Themenliste der Qualifikationsarbeiten (BSc und MSc) der Arbeitseinheit Entwicklungspsychologie für das Studienjahr 2018/19

Hier finden Sie eine Liste der Themen, zu denen im kommenden Semester Qualifikationsarbeiten angeboten werden. Durch einen Klick auf den Titel des Projekts erhalten Sie eine Beschreibung und weitere Informationen zur Kontaktaufnahme.

In den kommenden Wochen werden weitere Themen hier veröffentlicht.

  • Elternbefragung zu Beratungsbedarf und Wissenschaftsvertrauen

    Anzahl der Qualifikationsarbeiten: 2 Bachelor- oder Masterarbeiten

    Beschreibung:
    In diesem Forschungsprojekt interessieren wir uns für den Beratungsbedarf von Eltern 3 bis 7-jähriger Kinder zum Thema „Sozial-emotionale Entwicklung“. Zentral sind folgende Themen: Zu welchen konkreten Themen im Bereich sozial-emotionaler Entwicklung suchen Eltern Beratung? Was sind typische Anlässe? An wen würden Eltern sich mit ihren Fragen wenden und warum? Außerdem interessiert uns, wie in diesem Kontext Wissenschaft wahrgenommen wird und welche Rolle die Digitalisierung spielt. Um diese Fragen zu beantworten, werden wir in den nächsten Monaten Interviews mit Eltern durchführen, in welchen diese Themen besprochen wurden. Zentrale Aufgaben können die Mitentwicklung der Interviewleitfäden sowie die Durchführung und Auswertung sein.

    Betreuung: Eva Strehlke

    Zeitrahmen:
    November 2018 – Juni 2019

    Bewerbungsfrist:
    30. November 2018

    Kontakt:
    eva.strehlke@uni-muenster.de

  • Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen in Kindertageseinrichtungen: Durchführung und Evaluation der KoKit Beratung

    Anzahl der Qualifikationsarbeiten: 2 Masterarbeiten

    Beschreibung:
    In der KoKit Beratung erhalten ErzieherInnen von 4-6-jährigen Kindern in Beratungsgesprächen Anregungen und Hilfestellungen zum Umgang mit sozial und emotional herausfordernden Situationen sowie konkrete Fördermethoden zur Stärkung sozial-emotionaler Kompetenzen. Im Zeitraum von November 2018 bis Juni 2019 sollen zwei Studierende im Team mit ErzieherInnen aus drei unterschiedlichen Gruppen einer Kindertageseinrichtung KoKit-Beratungen durchführen und evaluieren.

    Betreuung: Dr. Eva-Maria Schiller

    Zentrale Aufgabengebiete:
    Die KoKit Beratungen umfassen (1) die Auswertung von Entwicklungsscreeningbögen, (2) die Durchführung von Erstgesprächen, (3) die Durchführung von beratungsvorbereitenden Verhaltensbeobachtungen, (4) die Planung und Durchführung von drei Beratungsgesprächen unter Anleitung der Betreuerin.

    In der projektbegleitenden Evaluationsstudie werden von den ErzieherInnen Daten aus fragebogenbasierten Selbstberichten, Verhaltensdaten und Interviewdaten erfasst. Bei den Kindern werden statusdiagnostische Informationen und Verhaltensdaten erhoben. Die Evaluationsstudie umfasst drei Teilbereiche. Teil1: Es wird die Qualität der Konzeptumsetzung (Implementierungstreue) überprüft. Teil 2: Es erfolgt eine formative Evaluation in der untersucht werden soll, ob die ErzieherInnen die Beratung und die darin bearbeiteten Fördermethoden akzeptieren und/ob Adaptierungen und Konzepterweiterungen erforderlich sind (insbesondere in Hinblick auf eine kultursensitive Beratung). Teil 3: Die Wirksamkeit des KoKit-Beratungskonzepts wird auf Grundlage eines Single-Case-Research-Designs in Prä- und Posttests summativ evaluiert. Im Fokus stehen beratungsbedingte Veränderungen bei den ErzieherInnen im Wissen, bei Einstellungen und im Verhalten sowie bei ausgewählten Kindern im Verhalten.

