Archiv 2012 und früher

Recht und Geschichte

Rektorin verleiht höchstdotierten Preis der Gesellschaft zur Förderung der WWU an Prof. em. Dr. Dr. h. c. Dietmar Willoweit
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© WWU - Peter Grewer

Der Ernst-Hellmut-Vits-Preis, mit 20.000 Euro höchstdotierte Auszeichnung der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster e. V., ist am Montag, 5. November, an den Rechtshistoriker Prof. em. Dr. Dr. h. c. Dietmar Willoweit verliehen worden. Der 76 Jahre alte Jurist wurde für seine herausragende Arbeit im Bereich der Rechtsgeschichte und seinen wissenschaftlichen Anspruch ausgezeichnet, Rechtsgeschichte in einen interdisziplinären Rahmen und vor allem in einen Dialog mit historischer Forschung zu setzen. Die Preisverleihung nahmen die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Ursula Nelles, und Dr. Paul-Josef Patt, Vorstandsvorsitzender der Fördergesellschaft, vor.

Größere Vielfalt

"Förderkreis“ der WWU heißt jetzt "Universitätsgesellschaft" / Stärkere Betonung einer fachbereichsübergreifenden Arbeit
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© UG

Der Förderkreis Universität Münster e.V. hat sich einen neuen Namen gegeben. Nach dem einstimmigen Votum in der jüngsten Mitgliederversammlung heißt der Verein nun "Universitätsgesellschaft Münster e.V.". Der neue Name soll die Vielfalt der Förderaktivitäten an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) stärker betonen. "Mit diesem Namen verdeutlichen wir, dass wir eine Fördergesellschaft auf universitärem Niveau sind, die fachbereichsübergreifend tätig ist", erläutert der neue Erste Vereinsvorsitzende Dr. Paul-Josef Patt, Vorstandschef der eCapital AG. "Die Außenwirkung wird verbessert, da die bisherige doppelte Namensgebung wegfällt." Offiziell gültig wird der Name nach der Eintragung ins Vereinsregister in einigen Wochen.
Parallel zur Namensänderung hat sich auch die Zusammensetzung des Vorstands geändert: Dr. Paul-Josef Patt, bisher Zweiter Vorsitzender, folgt Jochen Herwig auf dem Posten des Ersten Vorsitzenden nach. Jochen Herwig wechselt in das Kuratorium der Universitätsgesellschaft, in der Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik den Verein beratend unterstützen. Neuer Zweiter Vorsitzender ist Hilmar Welpelo, Finanzgeschäftsführer der Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG. Neu im Vorstand ist Dr. Volker G. Heinke, Finanzvorstand der LVM Versicherungen.

Nachwuchsförderpreis verliehen

Ehrung des Förderkreises der Universität Münster / Stimmungsvoller Abend bei der Sparkasse Münsterland Ost
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© WWU - Peter Grewer

n glanzvoller Atmosphäre ist gestern Abend (20.6.) der Nachwuchsförderpreis 2012 des Förderkreises der Universität Münster verliehen worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ging zu gleichen Teilen an den Juristen Dr. Bernd J. Hartmann (38) und den Mediziner Dr. Nils H. Thoennissen (38). Gastgeber der Preisverleihung war in diesem Jahr die Sparkasse Münsterland Ost. Zur Auszeichnung durch den Förderkreis betonte dessen Vorsitzender Dr. Paul-Josef Patt: "Wir ehren zwei Wissenschaftler, die durch ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und durch ihr Engagement bestechen. Beide Themen sind zudem hochaktuell und von großer allgemeiner Bedeutung."
Rechtswissenschaftler Bernd J. Hartmann sei es in seinen Forschungen gelungen, das bisher ungeordnete Gebiet des Staatshaftungsrechts zu systematisieren, einer ökonomischen Analyse zu unterziehen und es mit den europäischen Entwicklungen zusammenzuführen, befand die Jury. Mediziner Nils H. Thoennissen habe mit seinen Forschungen zu Entstehung, Progression und Therapie von soliden Tumoren und insbesondere der Akuten Myeloischen Leukämie (AML) dazu beigetragen, Medikamente gegen Tumore mit einem neuen Wirkmechanismus zu entwickeln, heißt es in der Begründung.

