„Gefährten des Satans“

Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal spricht über die Darstellung von Roma in der Literatur der Frühen Neuzeit

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Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal

© Universität Bielefeld

Welche Gründe für die Diskriminierung der Roma eine Rolle spielten, zeigt Bogdal anhand von literarischen Beispielen. So lässt sich laut dem Experten in vielen Werken der frühen Neuzeit ein tiefes Misstrauen der Kirche gegenüber der „Andersartigkeit“ von Roma erkennen – etwa aufgrund ihres fremden Aussehens oder des Vorwurfs, sie würden magische Praktiken ausüben. Wie dies sich in der Literatur auch auf die Meinung der Mehrheitsbevölkerung gegenüber Roma auswirkte und auf welche Weise religiöse, sozial- und sicherheitspolitische Gründe dabei verschmolzen und zu Diffamierung und Ausgrenzung führten, will der Wissenschaftler in Münster erläutern.

Der Vortrag beginnt heute um 16.15 Uhr. Bogdal spricht in Hörsaal J12 im Hauptgebäude des Exzellenzclusters, Johannisstraße 1-4. Der Literaturwissenschaftler ist auf Einladung der Germanistin Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf zu Gast in Münster. Wagner-Egelhaaf leitet am Cluster das Projekt B10 „Autorschaft als Skandal“. (han)