    Zeitrahmen:
    November 2018 – Juni 2019

    Die formale Kooperation mit der Kita ist bereits aufgebaut. 2018 sollen die Entwicklungsscreenings ausgewertet und das Erstgespräch durchgeführt werden

    Voraussetzungen:
    Interesse an gewandter Entwicklungspsychologie und an einer Masterarbeit im 2er-Team, gute Gesprächsführungskompetenzen, Vorerfahrung mit dem KoKit Beratungskonzept erforderlich, Vorerfahrung mit systematischen Verhaltensbeobachtungen erwünscht, Mobilität (Kita befindet sich in Sprakel)

    Bewerbungsfrist:
    30. November 2018

    Kontakt:
    eva-maria.schiller@wwu.de

    Kontaktaufnahme:
    Bei Interesse melden Sie sich bitte per Mail bei Eva-Maria Schiller zur Vereinbarung eines Informationsgesprächs.

  • Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen in Kindertageseinrichtungen: Evaluation der revidierten KoKit Beratung

    Anzahl der Qualifikationsarbeiten: 2 Masterarbeiten

    Beschreibung:
    In der KoKit Beratung erhalten ErzieherInnen von 4-6-jährigen Kindern in Beratungsgesprächen Anregungen und Hilfestellungen zum Umgang mit sozial und emotional herausfordernden Situationen sowie konkrete Fördermethoden zur Stärkung sozial-emotionaler Kompetenzen. Im Zeitraum von Januar bis Juni 2019 sollen zwei Studierende im Team die KoKit Beratungen an 6-7 Kindertageseinrichtungen evaluieren.

    Betreuung: Dr. Eva-Maria Schiller

    Zentrale Aufgabengebiete:
    Die KoKit Beratungen werden von Masterstudierenden, die im Rahmen ihres Masterstudiums zu KoKit-BeraterInnen ausgebildet werden, durchgeführt. In der Evaluationsstudie werden von den ErzieherInnen Daten aus fragebogenbasierten Selbstberichten, Verhaltensdaten und Interviewdaten erfasst. Bei den Kindern werden statusdiagnostische Informationen und Verhaltensdaten erhoben. Die Evaluationsstudie umfasst drei Teilbereiche. Teil 1: Es wird die Qualität der Konzeptumsetzung (Implementierungstreue) überprüft. Teil 2: Es erfolgt eine formative Evaluation in der untersucht werden soll, ob die ErzieherInnen die Beratung und die darin bearbeiteten Fördermethoden akzeptieren und/ob Adaptierungen und Konzepterweiterungen erforderlich sind (insbesondere in Hinblick auf eine kultursensitive Beratung). Teil 3: Die Wirksamkeit des KoKit-Beratungskonzepts wird auf Grundlage eines Single-Case-Research-Designs in Prä- und Posttests summativ evaluiert. Im Fokus stehen beratungsbedingte Veränderungen bei den ErzieherInnen im Wissen, bei Einstellungen und im Verhalten sowie bei ausgewählten Kindern im Verhalten.

    Zeitrahmen:
    Januar – August/September 2019

    Voraussetzungen:
    Interesse an gewandter Entwicklungspsychologie und an einer Masterarbeit im 2er-Team, Vorerfahrung mit systematischen Verhaltensbeobachtungen erwünscht, Mobilität (für die Masterarbeit müssen mehrere Kitas in Münster zu mehreren Terminen besucht werden)

    Bewerbungsfrist:
    31. Dezember 2018

    Kontakt:
    eva-maria.schiller@wwu.de

    Kontaktaufnahme:
    Bei Interesse melden Sie sich bitte per Mail bei Eva-Maria Schiller zur Vereinbarung eines Informationsgesprächs.

  • Interviews mit Müttern über den Alltag und das Hilfeverhalten ihrer Kinder

    Anzahl der Qualifikationsarbeiten: 2 Bachelorarbeiten oder 2 Masterarbeiten

    Kurzbeschreibung des Themas:
    In diesem Forschungsprojekt interessieren wir uns für das Hilfeverhalten 2- bis 3-jähriger Kinder. Zentral sind folgende Themen: Wobei helfen Kinder zuhause? Wie reagieren Eltern darauf? Welche Erwartungen haben Eltern bezüglich des Hilfeverhaltens der Kinder? Außerdem interessiert uns, womit die Kinder ihren Alltag verbringen (was sie spielen, mit wem sie die meiste Zeit verbringen, usw.). Um diese Fragen zu beantworten, führten wir im Jahr 2016 Interviews mit Müttern durch, in welchen diese Themen besprochen wurden. Die Interviews wurden in Deutschland und in Ecuador bei indigenen Familien durchgeführt. Im Rahmen der Abschlussarbeiten sollen die deutschen Interviews ausgewertet werden. Studierende mit sehr guten Spanischkenntnissen haben die Möglichkeit die spanischen Interviews auszuwerten.

