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Die Frage nach der (Un-)Erkennbarkeit Gottes: Herausforderung oder Chance für eine islamische Religionstheologie?

Ein Gastvortrag von Raid Al-Daghistani

Im Rahmen der diesjährigen Studienwoche „Christlich-Islamische Beziehungen im europäischen Kontext“, die im Zeitraum vom 27. September bis 2. Oktober 2020 im Tagungshaus in Weingarten bei Ravensburg stattfand, hielt Raid Al-Daghistani einen Vortrag zum Thema der „(Un-)Erkennbarkeit Gottes im Islam“. Nach einer einführenden Darstellung der Redeweisen über Gott im Koran, in der klassisch-islamischen Philosophie (falsafa) und in der dialektisch-rationalen Theologie (ʿilm al-kalām) zeigte Al-Daghistani anschließend eine islamisch-mystische Perspektive auf und reflektierte über die Relevanz ihrer Ansätze für eine islamische Religionstheologie. Nach einem regen Austausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern folgte eine längere Arbeitssitzung, bei welcher die Teilnehmenden über die Lektüre des Textes „Der Erretter aus dem Irrtum“ Abū Ḥāmid Al-Ġazālīs aktiv einbezogen wurden. Die Tagung endete mit einem Resümee der in den Sitzungen behandelten Inhalte und mit einem gemeinsamen Ausblick auf christlich-islamischen Dialog im europäischen Kontext. Die Resonanz der Teilnehmenden war sehr positiv.
Die Studienwoche wurde von der Eugen-Biser-Stiftung und der Akademie der Diözese Rottenburg Stuttgart gemeinsam durchgeführt und von Dr. Christian Ströbele geleitet und moderiert.