Archiv für den Monat: Mai 2008

med – Das Magazin der Zweigbibliothek: Ausgabe 2-2008

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Inhalt:

– Editorial: Was wir mit Ihren Studienbeiträgen machen
– Studienbeiträge – Wo gehen sie hin?
Subito-Lieferungen wieder per Email
– DRM-Verschlüsselung ärgerlich
BioMed Central: Bibliothek übernimmt 50% der Kosten für Open Access Artikel
– LiteraturLektion1: PubMed
– Taskforce Bibliothek+Fachschaft: Interview mit Volker Frick
– News
– PubMed versus Google: Können Wissenschaftler nur Google?
– Eine Wikipedia für die Fakultät
– PubMed News
– Neuerscheinungen

Die neue Ausgabe der Bibliothekszeitung med finden Sie sowohl bei issuu (Flash, s.o.) als auch bei Miami (PDF). Die gedruckten Exemplare finden sie ab nächster Woche in der Bibliothek und im Zeitungsregal der Personalkantine. Darüber hinaus werden allen Instituten und Kliniken Exemplare zugeschickt.

Wo gehen Ihre Studienbeiträge hin?

Im Wintersemester 2007/2008 wurden an der Universität Münster erstmals Studienbeiträge erhoben. In dem neuen Heft von med – Das Magazin der Zweigbibliothek Medizin erfahren Sie, welche Maßnahmen die Universitäts­bibliothek und die Zweigbibliothek Medizin aus diesen Mitteln finanziert haben. Die Universitätsbibliothek hatte bereits eine Zusammenstellung unter dem Titel „Dorthin fließen Ihre Studienbeiträge in der ULB“ publiziert. Das Rektorat hat auf einer speziellen Webseite Angaben über die genaue Verwendung der Studienbeiträge gemacht.

Subito: 2.000 Zeitschriften wieder per Email lieferbar

Das Dekanat hat der Zweigbiblio­thek den Rücken gestärkt, so dass wir Ihnen den Subito-Service weiterhin kostenfrei anbieten können. Dies erhält seine besondere Bedeutung dadurch, dass nach und nach immer mehr Verlage ihre Zeitschriften für Email-Lieferungen freigeben (Dies nicht etwa aus Nächstenliebe oder weil man den wissenschaftlichen Autoren etwas zurückgeben möchte für die kostenlose Überlassung der Fachartikel 🙂 sondern gegen hohe Lizenzgebühren). Bei den Verlagen, deren Zeitschriften zur Zeit wieder per Email lieferbar sind, handelt es sich aus medizinischer Sicht im Wesentlichen um Thieme und Springer mit insgesamt knapp 2.000 Zeitschriften.

Angehörige der Medizinischen Fakultät dürfen also ab sofort wieder die Option „Lieferart elektronisch EMAIL“ bei Subito benutzen:

Bitte achten darauf, dass Subito nach Verlegerwillen zum ersten Mal Digital Rights Management-Techniken (DRM) zur Verhütung einer Weiternutzung der PDF-Dateien einsetzt. Dabei werden die von der Lieferbibliothek eingescannten Artikel nicht – wie bisher – direkt per Email zum Kunden geschickt, sondern zur Verschlüsselung auf einen Subito-Server hochgeladen, wo sie vom Kunden per Download-Link abgeholt werden müssen. Das einzige, was noch per Email kommt, ist also dieser Download-Link.

Der bestellte Artikel kommt als PDF-Datei, die dank DRM nur noch sehr eingeschränkt nutzbar ist:

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Durch diese DRM-Verschlüsselung entstehen eine Vielzahl von Problemen:

  • Bestellung und Abholung müssen auf ein- und demselbem Rechner erfolgen (dies wird derzeit technisch nicht verhindert)
  • man muß ein Plugin installieren, dazu braucht man u.U. Adminrechte
  • das Dokument kann nur zehnmal angesehen und einmal ausgedruckt werden
  • man braucht eine Internetverbindung, auch wenn das PDF schon abgespeichert ist
  • das PDF läßt sich nur öffnen, wenn eine Verbindung zum Permission Server von Subito besteht:

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8 Millionen Volltexte in PubMed

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Mit heutigem Datum stehen Ihnen mehr als 8 Mio. Volltextartikel in PubMed zur Verfügung – genau 8.001.567. Von diesen Artikeln stehen 2,35 Mio. frei als Open Access oder Embargo-Zeitschrift zur Verfügung, 5,65 Mio. wurden von der Zweigbibliothek Medizin lizenziert (als Universitäts- oder National-Lizenz). Insgesamt entspricht die Zahl der Volltexte ca. 45% aller PubMed-Zitate.

