion“. Prof. Dr. Michael Grünbart, Byzantinist und Wissenschaftler im Exzellenzcluster „Religion und Politik“, demonstriert in einem Gastbeitrag, wie geisteswissenschaftliche Arbeit methodisch und inhaltlich aussieht.

Der lange Weg zu neuem Wissen

Fünf Jahre Forschung für eine fundierte Erkenntnis. Das gehört für Stefan Luschnig vom Exzellenzcluster „Cells in Motion“ zum Alltag
CiM-Professor Stefan Luschnig
© CiM - Jean-Marie Tronquet

Wissen entsteht nicht über Nacht. CiM-Professor Stefan Luschnig erzählt, wie er ein Protein entdeckt hat, das drei Zellen miteinander verbindet. Die Entdeckung war aber erst der Anfang. Es folgten vier weitere Jahre systematische Forschungsarbeit und Diskurs mit Kollegen.

Eine wissenschaftliche Spurensuche

Der Byzantinist Prof. Dr. Michael Grünbart erforscht mittelalterliche Münzen am Exzellenzcluster „Religion und Politik“
Prof. Dr. Michael Grünbart
© WWU/Benedikt Weischer

Neue Erkenntnisse über die Geldgeschichte und Herrschaftsverhältnisse im Mittelalter zu gewinnen, sind die Ziele von Prof. Dr. Michael Grünbart. Der Byzantinist erforscht die Bedeutung von Münzen. Zu seinem Arbeitsalltag gehören die Interpretation der Abbildungen und der Austausch mit Fachkollegen.