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In der Vorlesung soll ein systematischer Überblick über das Niederdeutsche gegeben werden. Schwerpunkt werden in folgenden Bereichen liegen: (1) Geschichte des Niederdeutschen vom Altsächsischen und Mittelniederdeutschen bis zum Neuniederdeutschen, (2) Sprachliche Strukturen mit einem Schwerpunkt auf dem Neuniederdeutschen, (3) Variation des Niederdeutschen im Raum, (4) Funktionen und Status des Niederdeutschen heute.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar 'Organisations- und Sozialisationsprozesse in Schule und Unterricht: Anforderungen, Wahrnehmungen und Grenzen' beleuchtet Aspekte der Schul- und Unterrichtsorganisation, der Professionalisierung und Professionalität von Lehrkraften sowie der Sozialisation in schulischen Kontexten. Aktuelle Problemstellen im deutschen Schulsystem dienen als Anker, um zum einen Bezüge zur erziehungswissenschaftlichen Forschung und zum anderen zur Mikroebene des Unterrichts herzustellen.
Eine Festlegung auf thematische Schwerpunkte erfolgt in der ersten Sitzung. Sie sind herzlich eingeladen, in der ersten Sitzung Themenvorschläge und -wünsche vorzustellen, denen wir uns zusätzlich und ergänzend widmen sollten. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Grundlagenliteratur wird erwartet!
- Lehrende/r: Patrick Gollub
- Lehrende/r: Tobias Koch
"Reli adieu", "Brauchen wir 'Reli' noch?", "Die Deutschen wollen den Religionsunterricht abschaffen". Auf diese und andere Schlagzeilen trifft man, wenn man online nach der medialen Erscheinung des Religionsunterrichts auf die Suche geht. Wie alles, was unter der Kategorie Religion firmiert, scheint auch der Religionsunterricht in die Krise geraten und seine Berechtigung angefragt zu sein. Ist der Religionsunterricht also noch zeitgemäß?
In diesem Seminar wollen wir uns aus verschiedenen Perspektiven mit dieser und anderen Fragen rund um die Gestaltung und Zukunftsfähigkeit des Religionsunterrichts auseinandersetzen. Die Trias des Religionsunterrichts - der Inhalt, die Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler - soll hier ebenso Berücksichtigung finden wie differenzierende Modelle eben jenes Unterrichts (u. a. konfessioneller RU, konfessionell-kooperativer RU, Hamburger Modell 2.0). Dabei soll ferner fokussiert werden, wie der Religionsunterricht so gestaltet werden kann, dass er auch in 30 Jahren noch als ordentliches Unterrichtsfach an den Schulen stattfindet.
- Lehrende/r: Lisa-Marie Mansfeld
Globalgeschichte und Landesgeschichte sind zwei Forschungsfelder, die auf den ersten Blick nur wenig miteinander zu tun haben: Während im Feld der Globalgeschichte Prozesse der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtung in einer bestenfalls weltweiten Perspektive betrachtet werden, scheint die Landesgeschichte auf die rein regionale Perspektive – z.B. Westfalens – beschränkt. Tatsächlich bieten sich aber mehr Anknüpfungspunkte als gedacht, denn auch in den deutschen Regionen werden Globalisierungsprozesse greifbar. Untersucht werden diese anhand der Epoche zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg.
Erarbeitet wird im Seminar zunächst ein Überblick über die Forschungsrichtungen der Global- bzw. Landesgeschichte. Anschließend werden bestimmte Querschnittsthemen (Religion, Industrie, Kriege, Klassengesellschaft) anhand regionaler Beispiele vertieft, wobei jeweils eine deutsche und eine europäische oder globale Fallstudie gegenübergestellt werden sollen.
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind die regelmäßige und aktive Teilnahme (inkl. wöchentlicher Lektüre), die Übernahme eines Kurzreferats, das Bestehen der Abschlussklausur sowie das Verfassen einer Hausarbeit (10-15 Seiten) erforderlich.
