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Wie Europa Indien sah

Audio Fluechter

Prof. Dr. Antje Flüchter

© bhe

Über die europäische Wahrnehmung von Indien zu verschiedenen Zeiten und die damit einhergehende Vorstellung vom Westens als Zukunft der Welt hat die Historikerin Prof. Dr. Antje Flüchter aus Bielefeld zum Abschluss der Ringvorlesung „Zukunftsvisionen zwischen Apokalypse und Utopie“ des Exzellenzclusters gesprochen. Sie legte dar, wie verschiedene „Zeitregime“, also die Art wie Zeit – das Zusammenspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – verstanden wird, die Weltdeutung allgemein und eben auch das europäische Bild des indischen Mogulreichs strukturierten.

Vortrag „Indien im ‚Warteraum der Geschichte‘? Wie der Westen zur Zukunft der Welt wurde“

In der Ringvorlesung, die im Wintersemester 2014/15 das Habilitandenkolleg des Exzellenzclusters „Religion und Politik“organisiert, kommen Vertreter verschiedener Fächer zu Wort: aus der Geschichts-, Rechts- und Politikwissenschaft, Germanistik, Philosophie, Theologie, Archäologie, Ägyptologie und Musikwissenschaft. Die Reihe widmet sich der Geschichte apokalyptischen und utopischen Denkens von der Antike bis heute und untersucht, wie religiöse und politische Elemente in Zukunftsvisionen verwoben sind. Die Themen der Vorträge reichen von prophetischen Texten aus dem antiken Ägypten über geschichtsphilosophische Zukunftsentwürfe und Richard Wagners „Kunstwerk der Zukunft“ bis zum utopischen Frauenbild spanischer Faschistinnen.

Mehr Informationen zum Vortrag vom 27. Januar 2015 finden sich auf der Website des Exzellenzclusters. Journalisten können sich bei Interesse an sendefähigen O-Tönen an das Zentrum für Wissenschaftskommunikation unter der Telefonnummer +49 251/83-23376 oder per E-Mail an religionundpolitik@uni-muenster.de wenden.