EXC 2060 A3-39 - Visuelle Stereotypisierung religiöser Gruppen in den kolonialzeitlichen Philippinen

Projektzeitraum
Projektstatus
laufend
Mittelgeber
DFG - Exzellenzcluster
Förderkennzeichen
EXC 2060/1
  • Beschreibung

    Teilprojekt „Visuelle Stereotypisierung religiöser Gruppen auf den kolonialzeitlichen Philippinen“ unter Leitung von Prof. Dr. Sarah Albiez-Wieck


    1. Forschungsgegenstand und Ausgangsfragestellung

    Das Teilprojekt des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ beschäftigt sich mit der visuellen (Stereo-)Typisierung von Menschen verschiedener Religionen auf den Philippinen. Es fragt, wie Religion als Marker sozialer Differenz (Hirschhauer 2014), Othering (Fabian 2014, Thomas-Olalde und Velho 2012) und Zugehörigkeit (Anthias 2006, Brockmeyer 2016) in visuellen Darstellungen, vornehmlich sogenannten „Volkstypen“ (Justnik 2012), dargestellt wird. Dabei wird die sich wandelnde Rolle von Religion in einem Geflecht intersektionaler Differenz mit in den Blick genommen, d.h. ihre Wechselwirkung mit Kategorisierungen wie Gender, Stand/Klasse, Ethnizität, Beruf und Alter analysiert.

    Zur Einordnung der Fragestellung wird im Folgenden kurz der historische Kontext erläutert. Die Philippinen waren von 1565 bis 1898 spanische Kolonie, nur um kurz darauf unter US-amerikanische Kolonialherrschaft zu gelangen, die, nach einer zwischenzeitlichen japanischen Okkupation, bis 1946 andauerte. Eine Wahrnehmung des philippinischen Archipels mit weit über 7000 Inseln als Einheit begann dabei erst nach und nach durch den spanischen Kolonialismus. Zum Zeitpunkt der ersten Ankunft der Spanier unter Legazpi 1565 waren auf weiten Teilen des Archipels verschiedene animistische Religionen verbreitet. Gleichzeitig befand sich der seit dem 13. Jahrhundert eingeführte Islam auf dem Vormarsch. Von Seiten der konkurrierenden Sultanate von Sulu (Philippinen) und Brunei (Borneo) gab es eine aktive Missionierungs- und Expansionspolitik auf den Philippinen (Abinales und Amoroso 2005, 50). Gleichzeitig gab es seit dem 10. Jahrhundert aktive Beziehungen zu China und damit zum Buddhismus und Taoismus. Bereits vor Ankunft der Spanier gab es in Manila (vormals Maynilad) ansässige Chinesen, die als sangleyes bezeichnet wurden (Chu 2010, 54).

    Ab der Eroberung Manilas/Maynilads durch Legazpi 1571 begann die spanische Krone eine Politik der aktiven Restrukturierung und Zentralisierung der Philippinen sowohl in Bezug auf den Asienhandel als auch auf die interne politische Organisation. Sie versuchten das gesamte Archipel unter eine einzige politische und religiöse Verwaltung zu bringen. Die Orden der Augustiner, Franziskaner, Jesuiten, Dominikaner und Augustiner-Rekollekten waren zuständig für die „spirituelle Eroberung“, die conquista espiritual. Da das „Recht“ der spanischen Krone auf die Philippinen durch den Papst unter der Bedingung der Christianisierung verliehen worden war, waren die Orden offizielle Vertreter der Krone, die den verschiedenen Teilen des Archipels zugeordnet waren.

