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Rauschende Raumzeit

Pulsar Timing Arrays
© Physik Journal

In der Juli-Ausgabe des "Physik Journal" berichtet Jun.-Prof. Dr. Kai Schmitz vom aktuellen Stand der Suche nach langwelligen Gravitationswellen mittels sogenannter Pulsar Timing Arrays (PTAs). Hierbei handelt es sich um radioastronomische Beobachtungsprogramme, die Netzwerke aus Pulsaren in unserer Milchstraße über Jahre und Jahrzehnte hinweg überwachen, um auf diese Weise Rückschlüsse über die Existenz eines Gravitationswellenhintergrundrauschens in unserem Universum zu ziehen. Jun.-Prof. Schmitz und seine Arbeitsgruppe sind in die Aktivitäten eines dieser Beobachtungsprogramme direkt involviert: Als Mitglieder von NANOGrav, dem North American Nanohertz Observatory for Gravitational Waves, tragen sie zur Suche nach "neuer Physik" jenseits des Standardmodells der Teilchenphysik in den neuesten PTA-Datzensätzen bei. In seinem Überblickartikel erklärt Jun.-Prof. Schmitz die PTA-Messmethode, beschreibt die neuesten Hinweise auf die Existenz eines Signals, die im Sommer 2023 vorgelegt wurden, und skizziert die Suche nach "neuer Physik" an der PTA-Grenze. Das "Physik Journal" ist die Mitgliederzeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und hat eine Auflage von rund 55.000 Exemplaren. DPG-Mitglieder können unter folgendem Link auf die aktuelle Ausgabe zugreifen: https://pro-physik.de/zeitschriften/physik-journal/2025-7/.

Arbeitsgruppe Jun.-Prof. Schmitz

North American Nanohertz Observatory for Gravitational Wave

Humboldt-Stiftung ernennt Jun.-Prof. Dr. Kai Schmitz zum Humboldt-Scout

© Uni MS/ITP

Wir freuen uns, dass Jun.-Prof. Dr. Kai Schmitz, Juniorprofessor am Institut für Theoretische Physik, im Mai in das Henriette Herz-Scouting Programm der Alexander von Humboldt-Stiftung aufgenommen worden ist. Er hat nun die Möglichkeit, drei Postdocs aus dem Ausland für ein Humboldt-Forschungsstipendium vorzuschlagen. Diese können dann das renommierte Stipendium in einem Direktverleihungsverfahren erhalten.

Auf diese Weise sollen neue fachliche und regionale Zielgruppen erreicht werden. Zugleich soll der Anteil der geförderten Frauen im Forschungsstipendienprogramm erhöht werden und deshalb der erste Vorschlag einer Wissenschaftlerin gelten. Die Scouts fördern so das internationale und diverse Forschungsumfeld an Ihrer Einrichtung.

Jährlich werden etwa 40 Personen in einem kompetitiven Peer-Review-Verfahren als Scouts ausgewählt. Die Wissenschaftler:innen, die bereits ein internationales Netzwerk haben sollten, können in einem Zeitraum von drei Jahren stark umworbene Forschende aus dem Ausland aktiv ansprechen und für gemeinsame Forschungsvorhaben für eine Dauer von maximal zwei Jahren an ihre Einrichtungen in Deutschland einladen. Durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Programm sollen jährlich bis zu 100 zusätzliche Humboldt-Forschungsstipendien vergeben werden.

Nach Abschluss einer Scoutingphase können sich Scouts erneut bei der Humboldt-Stiftung bewerben.

Weitere Infos über das Henriette Herz-Scouting-Programm der Alexander von Humboldt-Stiftung finden Sie auf der Website.