Human Movement in Sports and Exercise

  • Stundenplan

  • Studiengangsbeschreibung

    Der forschungsorientierte Bachelor of Science Studiengang Human Movement in Sports and Exercise ist als Erststudium mit 180 Leistungspunkten für Studierende vorgesehen, die an natur- und verhaltenswissenschaftlichen sowie medizinischen Aspekten von Sport und menschlicher Bewegung und körperlicher Aktivität interessiert sind und sich eine wissenschaftsorientierte und -basierte Tätigkeit an Universitäten, Forschungsinstitutionen und bei Sportgeräteentwicklern oder eine Tätigkeit im Bereich von Sportpolitik/-administration/-management vorstellen können, in denen sport- und bewegungsbezogene wissenschaftliche Erkenntnisse verstanden, eingeordnet, kommuniziert und möglicherweise in Maßnahmen umgesetzt werden müssen. Er besteht aus einer forschungsorientierten Ausbildung in einem sechssemestrigen Modulsystem einschließlich der Bachelorarbeit. Der Studiengang verknüpft die breite und für alle verpflichtende Vermittlung grundlegender, sportwissenschaftlich relevanter Theorien aus Disziplinen der Bewegungswissenschaft, Sportpsychologie, Sportmedizin, Neurowissenschaft, Trainingswissenschaft und der Soziologie mit individuellen Wahlmöglichkeiten

    1. im Bereich verschiedener Forschungsmethoden, die der Erforschung menschlicher Bewegung im weiten Sinne dienen 
    2. der Anwendungsfelder (Leistungssport, Präventionssport, Rehabilitationssport, in denen praktische Handlungskompetenzen nutzbar sind sowie
    3. der auf dieser Vertiefung beruhenden Wahl des Themas der Bachelorarbeit.

    Die im Studiengang zu erzielenden Lernergebnisse lassen sich in die Bereiche Wissensaneignung und Forschungsmethodenkompetenzen einteilen. Die Ausbildung hat die Ziele

    1. des Erwerbs der wissenschaftlich-theoretischen Grundlagen des sich bewegenden und sportlich handelnden Menschen und
    2. der methodischen Befähigung, diese Theorien einer empirischen Überprüfung zu unterziehen.

    Zu letzterem gehört die Umsetzung aktueller forschungsethischer, forschungspraktischer und wissenschaftskommunikativer Standards.

    Unter der Idee der Wissensaneignung erwerben die Studierenden die wissenschaftlichen Grundlagen des sich (sportlich) bewegenden Menschen: Sie kennen die physiologischen, psychologischen und sozialen Bedingungen, Voraussetzungen und Effekte körperlicher Aktivität und ihrer Veränderung. Sie wissen, wie sich motorische und kognitive Leistungen und psychische Merkmale, auch über die Lebensspanne, darstellen und durch körperliche Aktivität verändern (lassen) und wie diese quantifiziert werden können. Sie haben sich die relevanten Theorien des/r motorischen Lernens, der Entwicklung und der Kontrolle angeeignet, genauso wie integrative Theorien über Beeinflussung von Leistungsverhalten sowie die theoretischen Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität, körperlicher und kognitiver Fitness und Gesundheitsindikatoren, auch in spezifischen außerschulischen Anwendungsfeldern des Sports. Die Studierenden kennen die Anwendungsfelder des Sports vom professionellen Hochleistungssport über den Rehabilitationssport bis zum gesundheitsbezogenen Sport mit Älteren und können Theorien über den sich bewegenden Mensch auf ihre Tauglichkeit für verschiedene Anwendungsfelder hin reflektieren.

    Die zweite Leitidee, die der Vermittlung von Forschungsmethodenkompetenzen, zielt auf die Qualifikationen der Studierenden ab, zunächst das methodische Handwerkszeug kennenzulernen und im Verlauf einen Theorie-Empirie-Bezug nicht nur gedanklich, sondern auch praktisch herstellen zu können. Das Wissen über Möglichkeiten der Messung und Quantifizierung wird hier durch konkrete Anwendung in Forschungskontexten praktisch genutzt. Die Studierenden können also wissenschaftliche Methoden zur Beschreibung und Erklärung sich bewegender Menschen anwenden, die Ergebnisse kritisch bewerten und in angemessener Form kommunizieren. Dazu gehört auch die Entwicklung von Forschungsdesigns, die praktische Einhaltung von ethischen Forschungsstandards, die Datenerhebung, -bereinigung, -auswertung, -interpretation sowie mündlicher oder schriftlicher Kommunikation der Forschungsergebnisse.

    In weiteren Modulen wird  folgerichtig besonderer Wert auf die Theorie-Empirie-Integration (3. Leitidee) von theoretischem und methodischem Denken und Handeln gelegt. Hier sollen die Studierenden an theoriegeleitetes Forschen herangeführt werden und ihr erworbenes „Rüstzeug“ anwenden. Die Dozierenden haben in diesen späteren Modulen stärker „Zeigefunktion“ denn anweisend-anleitende Funktion, um selbständige Forschung zu motivieren: Hier entwickeln die Studierenden ihre Fragestellungen, planen Design, Erhebung und Auswertung der Daten und präsentieren und dokumentieren ihre Befunde kritisch und sorgfältig.

