Prof. Dr. Nina Sturm - Die Rolle externer Repräsentationen beim mathematischen Problemlösen in der Grundschule – Erkenntnisse einer Interventionsstudie
Prof. Dr. Nina Sturm
Das Problemlösen zählt neben dem Modellieren, Darstellen, Kommunizieren und Argumentieren zu den prozessbezogenen Kompetenzen, die es bereits in der Grundschule zu fördern gilt. Gleichzeitig stellt das Problemlösen für viele Grundschulkinder eine erhebliche Herausforderung dar. Sie wissen häufig (noch) nicht, wie sie an herausfordernde Textaufgaben herangehen, deren Struktur entschlüsseln und geeignete Hilfsmittel nutzen können. Aus psychologischer Perspektive können externe Repräsentationen dazu beitragen, solche Hürden zu überwinden, indem sie das Verständnis der Aufgabensituation unterstützen und Denkprozesse sichtbar machen. Zeichnungen gelten dabei für alle – gleich welcher Voraussetzungen - als leicht zu erlernende Zugangsmöglichkeit. Der Vortrag berichtet Ergebnisse einer Interventionsstudie, in der untersucht wurde, welches Potenzial das Entwickeln von Repräsentationen beim Lösen problemhaltiger Textaufgaben entfaltet. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie Kinder zum Externalisieren angeregt werden können und am Beispiel von Zeichnungen, welche Merkmale zielführende Repräsentationen aufweisen. Darüber hinaus wird analysiert, inwiefern Attitudes und Beliefs von Grundschulkindern deren Problemlösekompetenzen beeinflussen und ob die Intervention diesen Zusammenhang moderiert.
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