    Allein die Kontrolle über Luzon zu erlangen, dauerte Jahrzehnte und der Anspruch auf die Molukken konnte nur während der Personalunion mit der portugiesischen Krone von 1580-1640 durchgesetzt werden. Mindanao mit dem Sultanat von Sulu wurde erst gegen Ende der spanischen Kolonialherrschaft und nur teilweise unter die Kontrolle der spanischen Krone gebracht (Abinales und Amoroso 2005, 50-51). Die Muslime auf den Philippinen wurden von den Spaniern, analog zu den 1492 nach Ende der Reconquista aus Spanien vertriebenen Arabern, als moros, als Mauren bezeichnet. Damit wurde der Kampf gegen die Sultanate von Sulu und Brunei in eine Linie mit der angeblich rechtmäßigen Bekämpfung des Islams und der vor Jahrhunderten in Spanien begonnenen Ausbreitung des Christentums gebracht. Allerdings hat neuere Forschung (Seijas 2020) gezeigt, dass diese Argumentation in Zweifel gezogen werden sollte, da die Legitimierung der Versklavung der Muslime und die relative militärische Schwäche der spanischen Krone auf den Philippinen gegenüber der Niederländischen Ostindienkompanie und dem Sultanat von Brunei eine mindestens ebenso große Rolle spielte.

    Gleichzeitig wuchs die Sangley-Bevölkerung unter spanischer Herrschaft bedeutsam an; insbesondere in der Hauptstadt Manila und deren Umgebung. Die meisten arbeiteten als Händler, Handwerker und Bedienteste (Tan 1986: 143) und stellten eine wirtschaftlich und demografisch bedeutende Bevölkerungsgruppe war. Trotz hoher Besteuerung, verschiedener Massaker (insbesondere im 17. Jahrhundert) und Versuchen der Beschränkung der Immigration sowie der Zwangskonvertierung gab es nie eine auch nur annähernd vollständige Konversion der sangleyes und ihre Stellung nach der Konversion war Gegenstand fortlaufender Aushandlungsprozesse (Albiez-Wieck 2021). Neben der chinesischen Diaspora gab es auch weitere asiatische Migrantengruppen anderer Religionen, die demografisch weit weniger bedeutsam waren, etwa aus Indien oder Japan (Sawamura 2020a).

    Obwohl im spanischen Weltreich die Ausbreitung des Christentums ein zentrales Ziel und die Legitimationsgrundlage schlechthin darstellte (u.a. Münkler 2010, 10), wurde die Christianisierung auf den Philippinen, gerade im Vergleich zu Amerika, also deutlich weniger umfassend durchgesetzt. Während der gesamten spanischen, aber auch während der US-amerikanischen Kolonialherrschaft waren die Philippinen eine multireligiöse, multilinguistische und multiethnische Gesellschaft, die dauerhaft in globale Verflechtungsprozesse, etwa bezüglich Handel und Migration eingebunden war.

    Auch während dem US-amerikanischen Imperialismus auf den Philippinen spielte religiöse Differenz, verschränkt mit Rassifizierung weiterhin eine wichtige Rolle, die eng mit der „Zivilisierungs“-mission verknüpft war. Ziel war es, die christliche und nicht-christliche Bevölkerung der Philippinen zu einer christlichen philippinischen Nation zu vereinheitlichen, wobei Bildung eine wichtige Rolle spielen sollte (Barreto Velásquez 2010, 203-239; Abinales und Amoroso 2005, 188). Dean Worcester, der Secretary of the Interior der Philippinen ließ bei seiner umfangreichen „Erforschung“ der philippinischen Bevölkerung den sogenannten „Non-Christian Tribes“ (Worcester 1914, 660) eine besondere Aufmerksamkeit zukommen, und auf seinen Tausenden von Fotos wurden sie besonders häufig abgebildet (Rice 2014, Rohde-Enslin 1999, Worcester 1914 und ohne Datum). Worcester interessierte sich dabei vor allem für Anhänger animistischer Religion auf Luzon und Negros. Doch auch die koloniale Eroberung und Erschließung des islamischen Südens der Philippinen stellt ein besonders interessantes Feld für die Erforschung interreligiöser Dynamiken während der US-Kolonialzeit dar; ein Feld das teilweise von Charbonneau (2020) in der jüngeren Vergangenheit analysiert worden ist.

