YOUNG, Brigitte, Prof. em. Ph.D.

Professur für Politikwissenschaft, Internationale / Vergleichende Politische Ökonomie (unter Berücksichtigung von Feministischer Ökonomie)


Young
Einrichtung: Institut für Politikwissenschaft
Anschrift: Privat:
Fechnerstr. 5,
10717 Berlin
Telefonnummer: 030 22193772
Fax: 030 22193771
Mobil: 0160 90261481
E-Mail: byoung at uni-muenster dot de
Sprechstunde: nach Vereinbarung via E-Mail

Forschung

Globale Governance der Finanzmärkte und Finanzmarktregulierung, Eurokrise und Reformen; Deutschland in der Eurokrise und Rolle des Ordoliberalismus; US-am Politik und Ökonomie; Vergleichende IPÖ-Forschung; Multilateralism in Trade (WTO); Theorien der IPE und Heterodoxen Ökonomie (Feministische Makroökonomie).

Lehre

emeritiert

Frau Young ist als Gastprofessorin im In- und Ausland weiterhin tätig

Kurzbiographie

Brigitte Young (em., 2011), seit 1999 Professorin für Internationale/Vergleichende Politische Ökonomie am Institut für Politikwissenschaft der WWU Münster. Young hat ein PhD von der University of Wisconsin, Madison (1990), und habilitierte an der Freien Universität Berlin (1998). 1990 war sie Social Science Research Fellow an der FU-Berlin, danach Professorin an der Wesleyan University, Connecticut (1991-97). In den Jahren 1994-1995 war sie Research Fellow im Center for German and European Studies, School of Foreign Service, Georgetown University, Washington, D.C. Sie war Gastprofessorin am J.F. Kennedy Institut, FU-Berlin (1989-1991), am Otto-Suhr Institut der FU-Berlin (1997-1999), an der Science-Politique/CERI in Paris (WS2008); im WS2011 an der Science-Politique in Lille, Frankreich; Januar bis Juni 2012 Gastprofessorin an der Central European University, Dept. International Relations and European Studies, Budapest, Ungarn.    

Seit Oktober 2011 ist Young Mitglied im “Fortschrittsforum” (organisiert von der FES, Hans Böckler Stiftung, Otto Brenner Stiftung) zur Begleitung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, “Wachstum – Wohlstand – Lebensqualität”, AG: Wirtschaft und Wachstum. Sie ist außerdem Mitglied in der Forschungs-Initiative NRW in Europe (FINE), sowie Deutsche Delegierte im EU-COST Projekt: Systemic Risks, Financial Crisis and Credit – The Roots, dynamics and consequences of the Subprime Crisis (2009-2014), und leitet mit Christoph Scherrer die Arbeitsgruppe Systemic Risks, Crises, and the Search for Financial Stability in modern finance. Sie ist Mitglied des Scientific Advisory Committee des von der EU-7RP geförderten Projekts, organisiert von der University Leeds, UK: Financialisation, Economy, Society and Sustainable Development (2010-2015).Im Jahr 2000-2002 wurde sie als Sachverständige in die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum Thema „Globalisierung der Weltwirtschaft - Herausforderungen und Antworten“ berufen. Young war darüber hinaus Mitglied des seit 2005-2010 von der Europäischen Union geförderten Forschungsnetzwerkes „GARNET - Network of Excellence (NoE) - Global Governance, Regionalisation and Regulation: The Role of the EU“, an dem mehr als vierzig west- und osteuropäische Universitäten mitwirkten. Sie leitete die Projekte „Gender in Political Economy“ (GIPE), das „Virtual Network“ und war Vorstandsmitglied im Management Komitee von GARNET. 2007 war sie Mitglied in der Warwick Commission „The Multilateral Trade Regime: Which Way Forward?”.

Arbeitsgebiete:

Globalisierung und Governance der Weltwirtschaft; Globale Governance der Finanzmärkte und Finanzmarktregulierung, Vergleichende Policy-Forschung: Finanzmarktreformen (EU, Deutschland, US); Multilateralism in Trade (WTO); Theorien der Internationalen Politischen Ökonomie und der Heterodoxen Ökonomie (insbesondere Neoliberalismus und Ordoliberalismus). Young hat vielfach in Englisch und Deutsch publiziert und ihre Arbeiten wurden ins Französische, Japanische, Finnische, Rumänische, Polnische und Spanische übersetzt.

