Sommer-Debatte
Aktivismus, Extremismus, Eskapismus? Zur gesellschaftlichen Lage des zivilen Ungehorsams
Die „Letzte Generation“ und andere vom Klimawandel und dem Eindruck politischen Stillstands bewegte Protestgruppen und -formen regen zurzeit so manche Diskussion an und nicht wenige Teile der Öffentlichkeit auf. Für die Soziologie impliziert dieses Phänomen eine Menge Erklärungsbedarf. Gibt es hier eine „Protestbewegung“, und wenn ja, welcher Art? Kann sich eine außerparlamentarische und partikulare Gruppe durch den Bezug auf das allgemeine Interesse der Gesellschaft bzw. der Menschheit legitimieren? In welchem Verhältnis stehen die aktuellen Proteste zu älteren Debatten über zivilen Ungehorsam? Welchen Aufschluss gibt eine soziologische Analyse der unterschiedlichen Reaktionen auf „Klimakleber“ und andere Aktionen über den normativen Horizont der Gesellschaft, über zivilgesellschaftliche Standards und die gegenwärtige Politik? Hinweis: Anschließend treffen sich alle beim Gartenfest im Innenhof des Instituts für Soziologie.
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