    Wie Stoler und McGranahan (2017) sowie andere Empire-Forscher*innen (u.a. Barkey 2008, Bethencourt 2021, Albiez-Wieck 2022) herausgestellt haben, ist die Produktion und Organisation von Differenz ein zentraler Faktor imperialer Politik; wobei das Interesse, die Politiken und die Praktiken des „doing difference“ (Hirschhauer 2014) je nach Kolonialreich stark variieren.

    Das Teilprojekt widmet sich einem Teilaspekt dieses kolonialen Prozesses des „doing difference“, und zwar der visuellen Darstellung der kolonialen Gesellschaftsgruppen in Typen. Typen (auch Volkstypen genannt) sind Porträts von Menschen, die nicht bestimmte Individuen mit Namen darstellen sollten (obwohl sie natürlich Repräsentationen von Individuen waren), sondern eine bestimmte Bevölkerungsgruppe (Justnik 2020, 5). Ein Typus würde also typischerweise einen bestimmten Beruf, eine religiöse, kulturelle, ethnische oder rassifizierte Gruppe repräsentieren. Geschlecht und Alter sind dabei in der Regel Querschnittskategorien. Wie Burke (2001, 138, eigene Übersetzung) es ausdrückt, konzentrierten sich die Autoren oder Fotografen von Typen "im Allgemeinen auf Merkmale, die sie für typisch hielten, und reduzierten einzelne Menschen auf Exemplare von Typen, die wie Schmetterlinge in Alben ausgestellt werden sollten. Sie produzierten das, was Sander Gilman 'Bilder der Differenz' nennt". Anthropometrische Typen wurden typischerweise von nicht-europäischen, indigenen oder afrikanischstämmigen Personen erstellt (Hight und Sampson 2002, 3).

    Neben der Fremdzuschreibung, dem Othering und dem „doing difference“ soll aber auch Selbstzuschreibung und Zugehörigkeit sowie Zusammengehörigkeit (Belonging) mit in den Blick genommen werden. Dabei stellt sich die Frage, in welcher Form sich diese auch in stereotypen Darstellungen äußern kann und inwiefern sie durch diese beeinflusst wurde. Hier spielt also die lokale Rezeption der Typen eine wichtige Rolle.


    2. Stand der Forschung und Vorarbeiten der Projektleiterin

    Während der Prozess der Christianisierung auf den Philippinen (z.B. Díez Muñiz 2001, Delgado 2002, Inarejos 2013, Atlić 2019, Blanco 2009), die militärischen Auseinandersetzungen mit den sogenannten Mauren (moros) (z.B. Seijas 2020, Charbonneau 2020), die Stellung der sangley-Bevölkerung (z.B.  Tan 1986, Chu 2002, 2010, Sawamura 2020b) und auch die spanische (z.B. Alonso Álvarez 1998, Elizalde Pérez Grueso 2002, Crailshaim 2016, Hsieh 2017, Perez Zamarripa 2021) sowie US-amerikanische Kolonialherrschaft insgesamt (z.B. Barreto Velásquez 2010, Charbonneau 2020) bereits einige Aufmerksamkeit in der Forschung erfahren haben, steckt sowohl eine Visual History der Philippinen als auch die Auseinandersetzung mit der bildlichen Darstellung verschiedener religiöser Gruppen noch in den Anfängen (Aloysius 2008, 2). Hervorzuheben sind bezüglich der rassifizierenden und stereotypen visuellen Darstellungen in der Fotografie die Arbeiten von Mark Rice (z.B. 2014, siehe auch Rohde-Enslin 1999) zu den Fotografien Dean Worcesters, die sich aber vor allem auf die Darstellung der indigenen Filipino-Bevölkerung konzentrieren. Holt (2002) analysiert unter der Gender-Perspektive die Darstellungen von Filipinas in westlicher Historiografie des 19. Jahrhunderts, und beschäftigt sich dabei auch mit fotografischen Darstellungen.

