Prof. Mahmoud Azab und Bundespräsident Gauck im Gespräch (Foto: Peter Grewer)

Das Zentrum für Islamische Theologie in Münster bekommt Unterstützung
aus höchster islamischer Institution: Al Azhar Universität


In einem Schreiben an die WWU Münster unterstrich Prof. Dr. Mahmoud Azab, Chefberater des Großscheichs der Kairoer Al-Azhar Universität, die große Unterstützung der Al-Azhar Universität, als bedeutendster und renommiertester universitärer Einrichtung in der islamischen Welt, für die Arbeit des Zentrums für Islamische Theologie der WWU Münster. „Wir sehen in diesem Zentrum ein vielversprechendes Projekt für die Ausbildung von jungen muslimischen Theologinnen und Theologen in Deutschland, die ein offenes und aufgeklärtes Verständnis vom Islam tragen werden“. Azab betonte in seinem Schreiben die Notwendigkeit der Etablierung einer islamischen Theologie in Deutschland, die sich auch für den interreligiösen Dialog, für Toleranz und Frieden einsetzt, um auch radikalen Strömungen entgegenzuwirken.

Er erinnerte an die großen Leistungen muslimischer Gelehrter in Europa im Mittelalter, die Europa stark bereichert haben und sieht in der Etablierung der islamischen Theologie heute in Deutschland optimale Rahmenbedingungen für die Entfaltung fruchtbarer Potenziale in der islamischen Theologie. „Wir appellieren daher an alle beteiligten Akteure, dieses fruchtbare Projekt hier in Münster, dessen Leiter, Prof. Mouhanad Khorchide, sowie das junge Team am Zentrum für Islamische Theologie zu unterstützen. Sie alle bemühen sich, um die Beheimatung des Islams in der deutschen Gesellschaft.“ Prof. Dr. Azab kam extra nach Münster, um am Besuch des Bundespräsidenten, Joachim Gauck, am 28. November des ZIT teilzunehmen. Beide haben sich im Anschluss an den Besuch des Bundespräsidenten ausgetauscht. Am Nachmittag hielt Prof. Azab einen Vortrag vor den Studierenden des ZIT und war von der Begegnung mit den Studierenden sehr angetan.