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Theologische Überlegungen zu einer subjektorientierten Sozialen Arbeit

Am Mittwoch, den 30. Oktober 2019, fand im Rahmen der AIWG-Projektwerkstatt „Religion, Diversität und Soziale Arbeit“ eine Fachtagung in Erlangen statt. 29 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik tauschten sich über die Chancen und Herausforderungen einer religionssensiblen Beratung für Musliminnen und Muslime aus.
Daniel Roters, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Islamische Theologie, sprach über theologische Implikationen einer Sozialen Arbeit mit muslimischen Klientinnen und Klienten. Hierbei ging er vor allem auf die fruchtbaren Implikationen einer Islamischen Theologie in der Sozialen Arbeit ein. Er stellte fest, dass Religion und Glaube nicht Thema einer Sozialen Arbeit sein müssen und doch die Klientinnen und Klienten selbst entscheiden, ob es einer religionssensiblen Begleitung bedarf. Er plädierte für eine Islamische Theologie in der Sozialen Arbeit. Eine derartige Theologie beziehe Ihre Themen aus der unmittelbaren Lebenswelt der Menschen und sei herausgefordert neben dem Anspruch von Tradition und Normativität Angebote zu entwickeln, die Klientinnen und Klienten Möglichkeiten bieten, ihre religiöse Identität zu einer Ressource werden zu lassen, indem der Lebensvollzug als religiöse Aufgabe ernstgenommen wird.