    Die Projektleiterin hat sich in ihrer Habilitation (Albiez-Wieck 2022) sowie verschiedenen weiteren Arbeiten (z.B. Albiez-Wieck 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2020) intensiv mit Prozessen von Othering, Kategorisierung und Belonging auseinandergesetzt. Ihr Hauptfokus lag dabei auf dem vorspanischen taraskischen Reich in Westmexiko und auf dem kolonialzeitlichen Hispanoamerika. In jüngerer Vergangenheit hat sie jedoch auch begonnen, sich mit vergleichbaren Prozessen auf den Philippinen unter spanischer Herrschaft (Albiez-Wieck 2021) auseinanderzusetzen.

    Anfang 2022 hat sie ein Forschungsprojekt begonnen, in dem sie die Zirkulation visueller Typen auf den Philippinen, in Mexiko und in Peru im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert untersucht und hierfür erste Archivstudien durchgeführt.

    Gemeinsam mit dem/der Doktorand*in des Teilprojekt sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Auswirkungen der (Stereo-)Typisierung in verschiedenen Machtstrukturen herausgearbeitet werden; seien es spanischer und US-amerikanischer Kolonialismus oder säkuläre und religiöse Verwaltungs- und Herrschaftsstrukturen.


    3. Ziele und Arbeitsprogramm (einschl. Quellen und Methoden)

    Während Untersuchungsgegenstand und Fragestellung wie oben unter 1. skizziert festgelegt sind, und der Fokus auf jeden Fall auf der Visualisierung von religiösem Othering liegt, gibt es bei der genauen Wahl der Quellen und dem Untersuchungszeitraum Spielraum. Dies soll in Absprache mit dem/der Doktorand*in und entsprechend ihrer/seiner Vorkenntnisse und sprachlichen Kompetenzen festgelegt werden.

    Die Bandbreite möglicher Quellen reicht dabei vom Boxer Codex aus dem Jahr 1590 (der allerdings schon recht gut untersucht ist, vgl. z.B. Souza and Turtley 2016, Hsieh 2017 und Crossley 2014) über Aquarelle und Zeichnungen von Volkstypen lokaler Künstler wie Lozano (1847) und in ethnografischen Abhandlungen und Reiseberichten des 19. Jahrhundert (z.B. Meyer und Schadenberg 1891, la Gironière 1855, Jagor 1873), bis hin zu Fotografien aus der US-Kolonialzeit, die rund um den oben erwähnten Dean Worcester und das ihm unterstellte Bureau of Science entstanden. Auch Fotografien philippinischer Fotograf*innen des 19. und 20. Jahrhunderts (beispielsweise Félix Laureano, vgl. Laureano 1895) stellen einen möglichen Analysegegenstand dar; ebenso wie die zahlreichen Fotografien in Missionszeitschriften, etwa für das deutsche Kolonialreich, die in jüngerer Vergangenheit in den Fokus der Forschung gerückt sind (z.B. Becker, Nebgen und Stornig 2019).

    Die Analyse der Bildzeugnisse folgt dem von Paul (2006, 2009) skizzierten breiten Programm einer Visual History laut derer „Bilder sowohl als Abbildung als auch als Bildakte“ (im Sinne von Bredekamp (2004)) behandelt werden und laut der

    Bilder über ihre zeichenhafte Abbildhaftigkeit hinaus als Medien … untersuch[t werden], die Sehweisen konditionieren, Wahrnehmungsmuster prägen, historische Deutungsweisen transportieren und die ästhetische Beziehung historischer Subjekte zu ihrer sozialen und politischen Wirklichkeit organisieren (Paul 2006, S. 26).

