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Nicht selten wird behauptet, dass die Mystik apolitisch sei – sie gehöre als solche bloß zur privaten Sphäre des Selbst, wodurch ihre Wahrheit stets subjektiv bleibe. Dementsprechend wird gesagt, dass ein mystischer oder spiritueller Islam zu einer liberalistischen Idee des Staates besser passe. Sofern demzufolge der mystische Islam den Glauben der Mehrheit prägen und gestalten würde, wäre das größte Hindernis für eine Demokratie bereits aus dem Weg geräumt.

Doch stellt sich diese Frage, ob dieses Argument rechtens ist? Ist die islamische Mystik im Kontext der Politik tatsächlich so harmlos, wie sie dargestellt wird?