    Zentrale Aufgabengebiete:
    Auswertung der Interviewdaten.

    Zentrale Voraussetzungen:
    Gute Analysegabe, Selbstständigkeit, Interesse am Thema Entwicklungspsychologie und Kulturvergleich, Spanischkenntnisse sind wünschenswert, aber nicht erforderlich.

    Betreuung:
    Marta Giner Torréns

    Zeitrahmen:
    Wintersemester 2018-2019

    Bewerbungsfrist:
    Sobald wie möglich

    Kontakt:
    marta.giner@uni-muenster.de

    Kontaktaufnahme:
    Bei Interesse melden Sie sich bitte per Mail bei Marta Giner Torréns unter Angabe folgender Informationen:

    • Studienfach, Fachsemester
    • Sprachkenntnisse in Spanisch
    • Vorerfahrung bei Analysen von Interviews
    • Motivation (kurz, 100-200 Wörter)
    • Lebenslauf ist wünschenswert, aber nicht erforderlich
  • Pilotstudie HomeObs – Natürliche Verhaltensbeobachtung von frühem Hilfeverhalten und die Rolle prosozialer Modelle im Haushalt

    Anzahl der Qualifikationsarbeiten: 2 Abschlussarbeiten (Bachelor oder Master).

    Kurzbeschreibung des Themas:
    Im Zentrum dieses Projektes steht die Frage, ob bisherige Theorien zur frühen Entwicklung prosozialen Verhaltens im 2. Lebensjahr einer Überprüfung ihrer ökologischen commitments (Dahl, 2016) standhalten. Ökologische commitments sind Aussagen/ Behauptungen/ Erklärungen einer Theorie über das Verhalten von Personen in Kontexten, die über typische Forschungssituationen (z.B. Labor) hinausgehen, also z.B. im häuslichen Alltag. Bisherige Theorien zur Klärung der Frage „Warum zeigen Kleinkinder prosoziales Verhalten?“ beinhalten, dass frühes Hilfeverhalten einer natürlichen Verhaltensneigung entspringt und dass Kleinkinder Hilfeverhalten zeigen, bevor sie in ihrem Alltag relevante sozialen Erfahrungen dafür sammeln können (= ökologisches commitment). Erste Studien auf Grundlage natürlicher Verhaltensbeobachtungen lassen jedoch Zweifel an solchen Aussagen aufkommen (Dahl, 2015) – natürliche Verhaltensbeobachtungen sind besonders gut dazu geeignet ökologische commitments zu überprüfen.

    Ziel der vorliegenden Studie ist es, weitere empirische Belege für die Relevanz von spezifischen sozialen Erfahrungen im Alltag für die frühe prosoziale Entwicklung zu sammeln – auf Grundlage von natürlicher Verhaltensbeobachtung im Alltag und strukturierter Verhaltensbeobachtung im Labor.

    Zentrale Aufgabengebiete:
    Im Rahmen von 1-2 Abschlussarbeiten soll eine Pilotstudie mit ca. 10 Familien durchgeführt werden, in der die „HomeObs“ App getestet und evaluiert wird. Die „HomeObs“ App soll Eltern ermöglichen, ihre natürlichen Beobachtungen vom Hilfeverhalten der Kinder (im Altersbereich: 12 bis 24M) über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen zu dokumentieren. Zudem soll im Anschluss an diese Beobachtungsphase eine strukturierte Verhaltensbeobachtung des Hilfeverhaltens der Kinder im Labor der Arbeitseinheit Entwicklungspsychologie (im Beobachtungslabor der AE) stattfinden.

