© Adrian Farwell, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=56098813

Selbstfahrer*innen Exkursionen

Die Tierökologie bietet eintägige Exkursionen an, die allein oder in der Gruppe ohne Dozent*in unternommen werden können. Einige davon sind in Münster und Umgebung, andere gut mit dem Regional- oder Fernverkehr zu erreichen. Die Selbstfahrer*innen Exkursionen sind dafür gedacht, Studierende mit fehlenden Exkursionstagen oder regelmäßiger Arbeit neben dem Studium eine flexible Organisation zu ermöglichen. Der Ablauf jeder Exkursion ist auf einem entsprechenden Beiblatt genau beschrieben. Als Nachweis sind einige Fragen in einem Exkursionsprotokoll zu beantworten, teilweise werden auch Artenlisten verlangt.  

Folgende Exkursionen werden angeboten:

Fotos

© Hilke Hollens-Kuhr

Nordsee Exkursion

Auf der Nordsee-Exkursion geht es für 3 Tage auf die Halbinsel Butjadingen. Auf einer Wattwanderung wird der Extremlebensraum Watt und dessen Bewohner genauer unter die Lupe genommen. Bei einem Besuch einer Deichschäferei werden die Funktionen und Bewirtschaftungsformen des Deiches besprochen und wer möchte kann viele Schafe streicheln 😉.   Weiterhin werden die Flora und Fauna der Salzwiesen studiert und das schwimmende Moor in Sehested, dem einzigen Außendeichsmoor der Welt, besucht.

Berlin Exkursion 

Auf dieser Exkursion werden die Studierenden eine Vielzahl neuartiger Ökosysteme und urbaner Lebensräume kennenlernen und sich genauer mit der dort vorkommenden Biodiversität beschäftigen. Ein Ziel ist, ein Verständnis dafür zu bekommen, welche Faktoren die urbane Biodiversität beeinflussen, welchen Stellenwert die städtische Artenvielfalt im Kontext der Biodiversitätskrise hat und welcher Stadtnaturschutz zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen kann. Obwohl die Exkursion einen tierökologischen Schwerpunkt hat, werden wir uns auch mit vegetationskundlichen Aspekten, der Besonderheit des Stadtklimas und mit der besonderen Stadtentwicklung und – geschichte Berlins befassen. Auch werden wir den Aspekt der Mensch-Umwelt-Beziehungen sowie verschiedene Citizen Science-Ansätze betrachten. Wir werden im Rahmen der Exkursion mit Menschen aus unterschiedlichen stadtökologischen Fachrichtungen ins Gespräch kommen und natürlich auch von Berlins kultureller Vielfalt profitieren.

Fotos

Abendstimmung und warten auf den „grünen Blitz“!
Abendstimmung und warten auf den „grünen Blitz“!
© Nadja Pernat
  • Bei einem Besuch der Vogelwarte konnte die Gruppe die Funktionsweise des Fanggartens live miterleben.
    © Nadja Pernat
  • Die Sonne spielte mit und erlaubte viele Stunden der Vogelbeobachtung, auch auf der Düne.
    © Nadja Pernat
  • Beim Abendprogramm gab es neben dem taglichen Recap der Tagessichtungen auch Mollusken- und Federbestimmungskurse.
    © Nadja Pernat
  • Eine Einführung in das Seawatching war auch mit dabei.
    © Nadja Pernat
  • Neben dem Federvieh gibt es auch andere spannende Sachen auf Helgoland, zum Beispiel die Aufzuchtstation für die Europäische Auster.
    © Nadja Pernat
  • Basstölpel gab es hautnah zu sehen, viele bebrüteten bereits Eier in ihren Nestern.
    © Fabian Karwinkel
  • © Nadja Pernat

Helgoland – Exkursion zu Basstölpel, Kegelrobbe & Co.

Zum Vogelkiek und mehr ging es für 15 Student*Innen vom 28.4. bis zum 2.5.23 auf Deutschlands einzige Hochseeinsel. Frühmorgens war bereits die Fährfahrt von Cuxhaven ein echtes Erlebnis – neben Zwergmöwen, verschiedenen Seeschwalben und Samt- und Trauerenten hatten auch einige das Glück, einen kurzen Blick auf Schweinswale zu erhaschen. Vier volle Tage wurden genutzt, um neben der einzigartigen Vogelwelt auch weitere interessante Projekte zu erkunden. So besuchte die Gruppe Austern- und Hummeraufzuchtstationen, die Robbenkolonien auf der vorgelagerten Düne und erfuhr während einer Bunkerführung mehr über die bewegte Vergangenheit der Insel. Trotz des Kontrastprogramms lag der Fokus aber auf der ornithologischen Erkundung der verschiedenen Lebensräume: ob an Klippen, im Hafenbecken, am Strand oder in der Buschlandschaft, stets gab es neue Arten zu entdecken und bekannte Spezies zu wiederholen. Höhepunkt des Programms war ein 12-stündiges Birdrace, was am Ende des Tages die „Ritter der Tafelenten“ mit 59 Arten für sich entscheiden konnten.