- Lehrende/r: Lena Krull
Inhaltliche Schwerpunkte: Anhand von deutschen Übersetzungen des Neuen Testaments werden in diesem Proseminar die methodischen Arbeitsschritte zur historisch-kritischen Exegese neutestamentlicher Texte erarbeitet und erprobt. Ziel ist es, das Handwerkszeug zur Erstellung einer verantwortlichen und verantwortbaren Interpretation zu kennen und in Grundzügen anwenden zu können.
Das Tutorium zu dieser Veranstaltung wird montags in der Zeit von 16.15 bis 17.45 Uhr stattfinden.
- Lehrende/r: Jakob Gosda
- Lehrende/r: Anne-Sophie Münch
- Lehrende/r: Stefan Zorn
Als enger internationaler Partner der Bundesrepublik im Rahmen der „deutsch-französischen Freundschaft“ ist die Berichterstattung über französische politische Ereignisse auch in deutschen Medien sehr präsent, wie zum Beispiel ab November 2018 die „Gelbwesten“-Proteste.
Im Seminar soll ein wissenschaftlich fundierter Blick auf die Politische Geographie Frankreichs entwickelt werden, wobei auf aktuelle wie historische Prozesse und Ereignisse fokussiert werden soll. Einen Schwerpunkt bilden postkoloniale Perspektiven, doch auch weitere aktuelle theoretisch-konzeptionelle Paradigmen und Forschungsfelder der Politischen Geographie können bzw. sollen Anwendung finden (u.a. poststruktualistische Ansätze, kritische Geopolitik, (kritische) Stadtgeographie, LGBT+ Geographies, Geographische Konfliktforschung, Politische Ökologie, Internationale Beziehungen, räumliche Identitätsforschung).
In inhaltlicher Hinsicht wird von A – wie Algerienkrieg und postkoloniale Erinnerungspolitik – bis Z – wie ZAD (zone à défendre) und die Politische Ökologie – ein breites Themenspektrum angesprochen, das gerne auch durch Vorschläge von Seminarteilnehmenden erweitert werden kann. Seminarteilnehmer*innen sollten die Bereitschaft zur Lektüre wissenschaftlicher Texte mitbringen.
- Lehrende/r: Matthias Hoenig
Im Mittelpunkt des Seminars stehen deutsch- wie tschechischsprachige literarische Werke der Moderne, die sich auf die Stadt Prag beziehen. Das Textkorpus umfasst damit einerseits Klassiker der so genannten Prager deutschen Literatur wie Rainer Maria Rilkes Larenopfer (1896) und seine Zwei Prager Geschichten (1899), G. Meyrinks Golem (1913) oder Paul Leppins Severins Gang in die Finsternis (1914), aber auch Egon Erwin Kischs Reportagen. Nicht zuletzt sollen aber auch Texte Franz Kafkas vor diesem Hintergrund beleuchtet werden. Während in dem zu Lebzeiten nicht publizierten frühen Text Beschreibung eines Kampfes deutliche Verweise auf Prager Lokalitäten zu finden sind, lassen sich spätere Texte wie etwas Das Stadtwappen eher implizit auf den plurikulturellen Prager Kontext beziehen. Um einen Einblick in die kulturelle Vielfalt des damaligen Prag zu gewinnen, sollen auch (in deutscher Übersetzung vorliegende) tschechische Texte betrachtet werden: Einen klassischen Bezugspunkt bilden hier die Kleinseitner Geschichten (Povídky malostránské, 1867-77) des auch von Kisch hoch geschätzten Autors Jan Neruda. Der in der Großstadtliteratur häufig anzutreffenden Variante des zivilisationskritischen Romans entspricht Vilém Mrstíks Santa Lucia (1893). Im avantgardistischen Modus bezieht der Lyriker Vítezslav Nezval sich in seiner surrealistischen Phase auf Prag (Praha s prsty deste, 1935 [Prag mit den Fingern des Regens]).
Die Parallellektüre der an einem Ort zur selben Zeitspanne entstandenen Texte soll begleitet werden durch Diskussionen zur geeigneten theoretischen Fundierung und methodischen Herangehensweise an dieses komparatistische Unternehmen. Hier werden Ansätze des spatial turn, der Geopoetik, der Kultursemiotik und der von Deleuze/Guattari angestoßenen Diskussionen um Kafka und die kleinen Literaturen eine Rolle spielen.
