Islamic Banking

Podiumsdiskussion über aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland

News Workshop Islamic Banking

Programmflyer des Workshops "Islamic Banking in Deutschland?"

© wikipedia und stock.xchng.hu (Montage)

Aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen für Islamic Banking in Deutschland sind das Thema einer Podiumsdiskussion des Münsteraner Exzellenzclusters „Religion und Politik“ am Bankenstandort Frankfurt. In die Diskussion von Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft fließen bisherige Erfahrungen aus Großbritannien, Frankreich und Luxemburg ein. Die Tagung mit dem Titel „Islamic Banking in Deutschland?“ findet am 11. Juni im Literaturhaus Frankfurt statt. Um eine Anmeldung per E-Mail wird gebeten.

Während das kanonische Zinsverbot in den westlichen Volkswirtschaften seit mehreren Jahrhunderten überwunden ist, spielt das koranische Zinsverbot (riba-Verbot) nicht nur in arabisch geprägten Staaten eine wachsende Rolle. In den letzten 30 bis 40 Jahren hat sich daraus ein eigenständiger Sektor innerhalb der globalen Bankwirtschaft entwickelt, das sogenannte Islamic Banking beziehungsweise Islamic Finance. Das Interesse von Wirtschaft und Medien an diesem stetig wachsenden Finanzsektor verdeutlicht, dass Islamic Banking in Zukunft auch in Deutschland an Bedeutung gewinnen dürfte. Diese Annahme lassen auch erste Erfahrungen mit börsenfähigen islamkonformen Produkten in Deutschland zu. Allerdings stellen sich im Zusammenhang mit Islamic Finance viele zum Teil weitgehend unbeleuchtete rechtliche Fragen.

In der öffentlichen Veranstaltung diskutieren Experten aus Wissenschaft und Praxis die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen für Islamic Banking in Deutschland. Dabei fließen Erfahrungen aus Großbritannien, Frankreich und Luxemburg in die Diskussion ein. Die Podiumsdiskussion richtet sich an alle Interessierten.

Veranstalter ist Prof. Dr. Matthias Casper vom Institut für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Er leitet am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ das Forschungsprojekt A14 Religiös motivierte Geldanlage: Vom Zinsverbot bis Islamic Finance. (bhe)

Programm

Freitag, 11. Juni
15:00–15:10
Prof. Dr. Matthias Casper, Dipl.-Ök. (Direktor des Instituts für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht)
Begrüßung
15:10–15:40
Jürgen Dreymann (Director, International Policy Aff airs, BaFin, Bonn)
Aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen für Islamic Finance in Deutschland und internationale Zusammenarbeit mit ausländischen Finanzaufsichtsbehörden, die islamische Banken beaufsichtigen.
15:40–16:00
Zaid el-Mogaddedi (Managing Director, Institute of Islamic Banking and Finance, Frankfurt)
Marktpotential für islamkonforme Bankprodukte in Deutschland
16:00–16:20
Dr. Thomas Prüm, LL.M. (Managing Associate, Linklaters, Frankfurt)
Rechtliche Herausforderungen bei der Strukturierung islamkonformer Finanzprodukte am Beispiel des Sukuk
16:40–18:30
Iris M. Barsan, LL.M. (Paris) und Dr. Pierre Weimerskirch (Partner, Ernst&Young, Luxemburg) Podiumsdiskussion