Ramadan als spirituelle Reise

Erläuterungen des Theologen Mouhanad Khorchide zum islamischen Fastenmonat

Khorchide

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

© upm/Grewer

Zum Beginn des Ramadans hat der islamische Theologe Prof. Dr. Mouhanad Khorchide vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ in Interviews Hintergründe des Fastenmonats der Muslime erläutert. „Wir verzichten vom Tagesanbruch bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Das eigentliche Fasten ist, eine spirituelle Reise zu machen“, so der Wissenschaftler im Radiointerview der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

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Audio-Interview mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

„Wir nehmen eine Auszeit und ziehen uns etwas vom Leben zurück, um nach anderen Werten zu suchen und uns zu reflektieren“, so Prof. Khorchide. In diesem Jahr falle das Fasten vielen besonders schwer, weil der Ramadan mitten im Sommer liege und die Tage in Europa sehr lang seien. Muslime könnten sich daher auch an einem islamischen Land orientieren und nur bis 18.30 Uhr fasten. „Ältere und kranke Menschen dürfen ohnehin nicht fasten.“ Das gelte auch für Jüngere, die durch das Fasten gefährdet seien. Der Ramadan endet am 18. August mit dem Zuckerfest. Das berechnet sich nach dem islamischen Mondkalender, wie Prof. Khorchide erläuterte. (vvm)