Es wird insbesondere um den Fragenkomplex gehen, inwieweit die Texte Prag als einen symbolischen Raum von Identitätsbildung(en) entwerfen bzw. problematisieren, die Stadt ggf. als Ort der eigenen Nationalität zu vereinnahmen suchen oder Identitätsbrüche ausstellen bzw. zu überbrücken suchen oder die Stadt als einen Ort des Miteinanders der verschiedenen Nationen und Religionen entwerfen.
Alle im Seminar behandelten tschechischen Texte liegen in Übersetzung vor oder werden in Übersetzung zur Verfügung gestellt.
Es ist geplant, die erste Sitzung (je nach technischen Gegebenheiten) als Videokonferenz oder Chat durchzuführen. Dabei sollen auch die weiteren Arbeitsformen besprochen werden. Denkbar ist neben regelmäßigen Online-Formaten auch – in der Hoffnung auf die Ermöglichung der Präsenzlehre im Laufe des Frühsommers – die Vereinbarung von Blockterminen in der zweiten Semesterhälfte, die durch eine Lektürephase vorzubereiten wären.
- Lehrende/r: Irina Wutsdorff
Die Referenz auf an- und abwesende Personen in der Interaktion ist eine der zentralen menschlichen Praktiken, die an der Schnittstellte von sprachlichen, kulturellen und interaktionalen Konventionen angesiedelt ist. In diesem Seminar werden wir uns mit der Verwendung von Personalpronomina in Alltagsinteraktionen befassen.
Auch wenn in Grammatiken und in der Forschungsliteratur immer wieder auf die Rolle von Pronomina zur Referenz auf an- und abwesende Personen verwiesen wird, existieren bislang nur wenige Studien zu deren alltäglicher Verwendung in konkreten mündlichen und schriftlichen Dialogen.
Nach der Aufarbeitung einschlägiger Literatur sollen Ver¬wen¬dungsaspekte verschiedener Pronomen im Deutschen einer genauen Betrachtung unterzogen werden. Dabei sollen sowohl prototypische als auch abweichende Verwendungsweisen diskutiert werden.
Teilnahmevoraussetzung:
• Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnahme in den ersten beiden Sitzung notwendig.
• Kenntnisse der Gesprächsforschung (u.a. Teilnahme an einer Transkriptionsübung)
• mündliches Kurzreferat (mit schriftlicher Ausarbeitung) und Präsentation von Daten bzw. Übernahme einer Datensitzung.
Ein Reader mit der zu diskutierenden Literatur wird zu Beginn des Seminars im Learnweb vorliegen.
- Lehrende/r: Susanne Günthner
- Lehrende/r: Stefanie Pauline Krain
- Lehrende/r: Paul Wilhelm Meuleneers
- Lehrende/r: Janine Ngoc-Diem Nguyen
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar beschäftigt sich mit den Grundlagen der philanthropischen Theorie und Erziehungspraxis anhand ausgewählter Fallbeispiele. Im Mittelpunkt stehen die Schriften und „Musterschulen“ der philanthropischen Erziehungsbewegung, des wichtigsten Zweigs der deutschen Aufklärungspädagogik, die eine zeitgemäße, an Vernunft und frommer Humanität ausgerichtete und zugleich staatlich-nützliche Erziehung und Schulbildung zu verwirklichen hofften. Vor diesem Hintergrund soll kritisch danach gefragt werden, inwieweit diese Pädagogen und Schulleiter ihrem eigenen Anspruch und dem Selbstverständnis der Philanthropen gerecht zu werden versuchten. Auch deutsch-amerikanische Verbindungslinien sollen vor diesem Hintergrund zur Sprache gebracht werden.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Die Furcht vor einer Zunahme antidemokratischer Tendenzen unter Jugendlichen begleitet die öffentliche und fachliche Diskussion seit den ersten Exzessen rechtsextremer Gewalt zu Anfang der 90iger Jahre. Seit geraumer Zeit kommt es darüber hinaus in allen Altersgruppen zu einer deutlichen Modernisierung rechtspopulistischer Ideologien. Rechtes Gedankengut scheint verstärkt in die Mitte der Gesellschaft vorzurücken. Vor allem unter ostdeutschen Jugendlichen sind die Gefahrenpotenziale besonders alarmierend. Im Rahmen der Seminararbeit wird zu prüfen sein, unter welchen Bedingungen es zu einer gravierenden Verjüngung rechtspopulistischer bis faschistoider Ideologien kommen konnte. Dabei gilt es, Strukturen extremer Jugendbewegungen zu analysieren und Mechanismen aufzudecken, die Rechtsextremismus unter Jugendlichen begünstigen. Interessant sind dabei natürlich nicht nur die offen agierenden Jugendorganisationen der einschlägigen Parteien, sondern auch jene Jugendkulturen, die sich wie „Skins" und „Hooligens" und „Ultras“ nicht eindeutig verorten lassen und die sich in einer näher zu bestimmenden Grauzone bewegen.
