Integration religiöser Pluralität

Workshop über theologische und philosophische Konzeptionen

News Workshop Integration Religioeser Pluralitaet

Konzepte der Integration religiöser Pluralität stehen im Mittelpunkt eines Workshops am Exzellenzcluster „Religion und Politik“. (Symbolbild)

© Thomas M. Müller (pixelio.de)

Sowohl die evangelische Theologie als auch die Religionsphilosophie haben seit der Neuzeit verschiedene Konzeptionen zur Frage der Integration religiöser Pluralität entwickelt. In einem Workshop am Exzellenzcluster „Religion und Politik“, der vom 15. bis zum 17. Januar an der Evangelisch-theologischen Fakultät stattfindet, geht es zum einen um die gesellschaftliche Integration einer religiösen Vielfalt. Zum anderen beschäftigen sich die Teilnehmer mit dem Thema der Integration beziehungsweise des Ausschlusses der jeweils anderen Religionen in die interne Struktur und Lehre einer Religion oder Konfession.

15 Referenten gehen dabei der Frage nach, welche Konzeptionen die Theologie und die Philosophie dazu entwickelt haben und welche davon heute noch plausibel sind. Der Workshop steht im Kontext aktueller Erfahrungen mit religiöser und konfessioneller Pluralität in Südost-Europa, die in den theologischen und philosophischen Beiträgen mit reflektiert werden.

Die Vorträge finden im Seminarraum 302 der Evangelisch-theologischen Fakultät an der Universitätsstraße 13-17 statt. Organisiert wurde der Workshop von Prof. Dr. Hans-Peter Großhans und Dr. Malte Dominik Krüger. (bhe)

Programm

Freitag, 15. Januar 2010
14:00–14:30
Eröffnung und Begrüßung
14:30–15:30 Hans-Peter Großhans, Münster Toleranz – ein umstrittenes Konzept im Umgang mit religiöser Pluralität
15:30–16:30 Samir Arnautovic, Sarajevo Religiöse Politik– der anti-integrative Diskurs als Diskurs einer zu spät kommenden Vormoderne. Südeuropäische Bemerkungen zur modernen europäischen Kulturpolitik
17:00–18:00 Andreas Arndt, Berlin Identität der Religionen. Anmerkungen zu Hegel und Schleiermacher
18:00–19:00 Jure Zovko, Zagreb/Zadar Universalität der Vernunft als Grundlage interreligiöser Verständigung
19:00–20:00 Malte Dominik Krüger, Münster Potentiale philosophischer Theologie
Samstag, 16. Januar 2010
9:00–10:00 Vahidin Preljevic, Sarajevo Lessings Idee der Religionstoleranz und sein Beitrag zur Säkularisierung
10:00–11:00 Tomislav Zelic, Zadar Intoleranz gegen Differenz – psychoanalytische Thesen über Fundamentalismus und Terrorismus, Rassismus und Xenophobie
11:30–12:30 Christian Polke, Hamburg/Uppsala Rechtspluralismus – ein Weg zur Integration religiöser Pluralität
12:30–13:30 Dafne Vidanec, Zagreb Living, Thinking and Acting in a Secular Age. Reflections on Taylor´s Interpretation of Religion
15:00–16:00 Simone Sinn, Münster Kirche-Sein in der religiös pluralen Gesellschaft Indonesiens. Andreas Yewangoes theologische Standortbestimmung
16:00–17:00 Philipp David, Hamburg/Kiel Die Begründung des interreligiösen Dialogs im trinitarischen Wirklichkeitsverständnis von Ramon Lull
17:30–18:30 Ivana Nevesinjac, Sarajevo Goethe und der Pantheismus
18:30–19:30 Petr Gallus, Prag Gott über Gott. Paul Tillichs Vorschlag zur integrativen Rede von Gott
Sonntag, 17. Januar 2010
11:30–12:30 Naser Seceroric, Sarajevo Gnosis und die Moderne
12:30–13:30 Vasile Hristea, Tübingen/Bukarest Andersheit. Betrachtungen zu einem Grundbegriff der orthodoxen Theologie
13:30–14:00
Abschlussdiskussion