Japhet Johnstone

Reading Inversions: Queer Identities in 19th-Century German Literature

Japhet Johnstone

Meine Dissertation untersucht verkehrte Welten in der deutschsprachigen Literatur und Kultur eines Jahrhunderts. Die Figur der verkehrten Welt dient als Leitfigur meiner Erforschung des gesellschaftlichen Zusammenhangs von Philosophie, Wissenschaft und Literatur im 19. Jahrhundert. Es geht dabei auch um die Frage, wie innerhalb dieser drei Bereiche Identität durch Inversion dargestellt, inszeniert und hinterfragt wird. Auf der einen Seite untersuche ich die in der Philosophie und Sexualwissenschaft festzustellende Tendenz, Inversion als grundlegende Figur zu verwenden, um eine stabile Subjekt-Identität zu stiften – eine Identität, die von einer fragmentarischen, pathologischen oder perversen Identität abgegrenzt und eben dadurch erst erschaffen wird. Auf der anderen Seite findet man im 19. Jahrhundert literarische Inszenierungen von Inversion, die solche negativen Mechanismen in Frage stellen und eine andere Möglichkeit anbieten, Identität zu figurieren.

Lebenslauf

2015 Promotion, Graduate School Practices of Literature, WWU Münster
2012 - 2015 Stipendiat bei der Hans-Böckler-Stiftung und Kollegiat im Promotionskolleg: Literaturtheorie als Theorie der Gesellschaft
2011 - 2012 Fullbright Fellowship an der Universität Münster
2010 - 2011 Volontariat bei der University of Washington Press, Seattle
2007 - 2010 Teaching Assistant am Department of Germanics der University of Washington, Seattle
2006 - 2008 Masterstudium am Department of Germanics der University of Washington, Seattle
2003 - 2005 Assistant d’anglais für das französische Bildungsministerium (Ministère de l’éducation nationale), Nîmes
1999 - 2003 Studium der Germanistik, Romanistik und Geschichte in Columbia, Missouri