- Lehrende/r: Norbert Heimken
„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ ließ Nietzsche im Jahr 1889 verlauten und das hat sich auch knapp 130 Jahre später nicht verändert. Vor allem die medienvermittelte Musik, ob nun über Schallplatte, im Radio, als CD, als Download oder via Spotify, bestimmt unseren alltäglichen Musikkonsum nachhaltig. Obwohl das Hören von Musik zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen zählt, wird das Forschungsfeld im Fach häufig eher randständig betrachtet.
Das Seminar setzt sich daher intensiv mit der alltäglichen Rezeption medienvermittelter Musik aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht auseinander. Dabei werden zum einen wichtige historische und technologische Veränderungen und deren Konsequenzen für die Rezeption von Musik diskutiert, als auch aktuelle Trends in diesem Bereich verortet und aufgeschlüsselt.
Die Seminarleitung übernimmt Jo Marie Dominiak (ab Mai 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am IfK).
Achtung! Das Seminar beginnt erst ab dem 7. Mai 2020. Ab dann finden regelmäßige wöchentliche Sitzungen statt, die ergänzt werden durch zwei verbindliche Blockveranstaltungen am 15. Mai und am 26. Juni 2020 jeweils von 10 bis 14 Uhr.
Prüfungsleistung:
Neben aktiver Mitarbeit und Lektüre ausgewählter Texte wird die Vor- und Nachbereitung einer Textdiskussion oder eines Kurzreferates verlangt. Als Prüfungsleistung ist das Verfassen einer Hausarbeit vorgesehen.
- Lehrende/r: Jo Marie Dominiak
„Re-Education“, also die intellektuelle und moralische Neugestaltung der deutschen Gesellschaft nach 1945, war neben der institutionenbezogenen „Democratization“ ein Kernelement der amerikanischen Besatzungspolitik. Die Literatur erfüllte in diesem Kontext eine zentrale Funktion, und dies nicht nur im Bereich der Erwachsenen-, sondern insbesondere auch der Kinderliteratur: Wo ließe sich die angestrebte Umorientierung der Deutschen zu Liberalität, Individualität und Freiheit nachhaltiger gestalten als bei jungen Leserinnen und Lesern? Das forschungsorientierte Seminar wird sich dem Problemkomplex einerseits aus text- und medienanalytischer, andererseits aus sozial- und politikhistorischer Perspektive nähern, um so zu einem möglichst differenzierten Gesamtbild zu gelangen.
Die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, wird vorausgesetzt. Der Termin für eine Vorbesprechung wird im Laufe der vorlesungsfreien Zeit bekanntgegeben.
