Tagung „Religion und Ästhetik – Zur filmisch seriellen Narration des Bösen“
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Tagung

„Religion und Ästhetik – Zur filmisch seriellen Narration des Bösen“

am 22. und 23. November 2019

Bereits zum zweiten Mal fanden sich im Rahmen der Tagungsreihe „Religion und Ästhetik“ der Professur für Kalam, islamische Philosophie und Mystik zahlreiche WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen, sowie Studierende und Interessierte in Münster zusammen. Vor dem Hintergrund des diesjährigen Leitthemas „Zur filmisch-seriellen Narration des Bösen“, wurde sich der Frage nach dem Bösen vielseitig und kritisch, insbesondere aber in Bezug auf die Gegenwart, angenommen.

Durch die Beiträge ist es gelungen, die Darstellung des Bösen interdisziplinär, interreligiös und zeitgemäß zu erfassen: Der Joker aus Christopher Nolans „The Dark Knight“ war dabei genauso Betrachtungsgegenstand wie die Konzeption des Bösen, die der Kirchenlehrer Augustinus aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. vorlegt. Neben den jüdischen, christlichen und islamischen Perspektiven kamen vor allem auch die philosophischen und mystischen Betrachtungen zur Sprache. Und auch die religiösfundamentalistische Dystopie, die in der Serie „The Handmaid’s Tale“ dargestellt wird, sowie das Böse im Blick als substantieller Teil indischer Filmkultur, ermöglichten eine nähere Ergründung dessen, was wir als das Böse kennen, und dennoch nur schwer begreifen können. Das Böse, seine ästhetische Rezeption und die dadurch hervorgebrachten Perspektiven auf seine Wirklichkeit wurden außerdem im Lichte literaturwissenschaftlicher Ansätze, sowie im Spannungsverhältnis zu Themen wie Verführung und Moral, einer detaillierten Betrachtung unterzogen: Goethes „Faust“ und der Pakt mit Mephistopheles fand dabei ebenso eine Würdigung, wie etwa die ProtagonistInnen der Serie „House of Cards“ und ihre seriell dargestellte Auseinandersetzung mit genuin theologischen Normsystemen und Persönlichkeiten.

Die vielen theologisch relevanten Fragen, die sich vor dem Hintergrund der genannten Zugänge ergeben haben, konnten im Rahmen von Diskussions- und Fragerunden und im Zuge einer umfangreichen Abschlussdiskussion – mit einem besonderen Bezug zu unserer heutigen Lebensrealität – ausführlich bearbeitet werden. Mit Blick auf den Anspruch der Tagung, das Böse filmisch-seriell und gleichzeitig interreligiös und interdisziplinär näher zu ergründen, ist die Zielsetzung der Tagung gelungen – auch wenn das Böse dabei stets herausfordernd, schleierhaft und äußerst ambivalent bleibt.

Bildergalerie

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  • Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi begrüßt die Gäste der Tagung
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  • Prof. Konrad Paul Liessmann
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  • Prof. Dr. Reinhold Zwick
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  • Die ReferentInnen der Tagung gemeinsam mit den MitarbeiterInnen der Professur für Kalam, islamische Philosophie und Mystik
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  • Bilgehan Asena Ayvaz und Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati
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  • Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiat
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  • Rougi Agne
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  • Daniel Roters
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  • Nicole Irene Karimi
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  • Dr. Iyad Shraim
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  • Prof. Dr. Walter Lesch
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  • Asmaa El Maaroufi
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  • Jun.-Prof. Dr. Thomas Jürgasch
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  • Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi
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