Prof. Dr. Elke Söbbeke - Irritation durch Kontrastierung als Anlass mathematischen Lernens

Prof. Dr. Elke Söbbeke

Im mathematikdidaktischen Diskurs wird Lernen zunehmend als sozialer und interpretativer Aushandlungsprozess verstanden. Ausgehend von der Annahme, dass mathematische Inhalte auf unterschiedlichen Repräsentationsebenen – etwa durch Darstellungen, Anschauungsmittel, Sprache und Symbole – zugänglich gemacht werden, thematisiert der Vortrag, wie didaktisch initiierte Kontrastierungen auf diesen Repräsentationsebenen Irritationen bei Lernenden auslösen und dadurch mathematische Lernprozesse anstoßen können. Theoretischer Bezugspunkt ist dabei die Auffassung von Irritation als Markierung situativer Deutungsgrenzen, die Lernende zur kognitiven Klärung und Neudeutung herausfordert. Anhand empirischer Daten wird rekonstruiert, wie durch didaktisch intendierte Kontrastierungen Aushandlungs- und Deutungsprozesse entstehen. Im Fokus stehen dabei insbesondere Deutungen von anschaulichen Repräsentationen (Punktefelder) im Kontext von Parität sowie sprachlicher Repräsentationen in bilingualen Lernkontexten.

Weitere Infos zur Veranstaltung

Rubrik
Vorträge, Vorlesungen
Zeitraum
Mi 15.07.2026, 16:30 Uhr (Ende offen)
Ort
Johann-Krane-Weg 39
Zum Lageplan
Eintritt
frei
Anmeldung
nicht notwendig
Veranstalter/
Kontakt