- Lehrende/r: Kai Sina
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Bevor das deutsche Bildungswesen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zu einer „Veranstaltung des Staates“ wurde, wie es im preußischen Landrecht 1794 heißt, wurde es über Jahrhunderte hinweg von der Kirche organisiert, geleitet und beaufsichtigt. Mit dem Einsetzen der Reformation und der darauf antwortenden Gegenreformation bildeten sich im „Konfessionellen Zeitalter“ ganz unterschiedliche konfessionelle Traditionen und Glaubenslehren heraus, die sich spürbar auf die Universitätslehre und den Schulunterricht in den nun entweder lutherischen, reformierten oder katholischen Staaten des deutschen Reiches auswirkten. Die von Protestanten und Katholiken im Gegensatz oder Wetteifer formulierten Bildungskonzepte prägten die deutsche Bildungslandschaft bis in die Zeit der Spätaufklärung und teilweise darüber hinaus.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Dieses Seminar beschäftigt sich mit einer besonderen Quellengattung: Reiseberichten. In der historischen Forschung ist der Nutzen von Reiseberichten umstritten, sagten diese doch viel mehr über die Reisenden, ihre Einstellungen, Erfahrungen, Erwartungen und ihre eigene Kultur aus und nur wenig oder sogar nichts über die bereiste Gegend und die dort lebenden Menschen. Unabhängig davon, dass eine solche radikale Ablehnung von Reiseberichten als historische Quellen weit über das Ziel hinausschießt, speisten sie in jedem Fall die Vorstellung der Leserinnen und Leser von der geschilderten Region. Und Reiseberichte waren äußerst populär, denn sie dienten als Projektionsfläche, weckten und befriedigten gleichzeitig Fernweh, Träume und Fantasien. Trotz dieses Raums, den Reiseberichte der Fantasie des Lesers boten, und trotz ihres mitunter recht hohen Anteils an Fiktion, galten sie nicht nur als unterhaltende Abenteuerlektüre, sondern auch als belehrend. Tatsächlich wurden viele, besonders im 19. Jahrhundert sogar die meisten Reiseberichte von Forschern verfasst. Neben Reiseberichten des 19. und 20. Jahrhunderts werden auch frühe Reiseberichte des 16. Jahrhunderts behandelt. Der Kurs ist deutschsprachigen Berichten gewidmet, die Reisen nach Südamerika schildern.
Ziel des Seminares ist ein vertiefter Einblick der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer in ein spannendes und vielfältiges Genre. Darüber hinaus sollen Tücken und Chancen im geschichtswissenschaftlichen Umgang mit dieser Quellengattung aufgezeigt werden.
- Lehrende/r: Hinnerk Onken
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Allein auf dem deutschen Buchmarkt sind Hunderte von Ratgebern erhältlich, die sich der Frage widmen, wie wir unsere Selbstliebe entwickeln können. Auf zahlreichen Internetseiten bieten darüber hinaus Therapeuten und Coaches ihre Empfehlungen zu diesem Thema an. Selbstliebe wird als der Schlüssel zu allem Möglichen angepriesen: Sie soll die Grundlage für beruflichen Erfolg und Gesundheit, für ein freies, selbstbestimmtes Leben und nicht zuletzt auch für gelungene Beziehungen zu anderen Menschen sein. Ebenso vielfältig wie die Heilsversprechungen sind die Rezepte, wie Selbstliebe erreicht werden soll. Der Boom der Selbstliebe mag relativ neu sein, das Konzept hingegen ist es nicht. Seit der Antike hat die philosophische Ethik sich mit der Selbstliebe befasst. Aus philosophischer Sicht ist zunächst der Begriff selbst aufklärungsbedürftig. Zu klären ist beispielsweise, um was für eine Art der Liebe es sich bei der Selbstliebe handelt, worauf genau sie sich richtet und wie sie mit anderen Arten der Liebe (vor allem der Liebe zu anderen Menschen) zusammenhängt. Auch das Verhältnis zwischen Selbstliebe und Egoismus ist klärungsbedürftig: Sie mögen zwar nicht dasselbe sein, aber schließen sie einander aus? Genügt es, sich selbst zu lieben, um ein moralisch guter Mensch zu werden? Und wie verhält sich die Liebe zu einem selbst zu anderen Selbstverhältnissen, etwa der Selbsterkenntnis oder der Selbstachtung? Wir werden im Seminar wichtige ‚Selbstliebe-Klassiker‘ lesen und diskutieren, darunter Aristoteles, Joseph Butler und Harry Frankfurt. Die genaue Textauswahl wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben. |
- Lehrende/r: Sibille Mischer
Ziel des Seminars ist es, anhand ausgewählter Objekte die Geschichte von Turnen und Sport zu erforschen. Beispiele dafür sind Medaillen, Trikots, Urkunden, Sportgeräte, aber auch Fotos, Skulpturen, Kunstwerke u.v.a.m. Jedes Objekt erzählt eine eigene Geschichte. Die Auswahl und historische Erschließung geeigneter Objekte erfolgt durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst. Das Seminar wird mit einem Besuch des Sport- und Olympiamuseums in Köln sowie des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund verknüpft.