    Voraussetzungen:
    Technische Affinität ist erwünscht (z.B. Unterstützung bei der App-Entwicklung), aber keine notwendige Voraussetzung.

    Betreuung:
    Dr. Nils Schuhmacher

    Zeitrahmen:
    November 2018 – Juni 2019

    Bewerbungsfrist:
    01.02.2019

    Kontakt:
    nils.schuhmacher@uni-muenster.de

  • Verzögerte Imitation prosozialen Verhaltens

    Anzahl der Qualifikationsarbeiten: 2 Abschlussarbeiten (Bachelor oder Master)

    Beschreibung & Zentrale Aufgabengebiete:
    Bisherige Studien konnten zeigen, dass die elterliche Strukturierung in Hilfesituationen (scaffolding), z.B. bei haushaltsnahen Aufgaben wie Aufräumen, positiv zusammenhängt mit dem Hilfeverhalten von Kleinkindern im 2. Lebensjahr. Weitere soziale Lernmechanismen für frühes Hilfeverhalten wurden bisher allerdings kaum untersucht. In einer ersten Studie konnte gezeigt werden, dass prosoziale Modelle dabei ebenfalls eine zentrale Rolle spielen können: 16 Monate alte Kinder imitieren das Hilfeverhalten eines prosoziales Modells (Schuhmacher, Köster, & Kärtner, 2018). Wie nachhaltig solche Erfahrungen sind, bleibt dabei bisher noch offen.

    Ziel der vorliegenden Studie soll es sein zu überprüfen, ob Kinder sich auch noch mehrere Tage nachdem sie ein prosoziales Modell gesehen, noch mehr Hilfeverhalten zeigen und zu überprüfen, welche Faktoren die Imitationsleistung der Kinder dabei ggf. begünstigen. Dazu soll ein Laborexperiment mit ca. 30 Kindern im Altersbereich von 14 bis 20 Monaten durchgeführt und ausgewertet werden.

    Betreuung: Dr. Nils Schuhmacher

    Zeitrahmen:
    Ab Februar 2019

    Bewerbungsfrist:
    01.02.2019

    Kontakt:
    nils.schuhmacher@uni-muenster.de

  • „Apathische oder hyperaktive Babys? Einfluss von kultur-spezifischen Normen auf diefrühe Mutter-Kind-Interaktion im Vergleich Deutschland-Ecuador“

    Anzahl der Qualifikationsarbeiten: ab 04/2019 2 Abschlussarbeiten und 09/2019 4 Abschlussarbeiten (jeweils Bachelor oder Master)

    Kurzbeschreibung des Themas:
    Babys unterscheiden sich darin, wie emotional und wie aktiv sie sind. Wie werden diese Unterschiede in der emotionalen Entwicklung und dem Aktivitätsniveau der Säuglinge in der frühen Interaktion vermittelt? Welche Rolle spielen die Ideale der Eltern bei dieser Entwicklung und wie unterscheiden sich die Ideale zwischen den Kulturen? Zur Beantwortung dieser Fragen wird die natürliche Interaktion von deutschen und ecuadorianischen Müttern und ihren Säuglingen zwischen Woche 8 und 18 auf Video aufgenommen und die Dynamik im Anschluss analysiert.

    Betreuung:
    Dipl.-Psych. Helen Wefers und Dr. Nils Schumacher, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

    Informationen zum Projekt:
    Die Datenerhebung an den beiden Projektstandorten Otavalo (Ecuador) und Münster werden bis 04/2019 abgeschlossen sein (N = 60 Mutter-Kind Dyaden). Im Vordergrund steht nun die Kodierung der Verhaltensdaten. Auf Seiten des Säuglings werden neben der Aktivität und Emotionalität auch aufmerksamkeitsbezogene Parameter kodiert. Die Kodierung des mütterlichen Verhaltens wird multimodal erfolgen (taktile Stimulation, Mimik, Gestik, Stimme). Gesucht werden StudentInnen, die Interesse an dieser Art von Verhaltensdaten und kulturvergleichenden Fragestellungen haben.

    Zeitrahmen:
    Nach einem ausführlichen Kodiertraining folgt eine Phase, in der selbstständig ein Teil der Daten kodiert wird.

    Kontaktaufnahme:
    Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Helen Wefers (helen.wefers@uni-muenster.de).