Eine "Wilde Linde" als Dank

WWU zeichnet Dr. Wilhelm Jäger für dessen Engagement aus
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© WWU - Peter Grewer

Die Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), Prof. Dr. Ursula Nelles, hat Dr. Wilhelm Jäger für dessen großes ehrenamtliches Engagement zugunsten der WWU mit einer "Wilden Linde" geehrt. Wilhelm Jäger war von 1997 bis 2011 Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Wilhelm Hauss-Lipperheide-Stiftung. Stiftungszweck ist insbesondere die Förderung der Kinderheilkunde an der WWU.
Darüber hinaus amtierte der 81-Jährige, der drei Jahrzehnte lang Geschäftsführer des Instituts für Genossenschaftswesen der WWU war, von 1996 bis 2000 ehrenamtlich als Geschäftsführer der "Gesellschaft zur Förderung der WWU e.V.". Schließlich war er 1987 beziehungsweise 1990 Gründungsmitglied des "Vereins der Freunde des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften an der WWU" und des "Förderkreises Botanischer Garten der Universität Münster".
Zum Hintergrund der "Wilden Linde": Um den gesamten Schlossgarten und Botanischen Garten herum soll eine Lindenallee entstehen - so wie sie auch der Architekt des Schlosses, Johann Conrad Schlaun, geplant hatte. Ehrengäste der Universität, Brautpaare und andere Interessierte können einen Baum erwerben und mit einem Namensschild im Frühjahr oder Herbst einpflanzen lassen. Bisher wurden 65 "Wilde Linden" eingepflanzt.

Eine verdiente Anerkennung

Förderkreis Universität Münster zeichnet Nachwuchswissenschaftler Angela Schwering und Björn Niehaves aus
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© WWU - Peter Grewer

Die Jury hatte es mit der Entscheidung nicht leicht – zwei Kandidaten waren gleich gut. Daher haben in diesem Jahr zwei junge Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) den Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erhalten: Juniorprofessorin Dr. Angela Schwering vom Institut für Geoinformatik und Privatdozent Dr. Dr. Björn Niehaves vom European Research Center for Information Systems (ERCIS). Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis wurde geteilt und am Dienstag, 19. Juli, im Rahmen einer Feierstunde im Hause der "Westfälischen Provinzial Versicherung" vom Förderkreis Universität Münster vergeben.
"Frau Schwering und Herr Niehaves stachen durch ihr wissenschaftliches Werk deutlich unter den zehn vorgeschlagenen Kandidaten hervor. Sie haben eine vergleichbare Qualifikation, daher die Teilung des Preises zu gleichen Teilen", erklärte Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des Förderkreises, in seiner Laudatio.

Eine neue Tür aufgestoßen

Förderkreis der Universität Münster vergibt Vits-Preis an Prof. Dr. Stefan W. Hell
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© WWU - Julia Holtkötter

Auszeichnung für einen Pionier der Wissenschaft: Am Donnerstag, 4. November, hat die Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) zu Münster e.V. den mit 20.000 Euro dotierten Ernst-Hellmut-Vits-Preis an Prof. Dr. Stefan W. Hell vergeben. Der Physiker und Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen wurde damit für seine herausragende Arbeit im Bereich der optischen Mikroskopie ausgezeichnet. Die von ihm entwickelte Methode macht es möglich, Prozesse im Inneren von lebenden Zellen zu beobachten. Die Verleihung des Vits-Preises fand im Rahmen einer Feierstunde im münsterschen Schloss statt.
"Prof. Dr. Stefan W. Hell hat mit der Erfindung und der Entwicklung der 'Stimulated Emission Depletion'- (STED-) Mikroskopie wissenschaftliche Pionierarbeit geleistet", so die Begründung. Es habe als unmöglich gegolten, die begrenzte Auflösung im Fluoreszenzmikroskop zu überwinden. Stefan Hell sei sowohl der theoretische als auch der praktische Nachweis gelungen, die Auflösung von der Beugung zu entkoppeln und auf Bruchteile der Lichtwellenlänge zu steigern. Dadurch ließen sich feinste Details der Vorgänge in lebenden Zellen sichtbar machen. Der weitere wissenschaftliche Fortschritt in den Lebenswissenschaften und in der medizinischen Grundlagenforschung werde durch diese Technologie erst möglich.