- Lehrende/r: Markus Jürgens
- Lehrende/r: Michael Krüger
Lehrkräfte sind in unserer medial-digitalisierten Welt aufgefordert, ihre Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass Raumdarstellungen über Sprache konstruiert werden und sich kulturelle Merkmale im Sprechen über Raum manifestieren. Die Bildungsstandards der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) weisen darüber hinaus Kommunikation als Kompetenzbereich explizit aus und umreißen diesen Kompetenzbereich mit der Fähigkeit, „geographische/geowissenschaftliche Sachverhalte zu verstehen, sich angemessen unter der Verwendung der Fachsprache auszudrücken und damit anderen verständlich zu machen”. Im Seminar sollen zunächst theoretische Grundlagen diskutiert werden, die dann anschließend in Handlungsmöglichkeiten im Rahmen einer sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung umgesetzt werden.
Am Mittwoch, den 22.04.2020 findet das Seminar im Raum 309 statt.
- Lehrende/r: Sonja Schwarze
Das Seminar legt nach einer kurzen grundlegenden Einführung in die Tourismusgeographie seinen Schwerpunkt auf theoretische und angewandte Fragestellungen. Der Fokus liegt einerseits raumbezogen auf der Betrachtung von ausgewählten deutschen und internationalen touristischen Destinationen und andererseits auf bestimmten Tourismusarten, die näher betrachtet werden sollen.
Das Seminar startet am 22.4.2020 und endet am 24.6.2020; um die fehlenden 5 Sitzungen aufzufangen, werden am 8.-9. Mai zwei halbe Blocktage eingerichtet. Ggf. kann sich der Termin der Blocktage auf den 15.-16. Mai 2020 verschieben!
Die Referatsthemen werden in der ersten Sitzung vergeben; eine Vorbesprechung entfällt in diesem Semester! Bei dringenden Rückfragen kommen Sie gern auf mich zu.
- Lehrende/r: Carola Bischoff
Die sprachliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ist im Unterricht eine Herausforderung und Chance zugleich. Zuerst werden in der Lehrveranstaltung diverse Aspekte der Mehrsprachigkeit und des Deutschen als Zweitsprache im Blick auf den Religionsunterricht und seine Spezifik thematisiert. Verschiedene Konzepte zum Umgang mit der sprachlichen Heterogenität werden mit Bezug auf den Religionsunterricht erörtert. In einem weiteren Schritt wird gemeinsam nach Wegen gesucht, die Mehrsprachigkeit der Kinder und Jugendlichen als Ressource im Religionsunterricht zu entdecken und in Lernprozessen aktiv zu nutzen. Die Studierenden werden dabei begleitet, Materialien zum Umgang mit sprachlicher Heterogenität selbständig zu entwickeln.
- Lehrende/r: Yauheniya Danilovich
Kurszielsetzung: Verbesserung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit beim Verfassen fachbezogener Texte
Kursschwerpunkte: Verfassen von fachbezogenen Texten zu einem in der Veranstaltung entwickelten Thema wie z.B. Thesenpapier, Zusammenfassung von verwendeten Quellen, Stellungnahme, Einleitung und einem beispielhaften Argumentationstext zum Thema; Behandlung von Textbaumitteln und den stilistischen und grammatischen Besonderheiten von Fachtexten. In diesem Kurs soll universitätsspezifisches Schreiben geübt werden, wie es für die Erstellung einer Seminararbeit notwendig ist. Das soll grammatisch normgerecht erfolgen und den Besonderheiten des Textaufbaus und der Stilkonventionen wissenschaftlich argumentierender Texte des deutschen Sprachraums gerecht werden.
