Sufismus in der Türkei

Dissertation über die Sozial- und Ideengeschichte der osmanischen Gemeinschaft der Melâmiyye

Buchcover
© Ergon Verlag

Mit der im 19. Jahrhundert entstandenen osmanischen Sufi-Gemeinschaft der Melâmiyye befasst sich die jüngst im Ergon Verlag erschienene Dissertation des Islamwissenschaftlers Cüneyd Yildirim. Sie entstand am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ unter der Leitung des Islamwissenschaftlers Prof. Dr. Marco Schöller und wurde unter dem Titel „Die Melamiyye von Rumelien. Sozial- und Ideengeschichte einer Sufi-Gemeinschaft“ veröffentlicht.

In der Studie zeichnet Yildirim die Geschichte einer Glaubensgruppe nach, für die die Modernisierung eine Daseinskrise bedeutete, welche sie mithilfe ekstatischer Mittel und imaginierter Selbsterhöhung zu bewältigen suchte. Ausgehend von den Texten herausragender Melâmîs sowie der frühesten Rezipienten wird hier Sozial- und Ideengeschichte auf eine Weise kombiniert, die den Blick auf die allgemeine Situation des Sufismus in der Türkei zu Beginn der Ära Atatürk freigibt. (Ergon/sca)

Hinweis: Yildirim, Cüneyd: Die Melamiyye von Rumelien. Sozial- und Ideengeschichte einer Sufi-Gemeinschaft (Kultur, Recht und Politik in Muslimischen Gesellschaften, Bd. 41), Baden-Baden: Ergon Verlag 2019.