Eine leichte Entscheidung für die Jury

Dr. Christiane Pott erhält Nachwuchsförderpreis der Universität Münster
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© WWU - Judith Kraft

In diesem Jahr hatte es die Jury leicht. "Sie war und ist die Beste unter denen, die uns vorgeschlagen worden sind", betonte Prof. Dr. Dr. Otmar Schober in seiner Laudatio bei der Verleihung des Preises zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses 2010. Die Auszeichnung ging an Dr. Christiane Pott, eine Nachwuchswissenschaftlerin vom Institut für Unternehmensrechnung und -besteuerung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde am Mittwoch, 30. Juni, im Rahmen einer Feierstunde in der münsterschen "WL Bank" vom Förderkreis Universität Münster vergeben.
Nach einer Begrüßung durch Hans-Bernd Wolberg, Vorstandsmitglied der "WGZ Bank", und Jochen Herwig, Erster Vorsitzender des Förderkreis Universität Münster, hielt der Direktor des Instituts für Unternehmensrechnung und -besteuerung, Prof. Dr. Christoph Watrin, eine Laudatio. "Wenn man wirklich erfolgreich sein will, muss man das anbieten, woran Mangel herrscht", sagte er. Und Christiane Pott habe genau das in wissenschaftlicher Hinsicht getan: Während ihrer Dissertation habe sie sich in den USA intensiv mit empirischer Forschung auseinandergesetzt, unter anderem in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Rechnungslegung. Mit diesem Rüstzeug sei sie nach Deutschland zurückgekehrt, wo die empirische Forschung auf diesen Gebieten noch nicht so weit fortgeschritten sei.

Ausgezeichneter Nachwuchs

Preise des WWU-Förderkreises für Philosophin und Mediziner
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© WWU - Peter Grewer

Die Preise zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) gingen in diesem Jahr an den Mediziner Dr. Christian Pott und die Philosophin Dr. Nikola Kompa. Sie erhielten die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Preise am 24. Juni 2009 im Rahmen einer Feierstunde des WWU-Förderkreises in der Landesbausparkasse (LBS) in Münster.
Dr. Nikola Kompa, die seit kurzem Assistenzprofessorin an der Universität Bern ist, erhielt den Preis für ihre Habilitationsschrift an der Universität Münster über Grundlagenprobleme der Sprachphilosophie. Da die 39-Jährige Forschungen aus der linguistischen Semantik und Pragmatik, aus der kognitiven Linguistik und der Sprachpsychologie sowie aus Theorien des Sprachwandels in ihre Untersuchungen einbezogen hat, haben Teile ihrer Arbeit einen stark interdisziplinären Charakter. Ihr Betreuer Prof. Dr. Oliver R. Scholz vom Philosophischen Seminar der WWU geht davon aus, dass die Arbeit nicht nur in der Philosophie, sondern auch in der Sprachwissenschaft und in der Psychologie auf großes Interesse stoßen wird.
Dr. Christian Pott arbeitet als Privatdozent, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistenzarzt in der Klinik und Poliklinik C - Allgemeine Innere Medizin und Kardiologie und Angiologie- des Universitätsklinikums Münster. Dort ist es ihm gelungen, mithilfe eigenständig eingeworbener Drittmittel eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Mit seinen Mitarbeitern führt er grundlagenwissenschaftliche Projekte zur zellulären Elektrophysiologie und zu den molekularen Mechanismen von Herzrhythmusstörungen durch.

Forschung in den Niederungen konkreter Probleme

Soziologin Renate Mayntz erhielt in Münster den Vits-Preis
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© WWU - Peter Grewer

Prof. Dr. Renate Mayntz, emeritierte Gründungsdirektorin des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln, ist mit dem "Ernst Hellmut Vits-Preis 2008" der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ausgezeichnet worden. Die international bekannte Soziologin erhielt den mit 20.000 Euro dotierten Preis am Donnerstag, 27. November 2008, im Schloss zu Münster.
Der Förderkreis der Universität Münster würdigte mit der Verleihung des Vits-Preises an Renate Mayntz deren Verdienste um die Gründung der Organisationssoziologie in Deutschland. Wissenschaftliche Pionierarbeit habe sie auch im Bereich der Verwaltungswissenschaften geleistet. Für den münsterschen Politikwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Schubert, der die Laudatio bei der Preisverleihung hielt, zählt Mayntz zu den profiliertesten deutschen Forschern in der wissenschaftlichen Analyse politischer Steuerung, der Politikfeldanalyse und den modernen Verwaltungswissenschaften. Dabei habe sie sich immer wieder in die „Niederungen" konkreter Probleme und ihrer Lösungen herabgelassen, „ja es ist geradezu zu ihrem Markenzeichen geworden, dass sie ihre Forschungsanstöße und Anregungen für theoretische Fragestellungen gerade aus diesen Niederungen schöpft und für diese nutzbar macht."