Im Mittelpunkt des Kurses steht das Verfassen einer Kursarbeit. Die TeilnehmerInnen entwickeln ihr Thema eigenständig und stellen dessen Aspekte in einer Gliederung dar. Zur Ausformulierung eines Probekapitels werden die Lektüre und Verarbeitung wissenschaftlicher Texte, ihre Zusammenfassung für die Argumentation, die Integration von Ergebnissen verwendeter Quellen durch Paraphrasieren und Zitieren geübt.
- Lehrende/r: Martin Alber
In diesem Seminar befassen wir uns mit den grundlegenden Kategorien der Semantik sowie deren Interaktion mit anderen Ebenen im Sprachsystem (wie z.B. Morphologie, Syntax, Pragmatik). Im Zentrum steht dabei die Semantik des Deutschen, die wir anhand verschiedener Datenquellen diachronen und typologischen Vergleichen unterziehen: Wo können wir Bedeutungswandel beobachten und wie lässt er sich erklären? Welche semantischen Differenzierungen können wir im Deutschen ausdrücken und inwiefern unterscheidet sich das Deutsche hier von anderen Sprachen?
- Lehrende/r: Sophie Ellsäßer
- Lehrende/r: Bettina Heiderhoff
- Lehrende/r: Jens Mientus
- Lehrende/r: Deniz Souini-Firat
- Lehrende/r: Nicole Strack
Die einführende Vorlesung erschließt den Gegenstandsbereich der spanischen Kulturwissenschaft nicht über einen historisch-chronologischen Ansatz und auch nicht über eine landeskundliche/landeswissenschaftliche Systematik, sondern über eine Reihe kulturwissenschaftlicher Basiskonzepte, die sich in den letzten Jahren in der deutschen Forschungslandschaft und universitären Ausbildung als zentral erwiesen haben. Behandelt werden in den einzelnen Vorlesungen unter anderem die folgenden Themen- und Fragenkomplexe: „Was ist spanische Kulturwissenschaft?“, „Der Raum als Zeichen: Territoriale Identitäten“, „Die zeitliche Dimension der Kultur“, „Die Entwicklung der nationalen und kulturellen Identität(en)“, „Spanische Fremd- und Selbstbilder“, „Kulturkontakte: (Post-) Kolonialismus und Migration“, „Geschlechterordnungen und Körperdiskurse“, „Erinnerungskultur(en) und Gedächtnisorte“, „Kulturspezifische Besonderheiten des spanischen Mediensystems“ etc. Der Schwerpunkt der Einführung liegt vor allem darauf, das Problembewusstsein für die unterschiedlichen Dimensionen der spanischen Kultur zu fördern und die Relevanz zentraler Begriffe herauszuarbeiten. Kulturelle Daten und Fakten stehen daher nie für sich, sondern immer im Fokus eines Ansatzes, der die Symbolik kultureller Sachverhalte und Gegebenheiten zur Richtschnur der Darstellung macht.
Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Anwesenheit und die Bereitschaft zur Erledigung kleinerer Vorbereitungsaufgaben. Spanischkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung für den Besuch der Vorlesung.
Literatur:Zur Anschaffung, Vorbereitung und begleitenden Lektüre empfehle ich die folgenden Werke: Arno Gimber/José Manuel Rodríguez Martín/Jutta Schütz/Klaus Peter Walter, Spanien verstehen, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2012; Jochen Mecke/Hubert Pöppel/Ralf Junkerjürgen (Hrsg.), Deutsche und Spanier – ein Kulturvergleich, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 2012.
Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über LSF.
Hinweis: Über die Lernplattform Learnweb sind die Präsentationen zu den einzelnen Vorlesungen sowie weitere Materialien (Programm, Bibliographie, evtl. vorzubereitende Texte) jeweils zu den entsprechenden Vorlesungsterminen abrufbar. Bitte melden Sie sich daher rechtzeitig auf Learnweb zur Vorlesung an!
