Bewerbung



Be-WERBUNG


Bevor Sie Ihren PC einschalten und direkt mit dem Verfassen Ihres Anschreibens beginnen, kann es sehr hilfreich sein, sich zu verdeutlichen, dass in dem Wort „Bewerbung“ das Wort „Werbung“ drinsteckt. Denn vom ersten Moment an machen Sie Werbung für sich selbst: Warum sind Sie eine geeignete Praktikantin oder ein passender Praktikant für den Arbeitgeber Ihrer Wahl?

Um diese Frage zu beantworten, ist es gut, dem Arbeitgeber mit den Bewerbungsunterlagen Entscheidungs- bzw. Unterscheidungsmerkmale zu geben. Und diese gilt es herauszufiltern, bevor Sie mit dem eigentlichen Schreiben beginnen. Denn wenn Sie diese Vorarbeit geleistet haben, dann haben Sie eine gute Grundlage für Ihr Anschreiben und für Ihren Lebenslauf geschaffen: Jetzt wird es Ihnen voraussichtlich einfacher fallen, beide Teile inhaltlich zu füllen.

Doch was sind eigentlich die Unterschiede zwischen Ihnen und möglichen Mitbewerber/innen? Sätze wie „Zurzeit studiere ich im dritten Fachsemester Germanistik und Geschichte im Zwei-Fach-Bachelor an der Universität Münster“ oder „Im Laufe meines Studiums habe ich bereits erste Erfahrungen im Bereich Marketing durch ein achtwöchiges Praktikum sammeln können“ werden wahrscheinlich kein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal für die Person sein, die Ihre Bewerbung liest. Denn im Zweifelsfall kommen die Bewerber/innen, die sich auch für dieses Praktikum bewerben, mit ähnlichen/gleichen Studienfächern oder Praxiserfahrungen auf den Arbeitgeber zu.

Wie also können Sie Individualität erzeugen? Hierfür ist es hilfreich, mal eine andere Perspektive einzunehmen, nämlich die des Arbeitgebers: Was aus Ihrem Studium, was aus Ihrem schon absolvierten Praktikum (oder anderen Dingen aus Ihrem Lebensverlauf) ist wichtig, interessant oder von Nutzen für den Arbeitgeber? Das könnte zum Beispiel ein Studienschwerpunkt, das Thema einer Abschlussarbeit, eine spezielle Aufgabe aus einem Praktikum oder einer Vereinstätigkeit, Erfahrungen aus Nebenjobs, Tätigkeiten in Schule oder Ehrenamt und so weiter sein. Zwischen diesen Aspekten und dem angestrebten Arbeitsbereich eine Verbindung herzustellen schafft oftmals ein hohes Maß an Individualität.

Und zum Abschluss noch ein kurzer Hinweis, den Sie vielleicht im ersten Moment als enttäuschend empfinden: Es gibt aus unserer Sicht keinen „Standard“ für eine Bewerbung in Deutschland. Sie finden also in den nachfolgenden Kapiteln keine Auflistung von DIN-Kennzeichen, Tipps für Absätze und Leerzeilen, Schrifttypen oder -größen. Was die formalen Aspekte betrifft, haben Sie viele Freiheiten. Wichtig ist, dass SIE das Layout ansprechend finden. Und für den Leser Ihrer Bewerbung ist es wichtig, dass Ihre Argumente stimmig sind und zum angestrebten Tätigkeitsbereich passen.




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