    Die Visual History ist dabei eher als Methoden-Mix zu verstehen, die mit dem Ziel kombiniert werden, den „komplexen Zusammenhang von Bildstruktur, -produktion, -distribution, -rezeption und Traditionsbildung zu bearbeiten“ (Paul 2006, S. 27). Auch wenn in diesem Zusammenhang Elemente der formalen Bildanalyse im Sinne der historischen Bildkunde (Wohlfeil 1991) Anwendung finden sollen, um zu zeigen wie religiöses Othering in den jeweiligen Bildkompositionen visuell konstruiert wird und welche wiederkehrenden Symbole und Elemente Anwendung finden, soll der Fokus der Analyse auf der Produktion, Distribution und Rezeption der Bilder liegen. Aus diesem Grund sind die sprachlichen Kompetenzen, insbesondere im Spanischen und Englischen aber ggf. auch in lokalen Sprachen wie Tagalog des/der Doktorand*in zentral bei der Analyse, da die die Bilder umgebenden Texte Teil der Untersuchung sind sowie Texte über die Bilder.

    Je nach genauer Quellenauswahl sind daher einführend Studien zu den üblichen Publikationswegen und -medien der Bildquellen nötig, seien es Reiseberichte, Missionszeitschriften, (pseudo-)wissenschaftliche Publikationen, Cartes de visites, Postkarten oder eine Kombination aus mehreren Publikationswegen mit jeweils eigener Rezeptionsgeschichte. Letzteres hat Justnik (2012) beispielhaft für eine Fotografie mit zwei Huzulen und einem Juden aus dem Habsburgerreich in der Sammlung des Volkskundemuseums Wien durchgeführt; mehrere Versionen dieser Fotografie sind dabei jeweils unterschiedlich manipuliert und mit divergierenden Bildunterschriften versehen in unterschiedlichen Publikationen und Formaten dargestellt. Eine ähnliche Analyse mit starkem Fokus auf den Bildrückseiten und Bildunterschriften hat Tauber (2019) für hawaiianische Porträtfotografien aus dem Museum fünf Kontinente in München durchgeführt.

    Im Sinne von Poole (2021, S. 8) werden die Bilder im Teilprojekt als “visuelle Ökonomien” (visual economies) verstanden, die als Teil einer umfassenden Organisation von Menschen, Ideen und Objekten gesehen werden. Dabei soll nicht nur die repräsentative Funktion bzw. der Inhalt der kolonialen Bilder untersucht werden; ein besonderes Interesse wird zusätzlich dem  Tauschwert der Bilder gelten, der in engem Zusammenhang mit der Rolle der Fotoarchive zu sehen ist (Poole 2021, S. 11). Es wird also gefragt, wer die Bilder für wen produziert, wer sie für welchen Wert tauscht oder verkauft, wer sie betrachtet und sammelt und insbesondere welche Rolle religiöse Institutionen dabei spielen; letzteres untersuchen mehrere Beiträge in einem Sammelband von Stornig und Becker (2018) über menschliche Darstellungen vorrangig in deutschsprachigen Missionszeitschriften. Der verstärkte Fokus auf diese Prozesse, insbesondere auch auf die Zugänglichkeit der Bilder und die Rolle von Sammlern und Archiven, ist ebenfalls ein zentrales Anliegen post- bzw. dekolonialer Ansätze in der Bildanalyse, wie etwa Junge (2021), Ouwehand, Supartono und Junge (2021) diskutiert haben; wobei sich auch die Frage der Reproduktion von Stereotypen innerhalb wissenschaftlicher Publikationen und Ausstellungen stellt (Reyes et al. 2022), die in dem Teilprojekt eher am Rande diskutiert werden sollen.