Zusätzlich sind hundertausende weitere Volltext-Artikel von der Bibliothek lizenziert, aber aus folgenden Gründen nicht in PubMed nachgewiesen:

  • Die Zeitschrift wird nicht von PubMed indexiert (deutschsprachige oder ältere als 1950)
  • Die Zeitschrift liefert PubMed keine Volltext-Links
  • Die Volltext-Links in PubMed zeigen auf eine nicht lizenzierte Version der Zeitschrift (NEJM)

Denken Sie also immer daran, dass Sie sich nicht nur auf den orangen Volltext-Button in PubMed verlassen können, sondern zusätzlich noch unser Zeitschriftenverzeichnis konsultieren!

WISE – Datenbank für wissenschaftliche Schriften in der Pflege

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Bei WISE handelt es sich um eine Datenbank zu wissenschaftlichen Schriften, die in der Pflege entstehen. Solche Schriften werden nicht regelmäßig in zugänglicher Form veröffentlicht, da sie in der Regel im Rahmen eines Studiums bzw. eines Postgraduierten-Programms entstehen. Es handelt sich also primär um Diplom-Arbeiten, Magister-Arbeiten, Staatsexamens-Arbeiten, Bachelor-Arbeiten, Master-Arbeiten und andere Arbeiten. Die in WISE gelisteten Arbeiten können nach verschiedenen Kriterien gesucht werden. In einer Detailanzeige werden neben allgemeinen Kriterien und Inhaltsangaben auch Standorte und Bezugsmöglichkeiten genannt.

Neuartige Angriffe überrumpeln Webanwender

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Die aktuelle c’t weist in dem Artikel Neuartige Angriffe überrumpeln Webanwender daraufhin, dass Rechner trotz Firewall und Virenscanner immer häufiger infiziert werden. Möglich machen dies neuartige Angriffe, bei denen Schad-Code auf ungesicherte Webseiten geschleust werden und von dort den Nutzer-PC mit bösartigen Java-Skripten und manipulierten Flash-Applets verseuchen. Das kann auf dubiosen Webseiten genauso passieren wie auf Amazon oder eBay.

Herkömmliche Angriffe per infizierten Mail-Anhang und Schwachstellen in Windows haben fast ausgedient. Mit ausgefeilten Tricks versuchen die Kriminellen heute Webseiten für ihre Zwecke zu missbrauchen – und zwar die, bei denen man am wenigsten mit Angriffen rechnet.

Was rät die c’t?

  1. Für FireFox sollte man das Addon NoScript installieren, das vor JavaScript warnt
  2. Für den Internet Explorer hat c’t den IEController geschrieben
  3. Generell sollte man immer mit der aktuellesten Version der gefährdeten Programme arbeiten, wie z.B. Adobe Flash, Adobe Reader, QuickTime, Java usw. Der Personal Software Inspector zeigt, wo Updates nötig sind.

Das aktuelle Heft der c’t liegt in der Leihstelle der Zweigbibliothek aus.

Neu: RefWorks erlaubt Integration von Volltexten

Mit dem Mai-Release von Refworks, dem Literaturverwaltungssystem der Universität Münster, ist es möglich, zu seinen Literaturzitaten Dokumente anzufügen. Dazu muß im 1. Schritt ein Literaturzitat (Reference) erst gespeichert werden, bevor im 2. Schritt ein Dateianhang hochgeladen werden kann (Anleitung).

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Literaturzitate mit Anhängen werden in der Kurztitelliste mit einer Büroklammer gekennzeichnet, in der Einzelansicht sieht man das attachte Dokument als Vorschaubildchen.

Man kann nun seine Volltext-Dokumente komfortabel in RefWorks ablegen und von unterwegs darauf zugreifen. RefWorks stellt jedem Uniangehörigen 100 MB Speicherplatz zur Verfügung, maximal 5 MB pro Dokument. Diese Quote kann vom lokalen RefWorks Administrator der Universitätsbibliothek auf 200 MB aufgestockt werden.