CV deutsch kurz
CV deutsch lang
CV english short
CV english long
CV english with literature

Neuveröffentlichungen

Financial Cultures and Crisis Dynamics
Edited by Bob Jessop, Brigitte Young, Christophe Scherrer
http://www.routledge.com/books/details/9781138776043/

The recent financial crisis exposed both a naïve faith in mathematical models to manage risk and a crude culture of greed that embraces risk. This book explores cultures of finance in sites such as corporate governance, hedge funds, central banks, the City of London and Wall Street, and small and medium enterprises. It uses different methods to explore these cultures and their interaction with different financial orders to improve our understanding of financial crisis dynamics.

The introduction identifies types of cultural turn in studies of finance. Part I outlines relevant research methods, including comparison of national cultures viewed as independent variables, cultural political economy, and critical discourse and narrative policy analysis. Part II examines different institutional cultures of finance and the cult of entrepreneurship. Part III offers historical, comparative and contemporary analyses of financial regimes and their significance for crisis dynamics. Part IV explores organizational cultures, modes of calculation, and financial practices and how they shape economic performance and guide crisis management. Part V considers crisis construals and responses in the European Union and China.

This book’s great strength is its multi-faceted approach to cultures of finance. Contributors deploy the cultural turn creatively to enhance comparative and historical analysis of financial regimes, institutions, organizations, and practices as well as their roles in crisis generation, construal, and management. Developing different paradigms and methods and elaborating diverse case studies, the authors illustrate not only how and why ‘culture matters’ but also how its significance is shaped by different financial regimes and contexts.

Co-edited: Nachhaltige europäische Konsolidierungspolitik: Chancen und Herausforderungen, DIW-Vierteljahrsheft Nr. 4.2013 Editors: D. Schäfer, W. Semmler, B. Young
http://ejournals.duncker-humblot.de/loi/vjh

Wie sollte eine nachhaltige europäische Konsolidierungspolitik aussehen? Das vorliegende Vierteljahrsheft diskutiert Eckpfeiler einer solchen Politik, freilich ohne Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu können. Vor dem Hintergrund einer starken Finanzialisierung von Politik und Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten beschränkt sich der interdisziplinär ausgerichtete Band auf zwei Schwerpunkte.

Zum einen ist dies die kritische Auseinandersetzung mit Geschäftsmodellen und Politikvorschlägen für mehr Nachhaltigkeit im Banken- und Finanzsektor. Finanzmärkte müssen als Bestandteil der Daseinsvorsorge aufgefasst werden, deren Stabilitätsanker der letzten Instanz die Öffentliche Hand ist. Finanzmarktstabilität ist ein öffentliches Gut. Die Beiträge ranken sich hier um die Frage, wie dieser konstituierenden Eigenschaft der Finanzmärkte auf nationaler und internationaler Ebene nachhaltig Rechnung getragen werden kann. Einigkeit besteht darin, dass die Gestaltung der Finanzmärkte eine Privatisierung der Gewinne bei Sozialisierung der Verluste auszuschließen hat. Strittig ist allerdings, ob dieses Ziel innerhalb des bestehenden Ordnungsrahmens erreicht werden kann oder ein grundsätzliches Umdenken notwendig ist.
Zum anderen schlagen wir mit der kritischen Analyse der gesamtwirtschaftlichen Konsolidierungspolitiken der letzten Jahre die Brücke zwischen der Gesamtwirtschaft und einer Finanzwirtschaft, die als Folge der „goldenen Jahre der Finanzialisierung“ weiterhin mit erheblichen krisenbedingten Verwerfungen zu kämpfen hat. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, ob und in welchem Maß Begleiterscheinungen dieser Politiken – wie die wachsende Ungleichheit – die Eurozone besonders destabilisiert haben und wie nachhaltige Alternativen zu den eingeschlagenen Wegen aussehen könnten.