    Dies soll kurz anhand des Beispiels der Fotografien von Dean Worcester, dem Secretary of the Interior der Philippinen illustriert werden. Dean Worcester und sein Bureau of Non-Christian Tribes und sein Bureau of Science erstellten über 5000 Negative der philippinischen Bevölkerung. Neben der Art der Darstellung verschiedener religiöser Gruppierungen lässt sich hier gut untersuchen, welche der Fotografien Worcester für seine zahlreichen Publikationen und Vorträge auswählte und welches Publikum diese Vorträge und Publikationen rezipierte. Einen Teil dieser Fragen haben Rice (2014) und Rohde-Enslin (1999) für Teile der Sammlung im UMMA Archiv in Ann Arbor und im Fotoarchiv des Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln bereits teilweise beantwortet. Im Archiv des Rautenstrauch-Joest-Museums finden sich weitere, bislang nur bedingt ausgewertete Dokumente, wie etwa die Korrespondenz zwischen Worcester und Küppers-Loosen, dem Käufer der Fotografien, die auch eine Preisliste enthält (Küppers-Loosen 13.09.1906). Der/die Doktorand*in soll analoge Fragen an einen von ihm/ihr in Zusammenarbeit mit der Projektleiterin zu definierenden Bildkorpus stellen.

    Um den zu untersuchenden Quellenkorpus festzulegen, kann für Fotografien aus der US-Zeit auf einige wenige Kataloge zurückgegriffen werden, die Bilder mehrerer oder einzelner Fotografen enthalten (Best 1998; Aguilar-Cariño 1994). Wichtiger noch ist die Filipinas Heritage Library (https://www.filipinaslibrary.org.ph/), eine online zugängliche Datenbank, die Digitalisate zahlreicher Bilder, insbesondere kolonialer Fotografien aber auch Schriften, inkl. Periodika von Missionaren enthält.

    Sowohl der Boxer Codex (Souza und Turley 2016) als auch die meisten kolonialen Reiseberichte und monografischen, illustrierten Arbeiten von Autoren und Fotografen unterschiedlicher Herkunft und Konfession sind veröffentlicht und meist auch digital zugänglich, etwa die Werke von Murillo Velarde (1749), Jagor (1873), Laureano (1895) oder dem bereits erwähnten Worcester (1914).  In jedem Fall müssen ergänzende Archivstudien durchgeführt werden um insbesondere die Fragen der Produktion und Rezeption adressieren zu können.

    Je nach genauer Auswahl des Quellenkorpus finden die Forschungsaufenthalte neben Archiven und Sammlungen auf den Philippinen auch in Spanien oder den USA und ggf. auch in Deutschland statt. Mindestens 4 Monate Archivrecherche sind vorgesehen.

    Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass das Projekt die Rolle von Religion im Spannungsfeld von Kategorisierung und Zugehörigkeit in kolonialen Kontexten auf den Philippinen untersucht. Dabei spielt die Analyse von Projekten der „Zivilisierung“ und Missionierung eine wichtige Rolle um sozioökonomische und interreligiöse Dynamiken zu verstehen, ebenso wie die Funktionsweise visueller Repräsentationen in diesem Kontext.

    Das Arbeitsprogramm der/des Doktorand*in könnte folgendermaßen aussehen:

    • Monat 1-6 – Lektüre und Quellenauswahl
    • Monat 7 – Archivaufenthalt auf den Philippinen
    • Monat 8-12 – Erste Auswertung und weitere Lektüre, Schärfung der Fragestellung
    • Monat 13 – Archivaufenthalt in den USA oder Spanien
    • Monat 14-19 – Auswertung, Verfassen erstes Kapitel, Vorstellen auf Tagung
    • Monat 20-24 – ggf. weiterer Archivaufenthalt, weitere Lektüre
    • Monat 25 – 30 – Verfassen weiterer Kapitel, Austausch mit Fachkolleg*innen, vertiefte Analyse der Quellen
    • Monat 31-35 – Verfassen der restlichen Arbeit
    • Monat 36 – Endredaktion und Endlayout der Dissertation, Einreichung des Manuskripts, falls Abgabe früher möglich auch schon Verteidigung

    4. Literaturverzeichnis

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