- Lehrende/r: Mara Behle
- Lehrende/r: Christian von Tschilschke
- Lehrende/r: Heike Bismark
- Lehrende/r: Christian Schwarz
Die deutsche Standardsprache erscheint vielen als eine einheitliche, streng kodifizierte Sprachform. Dieser Eindruck wird u.a. dadurch hervorgerufen, dass durch Wörterbücher, Aussprachwörterbücher und Grammatiken (z.B. die Bände der Duden-Reihe) ein Maßstab vorgegeben wird, der Einheitlichkeit suggeriert. Die durch die Kodizes vorgegebene, einheitliche Sprachform wird in Schulen vermittelt und ist z.B. in Behörden in Gebrauch. Moderne variationslinguistische Untersuchungen zeigen jedoch, dass von einer Einheitlichkeit der deutschen Standardsprache nicht die Rede sein kann.
Im Seminar wird auf folgende Aspekte eingegangen: Aus sprachgeschichtlicher Perspektive wird die Entstehung einer deutschen Einheitssprache nachgezeichnet. Die Variation zwischen der Standardsprache in Österreich, Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz wird thematisiert sowie die regionale Variation des Standards, wie sie z.B. zwischen Norddeutschland und Süddeutschland erkennbar wird. Es werden im Seminar Methoden der Erforschung der Variation der deutschen Standardsprache besprochen, sowie an konkreten Beispielen sprachliche Besonderheiten untersucht.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
In diesem Seminar studieren wir theoretische Überlegungen und empirische Untersuchungen zur sprachlichen Struktur und Organisation von Texten sowie zu den Ausdrucksmitteln des Deutschen, die Sätze und Äußerungen zu kohärenten Texten verbinden. In studentischen Projekten werden wir versuchen, die gewonnenen Einsichten und Analysewerkzeuge an ausgewählten Sachtexten aus Biologie-Lehrbüchern für die Sekundarstufe I anzuwenden und unsere Ergebnisse im Erfolgsfall für die Didaktik der Biologie nutzbar zu machen.
- Lehrende/r: Christine Dimroth
Die berühmteste Liebesgeschichte des Mittelalters, die Geschichte von Tristan und Isolde, ist im Hoch- und Spätmittelalter von verschiedenen europäischen Autoren in Frankreich, England, Deutschland, Skandinavien und Italien erzählt worden. Während die fragmentarische Fassung Gottfrieds von Straßburg (›Tristan‹, um 1210) zu den bekanntesten deutschen Romanen des Mittelalters gehört, ist der zwei bis vier Jahrzehnte früher entstandene ›Tristrant‹ Eilharts von Oberg (1170/1190) heute relativ unbekannt. Dabei stellt er die älteste deutsche und zugleich einzig vollständige Versfassung des Tristanromans dar und bildet direkt oder indirekt die Vorlage für zahlreiche spätere Werke, wie zum Beispiel den Prosaroman ›Tristrant und Isalde‹ eines anonymen Bearbeiters, den Anton Sorg 1484 erstmals in Augsburg herausgibt und der sich zu einem großen Bucherfolg entwickeln wird. Da die handschriftliche Überlieferung des Gottfriedschen Romans im 15. Jh. abbricht, ist der Tristanstoff im 16., 17. und 18. Jh. also nur in der Version Eilharts bekannt. Inwiefern sich der ganz andere Sitz im Leben der beiden Romane – hier der hochmittelalterliche Versroman für ein adliges Publikum, dort der frühneuzeitliche Prosaroman für ein primär städtisches Publikum – auf die Texte auswirkt, wird eine der Leitfragen des Seminars sein.
- Lehrende/r: Heike Bismark
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar beschäftigt sich mit der Idee der (deutschen) Universität seit dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dafür wird eine Auswahl von Texten gemeinsam diskutiert, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven und historischen Kontexten mit den Aufgaben und Ansprüchen von Universität bzw. universitärer Bildung befassen (Humboldt, Schleiermacher, Benjamin, Jaspers, Heidegger, Adorno, Luhmann, Lenzen u.a.).
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Das Verhältnis von Peerkultur und Unterricht, schulaversives Verhalten, doing-gender im Unterricht, Integration von Jugendlichen mit Migrati-onshintergründen, Gelingen und Scheitern der Inklusion sind mögliche Themen. Methodische Aspekte gelingenden Unterrichtens werden auch erarbeitet werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler