News from the Department of Physics

Archive - 2022
Anja Brüggemann leistete in ihrer Masterarbeit über exotische Teilchen Herausragendes.
© privat

Herausragende Masterarbeit in der Physik gewürdigt

20. Juli 2022 | Münster (upm)

Für ihre herausragende Masterarbeit zur Untersuchung von Charmoniumzerfällen und der Suche nach exotischen Teilchenzuständen an einem Elektron-Positron-Collider hat Anja Brüggemann den mit 1.500 Euro dotierten „Infineon-Master-Award“ erhalten – den Preis verleiht der Fachbereich Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) mit der Infineon Technologies AG. „Anja Brüggemanns Arbeit, ihre komplexen Analysemethoden und ihre Ergebnisse gehen weit über das Maß einer Masterarbeit hinaus – sie hat eher das Format einer Doktorarbeit“, betont Prof. Dr. Alfons Khoukaz vom Institut für Kernphysik, in dessen Arbeitsgruppe die Masterarbeit angefertigt wurde. Ihre Resultate seien für das hochaktuelle Forschungsgebiet zur Suche und Untersuchung exotischer Teilchenzustände in der Hadronenphysik von großer Relevanz, insbesondere um die bisher noch unverstandene Struktur spezieller Teilchenzustände zu entschlüsseln.
Embedding of the "molecular shuttle" in the metal-organic framework: schematic representation of the molecular shuttle (yellow circle), together with its molecular structure (brown circle) and its embedding in the periodic structure (violet circle).
© Kolodzeiski/Amirjalayer

on the way to cell-type materials

4th July, 2022 | Münster (upm/kk)

Molecular machines control a sizeable number of fundamental processes in nature. Embedded in a cellular environment, these processes play a central role in the intracellular and intercellular transportation of molecules, as well as in muscle contraction in humans and animals. In order for the entire organism to function, a well-defined orientation and arrangement of the molecular machines is essential. For example, the specific embedding of motor proteins – which form a class of biomolecular machines – enable a dynamic interaction to take place among the countless proteins. As a result, movement at the molecular level is amplified and transferred through various magnitudes up to the macroscopic level.
© 2012-2022 CERN

"Jede beantwortete Frage wirft zehn neue auf"

27. Juni 2022 | Münster (upm/ch)

Vor zehn Jahren, am 4. Juli 2012, ging eine spektakuläre Nachricht um die Welt: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Teilchenbeschleunigers LHC am Kernforschungszentrum CERN bei Genf gaben die Entdeckung des Higgs-Bosons, auch Higgs-Teilchen genannt, bekannt. WWU-Physiker Prof. Dr. Michael Klasen erinnert sich im Interview mit Christina Hoppenbrock an die sensationelle Entdeckung.
© Laura Vogiatzis

Wir laden ein! 10 Jahre Higgs-Entdeckung!

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Entdeckung des Higgs-Bosons lädt der Fachbereich Physik der WWU Münster am Mo, 04.07.2022 zu zwei öffentlichen Vorträgen (16h und 18h) in die Aula des Schlosses ein!

© MWIDE NRW / S. Kurz

Innovationspreis NRW geht nach Münster

24.05.2022 | Münster (upm)

Dr. Wladick Hartmann vom Start-up "Pixel Photonics" und sein Team haben für ihre Entwicklung von hochschnellen und nachweisbar sicheren Quantenkommunikationssystemen auf der Basis supraleitender Nanodrähte den Innovationspreis des Landes NRW erhalten. Das junge Unternehmen hat seine Wurzeln am Fachbereich Physik der WWU.

Hexagonal boron nitride (red: boron atoms, blue: nitrogen atoms) with a colour centre (blue-red) illuminated with ultrafast laser pulses (green)
© WWU - Johann Preuß

Physicists study optically induced quantum dynamics in single-photon emitters

11.05.2022 | Münster (upm)

Quantum technologies are a seminal field of research, especially in relation to their application in communication and computing. In particular, the so-called single-photon emitters – materials that emit single light quanta in quick sequence – are an important building block for such applications. Photons are an excellent means of transmitting data in a fast and secure manner. However, it is necessary to have a sound physical understanding of the structure of the single-photon emitter and how to control them. Therefore, a team of physicists from the University of Münster in Germany and Wrocław University of Science and Technology (Wrocław Tech) in Poland has undertaken the first systematic study of the ultrafast control of single-photon emitters in the two-dimensional material ‘hexagonal boron nitride’ (hBN) using laser pulses. Here, ‘ultrafast’ means faster than one picosecond, which is one-trillionth of a second. The work has been published in the journal ‘Optica’.
Biochemist Prof. Lydia Sorokin and particle physicist Prof. Christian Weinheimer have each received an ERC Advanced Grant.
© WWU - MünsterView

EU Research Council awards "Advanced Grant" to Lydia Sorokin and Christian Weinheimer

26 April 2022 | Münster (upm)

Biochemist Prof. Lydia Sorokin and particle physicist Prof. Christian Weinheimer from the University of Münster have each received one of the coveted Advanced Grants awarded by the European Research Council (ERC). The grants, together totalling almost six million euros, enable the recipients to realise outstanding research projects. “The grants are not only in recognition of the researchers’ achievements but also clear evidence of the top-level research being carried out at the University of Münster,” says Rector Prof. Johannes Wessels. “However, such top-level research is not possible without talented junior researchers. The funding helps young scientists to actively shape this research and push it forward, for example, by financing PhD students and post-docs aiming at an academic career.”
© WWU - FB Physik

Physiker der Universität Münster laden zu öffentlichen Vorlesungen ein

22. April 2022 | Münster (upm)

Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe von "Physik zur Mittagszeit" im Jahr 2018 bietet der Fachbereich Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster in diesem Sommer wieder eine Vorlesungsreihe für die Öffentlichkeit an. Samstags ab 12 Uhr geben Physik-Professorinnen und -Professoren im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses (Domplatz 20-22) anschauliche Erklärungen zu Physik-Nobelpreisen der vergangenen Jahre und Einblicke in ihre Forschung.
© WWU - Schlummer

Physik-Didaktiker laden zu "Mixed-Reality"-Experimenten ein

06. April 2022 | Münster (upm)

Eine besondere Experimentiererfahrung für Schülerinnen und Schüler bietet das Institut für Didaktik der Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster an: Jugendliche der gymnasialen Oberstufe können „Mixed-Reality“-Experimente aus dem Themenbereich der Optik erproben. Ein hochmodernes Headset sorgt dabei für den Durchblick und zeigt interaktiv und in Echtzeit, wie Experiment und theoretische Modellierung zusammenhängen. Aktuell stehen noch freie Plätze zur Verfügung, um diese neue Art des Experimentierens auszuprobieren und an einer didaktischen Begleitstudie teilzunehmen. Das Institut für Didaktik der Physik lädt interessierte Jugendliche ein, sich per E-Mail an idp@wwu.de anzumelden. Weitere Informationen für Schüler und Lehrkräfte finden sich unter www.physikkommunizieren.de/sek-ii/hololens.
© Daniel Bonaventura - WWU

Fachbereich Physik der Universität Münster lädt zum Kolloquium ein

1. April | Münster (upm)

Die physikalische Grundlagenforschung tritt in eine neue Ära der Erforschung von Kernmaterie ein, angetrieben durch Präzisionsdaten von Teilchenbeschleunigern. Vor diesem Hintergrund gibt der Teilchenphysiker Prof. Fredrick Olness von der Southern Methodist University in Dallas (USA) am 7. April (Donnerstag) beim Allgemeinen Physikalischen Kolloquium an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster Einblicke in das „nCTEQ-Projekt“. Dieses Forschungsvorhaben nutzt moderne Methoden der Quantenchromodynamik, die beschreibt, wie die Bausteine von Atomkernen miteinander in Wechselwirkungen treten. Für die Berechnungen sind leistungsstarke Computersysteme nötig, um die Datensätze mithilfe künstlicher Intelligenz umfassend zu analysieren. Der Vortrag mit dem Titel „Das nCTEQ-Projekt: Entschlüsselung des fundamentalen Charakters der starken Wechselwirkung“ findet ab 16.15 Uhr im Hörsaal (HS) 2 im Gebäude IG 1, Wilhelm-Klemm-Straße 10 statt. Die Vortragssprache ist Englisch, Interessierte sind willkommen.
© WWU - Daniel Bonaventura

Land fördert neues Forschungsnetzwerk NRW-FAIR

1. Apil 2022 | Münster (upm)

Die nordrhein-westfälische Landesregierung unterstützt den Forschungsverbund NRW-FAIR mit rund 16,5 Millionen Euro für vier Jahre. Das Netzwerk von Teilchenphysikerinnen und -physikern gestaltet die Arbeit am „Facility for Antiproton and Ion Research“ (FAIR) in Darmstadt maßgeblich mit und bereitet zwei Großexperimente an dieser neuen Teilchenbeschleunigeranlage vor, die 2026 an den Start gehen soll. Die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster ist einer von fünf geförderten Standorten des Netzwerks.
Ein molekularer Motor (ein NHC-Molekül) dreht sich, angetrieben von der Spitze eines Rastertunnelmikroskops (grau, oberer Bildrand), auf einer Metalloberfläche (schematische Darstellung).
© WWU - AG Doltsinis