    Der vorliegende Studiengang richtet sich auch an internationale Studierende und soll zudem der international wichtigsten Wissenschaftssprache Rechnung tragen, daher wird der Studiengang zu 80-90% in englischer Sprache abgehalten.

    Das Semester 5 steht komplett als Mobilitätsfenster für einen möglichen Auslandsaufenthalt offen, ggf. können Zeiten des Semesters 6 ebenso noch dazu verwendet werden. Dabei kann und soll die Vorbereitung der Bachelorarbeit eine entscheidende Rolle spielen und den Studierenden Anknüpfungspunkte an internationale Forschungsgruppen ermöglichen.

    Im Rahmen des Studienganges wird an verschiedenen Stellen eine Befähigung zur bürgerschaftlichen Teilhabe und zur Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden gewährleistet. Die besondere Berücksichtigung gesellschaftlicher und ethischer Dimensionen findet zwei Modulen statt. Ein Modul befasst sich thematisch speziell mit Gender- und Diversity-Kompetenzen. Dort werden die Studierenden spezielle Kompetenzen im Bereich von Geschlechts- und Diversitätsphänomenen erlangen, die sie kritisch, beispielsweise bei der Implementation von sportpolitischen Fragestellungen oder der Erstellung von Sportprogrammen, reflektieren und umsetzen werden. Im Modul Datenerhebung und Datenanalyse) werden speziell ethische Gesichtspunkte durch das Basis-Pflichtseminar „Ethical Issues in Research“ berücksichtigt.

    Darüber hinaus werden in zwei Modulen praktische und theoretische Erfahrungen im Sporttreiben gemacht, die grundsätzlich die Befähigung zur bürgerschaftlichen Teilhabe unterstützen. Die Studierenden lernen fundamentale Grundsätze im Aufbau, der Durchführung und Auswertung mit Gruppen in verschiedenen Anwendungsfeldern. Zu den Anwendungsfeldern gehören u.a. auch Patientengruppen in Prävention und Rehabilitation. Schließlich tragen sowohl das themen-bezogene Praktikum, das wissenschaftliche Praktikum und das Modul Supervision und Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden bei.

  • Employability

    Beschäftigungsfähigkeit, Berufsfelder und Berufschancen

    Bei dem Studiengang „Human Movement in Sports and Exercise (HuMSE)“ handelt es sich um einen grundsätzlich forschungsorientierten Studiengang, der die Analyse von menschlicher Bewegung und sportlich-körperlicher Aktivität in unterschiedlichen Settings in den Vordergrund stellt und der somit für Tätigkeitsfelder qualifizieren soll, in denen die Erforschung der menschlichen Bewegung, der körperlichen Aktivität und Leistungsfähigkeit von Bedeutung ist. Die Forschungsergebnisse müssen zudem in ihrer Aussagekraft eingeordnet und verstanden, kommuniziert, präsentiert, aber auch anwendungsbezogen umgesetzt werden können. All diese Kompetenzen werden im Studiengang in den verschiedenen Modulen adressiert.

    Da es sich um einen neuen Studiengang handelt, kann hinsichtlich der beruflichen Perspektiven noch nicht auf konkrete Daten und/oder Erfahrungen zu ersten Beschäftigungsverhältnissen zurückgegriffen werden. Aufgrund der Interdisziplinarität der Studiengangs und den unspezifischen nationalen und internationalen Stellenausschreibungen, die nicht mehr konkrete Berufsbilder ansprechen, sondern ein eigenes, spezielles Portfolio von Fähigkeiten voraussetzen, welche die/der Bewerber_in mitzubringen hat, wird im Studium die eigene, individuelle Profilbildung gefördert.

    Die eigene Profilierung wird bereits durch die fachwissenschaftliche, interdisziplinäre Ausbildung angebahnt, aber auch durch spezielle Module (M7: „Internship in Sport and Exercise Organizations“;  M13: „Scientific Internship“; M14: „Supervision and Coaching“) und in den in diesen Modulen  angelegten Seminaren wie zum Beispiel „Preparation ans Retrospection“ flankiert. An letztgenanntes Seminar schließen sich beispielsweise  ressourcen-orientierte Reflexionsgespräche hinsichtlich des eigenen Profils mit jedem einzelnen Studierenden an. Eigene Stärken und Neigungen werden herausgearbeitet, die eigene Biografie wird schriftlich fixiert. Verdeutlicht werden muss den Studierenden jedoch auch, dass das Bewerten eigener Fähigkeiten und Neigungen, das Erstellen einer individuellen Studienqualifikation und deren Abgleich mit den Anforderungen des Arbeitsmarkts in der jeweiligen Selbstverantwortung liegt, wenngleich dieser Prozess durch den jeweiligen Seminarleiter begleitet und unterstützt wird.

    Werden für das angestrebte Berufsfeld weitere Qualifikationen benötigt (z.B. Volontariat in wissenschaftlichen Verlagen, weitere Praktika, zusätzliche Zertififkate etc.) können die Studierenden zur Vorbereitung auch auf Leistungen des Career-Service zurückgreifen, der auch ein Seminar innerhalb des Studiengangs anbietet („Employability I“,  nach Angebot des Career Service in Modul 14). Die Eigenverantwortung des Studierenden für die Erstellung seines eigenen Profils wird als wichtiger Bestandteil zum Erwerb der Beschäftigungsfähigkeit angesehen, was auch deutlich von den Lehrenden kommuniziert wird.