Am 5. Mai 2017 stellte die Forschungsinitiative [PARI] im Alexander-von-Humboldt-Haus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zentrale Themen, Projekte und Ansätze zur wissenschaftlichen Analyse integrationsrelevanter psychologischer Prozesse vor. Nach einer ersten kurzen Begrüßung durch den Koordinator der Forschungsinitiative, Jens H. Hellmann, stellte Gerald Echterhoff nach einem Überblick über vorliegende Forschungsansätze die Ziele und die angelaufenen Projekte von [PARI] vor und präsentierte eine erste Version eines Rahmenmodells zu integrationsrelevanten psychologischen Prozessen. Im nächsten Vortrag ging Mitja Back auf erste Befunde aus einer Studie zu ersten Eindrücken von Geflüchteten und Deutschen auf Basis von Porträtfotos ein. Anschließend erklärte Julia Becker (Sozialpsychologie, Universität Osnabrück) anhand einer Reihe eigener Studien, welche unterschiedlichen Effekte autonomie- und abhängigkeitsorientierte Hilfe haben können, bevor Nexhmedin Morina in seinem Vortrag erläuterte, was bislang über die Effektivität von psychotherapeutischer Behandlung traumatisierter Geflüchteter bekannt ist.

Nach der Mittagspause konnten sich die ca. 60 Besucherinnen und Besucher im Rahmen einer kleinen Posterausstellung über erste Befunde einzelner Teilprojekte von [PARI] informieren. Unter anderem war Elisabeth Hahn (Saarbrücken) für die Präsentation eines eigenen Posters zu einem Kooperationsprojekt mit Mitja Back angereist. Andere Poster bezogen sich zum Beispiel auf Ergebnisse aus den Arbeitseinheiten von Joscha Kärtner und Gerald Echterhoff.

Eine von Jens H. Hellmann moderierte Paneldiskussion mit Julia Becker, Dana Jacob und Nexhmedin Morina, die durch viele Fragen und Anmerkungen von Besucherinnen und Besuchern bereichert wurde, sowie ein abschließender Vortrag des Historikers Michael Schwartz (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin) zur Vertriebenenpolitik in Ost- und Westdeutschland rundeten die Veranstaltung ab. Die Kombination von Vorträgen und Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis lieferte insgesamt zahlreiche wichtige Anregungen für die weitere Arbeit der Forschungsinitiative.