Mehr Nachhaltigkeit erfordert eine Rückbesinnung auf die unterstützende Rolle des Finanzsektors für die Realwirtschaft, eine Regulierung für mehr Langfristorientierung und Selbstregenerierfähigkeit der Finanzinstitute auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene, ein besseres Zusammenspiel von Fiskal- und Geldpolitik in den Euroländern, mehr soziale Ausgewogenheit der Konsolidierungsmaßnahmen und größere Anstrengungen von Geld- und Fiskalpolitik bei Beschäftigungsaufbau und -sicherung.

Hier finden Sie ein Faltblatt zu dieser Veröffentlichung sowie das Inhaltsverzeichnis.

Einzelne Artikel werden unter http://ejournals.duncker-humblot.de/loi/vj angeboten.

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German Ordoliberalism as Agenda Setter for the Euro Crisis: Myth Trumps Reality, in: Journal of Contemporary European Studies (2014). In: Public Service Europe (PS). http://www.publicserviceeurope.com/article/874/the-truth-about-the-eurozone-crisis

Beiräte

PROFESSIONAL MEMBERSHIPS/ADVISORY BOARDS  


2011-2012
Member of the “Progress Forum” to advise the Enquete-Commission of the German Parliament, “Growth, Prosperity and Life Quality” to come up with recommendations on new economic indicators for sustainable economic growth (decoupling of economic growth and resource input).
   
2010 – 2014
German Delegate, Member of the Management Committee, and Working Group Leader of the EU-COST Project (European Cooperation in Scientific and Technical Research) on  Systemic Risks, Financial Crisis and Credit: The Roots, Dynamics and Consequences of the Subprime Crisis” (Project Leader: Oliver Kessler)

2011 –
Advisor to the Minister of European Affairs of the State of North Rhine-Westphalia and the University of Duesseldorf to analyze the impact of the Eurocrisis on regional governments
and to work on possible recommendations to avoid an economic down-turn. 

2011-2016
Scientific Advisor to the EU-FP7 FESSUD: Financialisation, Economy, Society, and Sustainable Development, University of Leeds 

2011
Member of the International Advisory Board “Improving the Effectiveness of Multilateral Trade Negotiations”, funded by Forskningsstiftelserna at the Swedish Handelsbanken, (Director: Cecilia Albin, Dept. of Peace and Conflict Research, Uppsala University).

2005-2010
Member of the EU-Network of Excellence, “Global Governance, Regionalisation, and Regulation: The Role of the EU” (GARNET) with 47 European universities and think tanks; member of the Management Board

2008/2009
Mobility Grant of EU-Network of Ecellence, GARNET, Guest Professor, Sciences-Politique, Centre d’ėtudes et de recherches internationals (CERI/CNRS), Paris.

2007
Member of The Warwick Commission. The Multilateral Trade Regime: Which Way Forward. The University of Warwick, U.K.

2006-2011
Member in the Association for German Scientists e.V.

2006 (February-March)
German Research Association (Deutsche Forschungsgemeinschaft) – Funding for Research at UCSB and Northridge University, and Participation at the International Studies Association Conference, San Diego, USA.
 
2000-2002
Member of the Enquête-Commission of the German Parliament, Globalization of the World
Economy: Challenges and Answers.
   
Research Project Grants, Wesleyan University, Connecticut, USA, 1992, 1993, 1995

Social Science Research Council (SSRC), Postdoctoral Fellowship, Berlin, Germany –
1989 – 1990

Fulbright-Hays Dissertation Fellowship for Germany – 1986 – 1987

Friedrich Ebert Foundation Fellowship – 1986 – 1987 (declined)

Annual Honorary Department Award for Distinguished Teaching, Department of  Political Science, University of Wisconsin, Madison/WI, USA – June 1986

Ogg Fellow, University of Wisconsin, Madison/WI, USA – 1983/1984

Regents' Fellow, University of California, Davis/CA, USA – 1982/1983

Graduate Research Award, University of California, Davis/CA, USA – 1982

Grant Co-Recipient, Universitywide Energy Research Group,
University of California, Berkeley – 1981/1982

Regents' Scholar, University of California, Santa Barbara/CA, USA – 1975 – 1977

Graduated summa cum laude, University of California, Santa Barbara/CA, USA – 1978

 



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