Informationen für Studieninteressierte

© Robert Kneschke-Fotolia.com

WAS IST ÜBERHAUPT KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT?

Das Fach beschäftigt sich primär mit Funktions- und Wirkungsweisen von öffentlicher Kommunikation. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Kommunikationswissenschaft am IfK sind Öffentlichkeit, Rezipientenforschung, Medienwandel, Kommunikatorforschung und Journalismusforschung.

Das Münsteraner Institut zählt in der Forschung zu den führenden Instituten im deutschsprachigen Raum. Inhaltlich decken die Hochschullehrer des Instituts für Kommunikationswissenschaft (IfK) eine große Bandbreite innerhalb der Kommunikationswissenschaft ab. Arbeitsschwerpunkte liegen sowohl in der Grundlagen- als auch in der Anwendungsforschung.

Die Kommunikationswissenschaft besitzt wegen ihres Gegenstandes, der (primär öffentlichen) Kommunikation, Schnittmengen mit vielen anderen wissenschaftlichen Fächern (Soziologie, Politikwissenschaft, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Jura, Technikwissenschaften). Diese Ausrichtung fördert die Interdisziplinarität.

Überblick über die Forschung am IfK

  • Kommunikationswissenschaftliches Studium

    Das Studium der Kommunikationswissenschaft vermittelt Methoden, Kenntnisse und Fertigkeiten, die für eine selbständige, reflektierte und verantwortungsbewusste Tätigkeit in Medien- und Kommunikationsberufen ebenso wie in der angewandten und universitären Forschung qualifizieren. Es behandelt die Bedingungen, Strukturen, Funktionen und Wirkungsmöglichkeiten von Medien und Kommunikation und ihrer historischen Entwicklung in der modernen Gesellschaft. Dabei geht es zum einen um die medien- und kommunikationsbestimmten Aspekte öffentlicher Kommunikation, zum anderen um die sozialen und individuellen Wirklichkeiten, die sich unter dem Einfluss und unter Nutzung von Medien und Kommunikation entwickeln.

    Diese wissenschaftliche Ausbildung wird am IfK durch erste berufspraktische Orientierungen ergänzt. Im Gegensatz zu Volontariat oder Journalistenschule ist ein Studium der Kommunikationswissenschaft dabei nicht primär darauf ausgerichtet, das praktische Handwerk der Medienberufe umfassend einzuüben. Vielmehr vermittelt es neben zentralen medienpraktischen Grundlagen (wie etwa Recherchieren und Nachrichtenschreiben) systematisch das Medienwissen, die Methodenkompetenz und die Reflexionsfähigkeit, die für ein erfolgreiches Arbeiten in der sich wandelnden Medien- und Kommunikationsbranche unabdingbar sind.

    Weitere Informationen zu kommunikationswissenschaftlichen und anderen medienbezogenen Studiengängen finden Sie außerdem im medienstudienfuehrer.

  • Berufschancen in der Kommunikations- und Medienbranche

    Die Medien- und Kommunikationsbranche hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige entwickelt. Entsprechend besteht in der Branche Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften, womit auch die Nachfrage von Studienanfängern nach einer kommunikationswissenschaftlichen Ausbildung gestiegen ist.

    Die Berufsaussichten für Kommunikationswissenschaftler sind verhältnismäßig gut, auch wenn unbefristete Festanstellungen in der Medienbranche nicht mehr die Regel sind. Gerade Berufsanfänger arbeiten zunächst häufig als freie Mitarbeiter, Volontäre oder mit Zeitverträgen. Außerdem wird von Berufstätigen oft – in zeitlicher und räumlicher Hinsicht – Flexibilität erwartet. Dennoch zeigen Befragungen, dass rund 90 Prozent der Absolventen bereits innerhalb der ersten 6 Monate nach dem Examen ihre erste Anstellung finden (z.B. Neuberger 2010). 

    Außerdem ist diesen Studien zu entnehmen, dass auch die 2006 im Zuge der Bologna-Reform eingeführten Bachelor-Studiengänge tatsächlich berufsqualifizierend sind. So nimmt gut die Hälfte aller Bachelor-Studierenden nach diesem ersten Abschluss kein weiteres Studium mehr auf. Als Grund wird mehrheitlich angegeben, dass im Bachelor-Studium bereits hinreichend Kenntnisse erworben werden konnten, um den angestrebten Beruf auszuüben. 40 Prozent der B.A.-Absolventen geben sogar an, dass unmittelbar nach ihrem Abschluss bereits ein konkretes Stellenangebot vorgelegen hat.

    Ein großer Teil der Absolventen unseres Instituts wählt dabei den Berufseinstieg in Redaktionen von Fernsehsendern, Hörfunkstationen, Zeitungen, Zeitschriften oder Online-Medien. Fast ebenso viele entscheiden sich mittlerweile aber auch für eine Tätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit oder Unternehmenskommunikation (bei PR-Agenturen oder in den Pressestellen von Firmen, Verbänden oder Institutionen). Weitere interessante und breit gefächerte Berufsfelder finden die Absolventen des IfK in der angewandten Medienforschung, in der universitären Forschung und Lehre, in der Werbung oder im Marketing. 

  • Praxiserfahrungen

    Neben einem – möglichst guten – Studienabschluss sind für den späteren Berufseinstieg Praxiserfahrungen von großer Bedeutung. Erste grundlegende Kenntnisse und praktische Fähigkeiten vermitteln die Lehrveranstaltungen des Moduls ‚Medienpraxis I‘, das Teil beider angebotener Bachelor-Studiengänge ist. Gegenstand dieser Veranstaltungen sind in der Regel die Berufsfelder Journalismus, Marktforschung, PR und Werbung. Hier üben die Studierenden u.a. ein Präsentationen zu erstellen, Reportagen zu schreiben, Hörfunk- und Fernsehbeiträge zu  produzieren oder Webseiten zu gestalten. Einige der Seminarprodukte sind hier abgelegt, um einen Einblick in das medienpraktische Angebot des IfK zu geben. 

    Für Studierende des Ein-Fach-Modells ist es zudem obligatorisch, ein mindestens achtwöchiges Praktikum mit Begleitseminar zu absolvieren, um so bewusst die eigenen Fähigkeiten zu reflektieren und erste Kontakte zu potenziellen künftigen Arbeitgebern zu knüpfen. Die Studierenden des IfK werden aber ganz generell – auch über das Pflichtpraktikum hinaus – motiviert, neben dem wissenschaftlichen Studium Praxiserfahrungen zu sammeln (etwa auch durch freie Mitarbeit bei Medien und Agenturen oder in an die Universität angegliederten studentischen Organisationen wie Radio Q, Campus Relations, move etc.).

    Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz oder einem Jobangebot können Studierende auf unser Jobportal zurückgreifen. Kontakt zu ehemaligen Studierenden, die heute in der Kommunikationsbranche arbeiten, bietet auch MedienAlumni, der Verein der aktiven und ehemaligen Studierenden.