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Delegation aus Tansania zu Besuch am Zentrum für Islamische Theologie Münster

Am 20.05.2014 empfing das Zentrum für Islamische Theologie eine Delegation aus Tansania, die auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung Deutschland besucht haben. Das Besuchsprogramm zum Thema „Religion, Gemeinschaft und Toleranz“, setzte den Fokus auf den islamischen Religionsunterricht in Deutschland und umfasste weitere Programmpunkte wie Besuche von Schulen, Ministerien und Moscheen. Bei den Teilnehmern handelte es sich um muslimische Politiker der Partei „Civic United Front" und community leaders. Begleitet wurde die Gruppe von Dr. Gabriele Thöns aus Berlin und Frau Veni Swai aus Daressalam. Empfangen wurde sie vom Leiter des Zentrums für Islamische Theologie Münster (ZIT), Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, sowie mehreren wissenschaftlichen Mitarbeitern des ZIT.
Dr. des. El Omari stellte zu Beginn das ZIT und seine Ziele vor. Sie wies darauf hin, dass für das ZIT die islamische Tradition wichtig ist, man jedoch nicht beim Vorhandenen stehen bleiben dürfe, sondern „das fruchtbar machen, was für unsere Lebensrealität von Bedeutung ist“. Prof. Khorchide machte darauf aufmerksam, dass es nicht nur eine Herausforderung, sondern zugleich eine Chance sei, die islamische Religionspädagogik in einem europäischen Kontext zu etablieren und dabei Rücksicht auf die Erwartungen aller Akteure zu nehmen.  In Deutschland seien sowohl die Gesellschaft als auch die Muslime selbst, als Teil dieser Gesellschaft, vielfältig. Er fügte hinzu, dass es auch wichtig sei, den Anschluss an die Moscheegemeinden nicht zu verlieren. Bei der Etablierung der Islamischen Theologie an deutschen Universitäten müsse man die Moscheen nicht als Konkurrenz, sondern als „Kontinuität“ und „Ergänzung“, also als „Partner“ sehen.
 
Derartige Besuche sieht das ZIT als eine gute Gelegenheit, seine Expertise auch über die Landesgrenzen hinauszutragen und gleichzeitig selbst wertvolle Rückmeldungen und Erfahrungen zu sammeln!