Christian Schwermann erhält Infineon-Promotionspreis

28. März 2022 | Münster (upm)

Der Physiker Dr. Christian Schwermann hat für seine herausragende Doktorarbeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster den mit 2.500 Euro dotierten Infineon-Promotionspreis 2022 erhalten. In Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Harald Fuchs vom Physikalischen Institut und Prof. Dr. Frank Glorius vom Organisch-Chemischen Institut entwickelte der Physiker aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Nikos Doltsinis am Institut für Festkörpertheorie molekulare Nanomotoren auf der Grundlage skalenübergreifender Computersimulationen. Der Infineon-Promotionspreis wird jährlich vom Fachbereich Physik der WWU und von der Infineon AG vergeben.
A conical nanoparticle (gold-coloured) in water. The particle is exposed to an ultrasound wave (green arrows indicate the direction of wave propagation). Because the ultrasound impacts on the particle, a flow field is created in its surroundings (the black arrows in the background show the direction and strength of the flow at various positions). The flow field causes the propulsion of the particle in the direction of the red arrow.
© WWU - AG Wittkowski

Acoustic propulsion of nanomachines depends on their orientation

March 11, 2022 | Münster (upm)

Microscopically tiny nanomachines which move like submarines with their own propulsion – for example in the human body, where they transport active agents and release them at a target: What sounds like science fiction has, over the past 20 years, become an ever more rapidly growing field of research. However, most of the particles developed so far only function in the laboratory. Propulsion, for example, is a hurdle. Some particles have to be supplied with energy in the form of light, others use chemical propulsions which release toxic substances. Neither of these can be considered for any application in the body. A solution to the problem could be acoustically propelled particles. Johannes Voß and Prof. Raphael Wittkowski from the Institute of Theoretical Physics and the Center for Soft Nanoscience at the University of Münster have now found answers to central questions which had previously stood in the way of applying acoustic propulsion. The results have been published in the journal “ACS Nano”.
Empfänger einer Einheit für Quantenschlüsselerzeugung mit 64 parallel adressierbaren supraleitenden Einzelphotonen-Detektoren, entwickelt im Rahmen des BMBF-Projekts "QuPAD".
© WWU - AG Schuck

Startschuss für neues Netzwerk "EIN Quantum NRW"

07. März 2022 | Münster (upm)

Um Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen auf dem Gebiet der Quantentechnologien zu vernetzen und Expertise zu bündeln, haben sich mehr als ein Dutzend Standorte zum Quantencomputing-Netzwerk „EIN Quantum NRW“ zusammengeschlossen. Die Abkürzung „EIN“ steht für Education, Innovation und Networking. Zu den Gründungspartnern gehört die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster. Ziele sind unter anderem, die Sichtbarkeit des Quantenstandorts NRW zu verbessern und Grundlagenforschung mit Großunternehmen und Start-ups zusammenzubringen, um den Technologietransfer zu unterstützen. Auch die Ausbildung soll um interdisziplinäre Konzepte erweitert und auf Landesebene vernetzt werden, um dem zunehmenden Fachkräftemangel in der Quantentechnologie zu begegnen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass das Netzwerk eine einmalige Chance darstellt, um diese Technologie zu stärken. Der WWU ist es dabei ein besonderes Anliegen, die Lehre auf diesem Feld zu stärken und Studierende und Doktoranden für diesen Bereich zu gewinnen“, unterstreicht WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels.
© Leonard Köllenberger für die KATRIN Kollaboration

Ein neuer Weltrekord für die KATRIN-Präszisioswaage

14. Februar 20221 (Münster/upm)

Das internationale KArlsruhe TRItium Neutrino Experiment (KATRIN) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat eine wichtige Barriere in der Neutrinophysik mit Relevanz für die Teilchenphysik und Kosmologie durchbrochen. Aus den aktuell in der Fachzeitschrift Nature Physics veröffentlichten Daten lässt sich eine Obergrenze von 0,8 Elektronenvolt (eV) für die Masse des Neutrinos ableiten. Diese Ergebnisse ermöglichten es dem KATRIN-Forscherteam, die Masse dieser „Leichtgewichte des Universums“ mit bisher unerreichter Präzision einzugrenzen.
© Matthias Weiß, AG Krenner

Physiker der Universität Münster bei Großgeräteinitiative erfolgreich

28. Januar 2022 | Münster (upm/ch)

Ein Team vom Physikalischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster war bei der Großgeräteinitiative „Quantenkommunikation“ (QCDE) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgreich: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten ein „Millikelvin-Mikrowellen-Photonik-Messsystem“, mit dem Bauelemente für die Quantenkommunikation untersucht werden sollen. Die DFG stellt hierfür rund 2,7 Millionen Euro zur Verfügung. Die Quantenkommunikation gilt als eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft, bei der Informationen durch einzelne Lichtquanten, sogenannte Photonen, übertragen werden. Diese Art der Datenübertragung ist nicht nur schnell, sondern vor allem besonders abhörsicher.