

Seit August 2026 nimmt Perry Schmidt-Leukel, Senior Professor für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, an einem weltweiten Forschungsprojekt zur Mystik teil. Das Großprojekt (PRISM: Program in the Study of Mysticism) wird koordiniert von der Universität Tampere (Finnland) und vom Templeton Religion Trust gefördert. Schmidt-Leukel führt sein Teilprojekt am Centrum für Religion und Moderne der Universität Münster durch.
Im Rahmen dieses Projekts hält er im WS 2026-27 eine Vorlesung zu „Klassiker mystischer Spiritualität“ (H3, Donnerstag 10-12, Beginn 15.10.26). Die Vorlesung bietet eine allgemeinverständliche Einführung in klassische Texte mystischer Spiritualität aus China, Japan, Indien, Arabien und Europa. Dabei geht es nicht nur um den Vergleich unterschiedlicher mystischer Traditionen, sondern auch um ihren möglichen Beitrag zu einer zeitgenössischen Spiritualität.
Vorlesung WiSe 2026/27: Klassiker mystischer Spiritualität
Klassiker mystischer Spiritualität
Hörsaal H3, Do., 10:15 – 11:45
15.10.26 (1) Einführung
22.10.26 (2) Laozi: Der Fließweg (Daodejing)
29.10.26 (3) Kuo-an: Zehn Ochsenbilder (Shiniu tu)
05.11.26 (4) Shantideva: Eintritt in das Leben zur Erleuchtung (Bodhicaryāvatāra)
10.11.26 (5) Shinran: Glaube allein (Yuishinshō-Mon’i) [Di., 18:15-19.45!]
19.11.26 Keine Vorlesung
26.11.26 (6) Der Gesang des Erhabenen (Bhagavadgītā)
03.12.26 (7) Krishna und die Gopis (Bhāgavata-Purāṇa 10)
10.12.26 (8) Al-Ghazali: Die Nische der Lichter (Mishkāt al-Anwār)
17.12.26 (9) Bonaventura: Die Reise des Geistes zu Gott (Itinerarium mentis in Deum)
14.01.27 (10) Ibn Arabi: Einfassungen der Weisheit (Fuṣūṣ al-Ḥikam)
21.01.27 (11) Meister Eckhart: Deutsche Predigten
28.01.27 (12) Martin Buber: Die Erzählungen der Chassidim
04.02.27 (13) Vergleichende Perspektiven

Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel
Professor Schmidt-Leukel ist international renommiert für seine Forschungen zum religiösen Pluralismus, zu interreligiösen Beziehungen und zum christlich-buddhistischen Dialog. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. 2015 hielt er als erster Deutscher nach 25 Jahren die Gifford-Lectures. Sie gelten als eine der höchsten Auszeichnungen in religionsbezogenen Studien.