November 2021

Double Strike !

© M. M. Garlapati

Dr. Mohan Muralikrishna Garlapati, Postdoc in AG Wilde, has obtained two exceptional awards: he has received the 2021 „Best Thesis“ award of IIT Madras at Chennai in India for his work on high entropy alloys. Mohan performed a part of his thesis work at our institute, working closely together with Apl.-Prof. Sergiy Divinski. Mohan performed the main part of his thesis work at IIT Madras in the group of Prof. B.S. Murty with whom our group closely collaborates. The thesis award of IIT Madras is a highly prestigious price, since IIT Madras is the top elite institution in the area of materials science and metallurgy in India, making the competition for that award truly fierce. We are very happy that Mohan was selected as awardee this year and we feel that with Mohan, the award has been given to the right person.

Almost at the same time, Mohan has been awarded with a research fellowship of the Alexander von Humboldt foundation for 24 months. This fellowship for young scientists from abroad is not only highly prestigious, but also highly competitive. It allows Mohan to work independently on the scientific project that he defined for the application. We are lucky and very happy to have Mohan in our group for the completion of his fellowship project on High Entropy Oxides that will be undertaken in close collaboration with Prof. Horst Hahn from KIT in Karlsruhe, who acts as Co-host of Mohan’s fellowship.
We congratulate Mohan for his great success and we are looking forward to continue working with him.

Juli 2021

Den Atomen beim Sprung zugeschaut

© IMP

In einer kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Advanced Functional Materials erschienenen Arbeit konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der AG Wilde erstmalig die lokale Dynamik atomarer Umordnungsprozesse in einem ungeordneten Festkörper bei Raumtemperatur direkt beobachten und quantitativ vermessen [K. Spangenberg et al., "Direct View on Non-Equilibrium Heterogeneous Dynamics in Glassy Nanorods", Adv. Funct. Mater. 2021, 31, 2103742; DOI: 10.1002/adfm.202103742]. Derartige Umordnungsprozesse in Gläsern tragen wesentlich zu deren weitem Spektrum an Anwendungen bei, da sie den Elementarprozess zur Möglichkeit der Einstellung von Eigenschaften darstellen. Dabei erlaubt die nicht-kristalline Struktur von Gläsern Eigenschaftsänderungen (zum Beispiel der Packungsdichte), welche in kristallinen Materialien durch die Anwesenheit eines Kristallgitters nicht möglich sind. Bislang existieren jedoch große Lücken im Verständnis der zugrunde liegenden atomaren Mechanismen dieser sogenannten „strukturellen Relaxation“. Hier verspricht eine neuartige Methode, welche auf der Anwendung der Transmissionselektronenmikroskopie basiert, einen völlig neuartigen und direkten Zugang. Dabei werden für diese sogenannte Elektronenkorrelationsmikroskopie Zeitserien von Dunkelfeld Bildern aufgenommen. Die nachfolgende Analyse beinhaltet die Berechnung der zeitlichen Korrelation der Intensitäten aus den Dunkelfeld Bildern. Das daraus resultierende exponentielle Abklingen wird mit einer gestreckte Exponentialfunktion (die eine Verteilung von Aktivierungsenergien berücksichtigt) gefittet, was zu charakteristischen Fitparametern, wie der Abklingzeit τ, führt. Durch die Analyse jedes Pixels können die materialtypischen Zeit- und Längenskalen lokal aufgelöst und die örtliche Verteilung in τ(x,y)-Karten abgebildet werden.

Untersucht wurde in dieser von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Arbeit die Dynamik der atomaren Umordnung in Nanodrähten aus einem metallischen Glas aus FeNiP. Diese faszinierende Materialklasse bietet ideale Voraussetzungen als Modell für ungeordnete Festkörper. Mit der Methode der Elektronenkorrelationsmikroskopie werden die Zeitskalen der heterogenen Glasdynamik in einer glasartigen FeNiP-Legierung lokal aufgelöst, was eine Entkopplung in zwei verschiedene Prozesse bei Raumtemperatur offenbart. Neben der erstmaligen quantitativen und direkten Beobachtung der lokalen Umordnungsprozesse und ihrer charakteristischen Zeitskala bei Temperaturen deutlich unterhalb des Glasübergangs ist dies ein wichtiges Ergebnis für die Erweiterung unseres Verständnisses der komplexen Dynamik in Materialien mit ungeordneter atomarer Struktur. Ein vertieftes Verständnis dieser Prozesse und Mechanismen eröffnet neuartige Möglichkeiten für ein Eigenschafts-Design von Gläsern, angepasst an die jeweilige Anwendung.

September 2021

Abschlüsse im Sommersemester 2021

© Suad Kamardeen - Unsplash

Herr  Dr. Hongbo Zhou (AG Wilde) und
Herr Dr. Vladislav Kulitckii (AG Wilde)

haben ihre Promotionen beendet.

Die Promotionsfeier wird am 04.02.2022 stattfinden. Dann werden die jungen Doktoren ihre Promotionsurkunden erhalten.

 

Wir gratulieren!

August 2021

Best Poster Award

© IMP

Unsere Promovendin Shabnahm Taheriniya hat im August 2021 auf der internationalen Mikroskopie-Konferenz (MC 2021) den Posterpreis mit dem Poster-Titel „Structural resolution of severely deformed dual-phase high entropy alloys using nano-beam diffraction patterns in transmission electron microscopy“ erhalten.
Wir gratulieren ihr herzlich!

Januar 2021

Dreieinhalb Jahre Ausbildung sind geschafft!

© IMP

Wir gratulieren unserer ehemaligen Auszubildenden Frau Anja Schneider ganz herzlich zur bestandenen Abschlussprüfung im Feinwerkmechaniker-Handwerk.
 
Durch eine hervorragend abgelegte Prüfung hat Frau Schneider gezeigt, dass sie sich vielfältigen Herausforderungen stellen kann. Sie hat dabei gelernt, knifflige Aufgaben zu lösen, die viel Fingerspitzengefühl verlangen und hat gemeinsam mit jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Geräte gebaut, die für die Grundlagenforschung benötigt werden.

Es freut es uns umso mehr, dass Frau Schneider sich auch nach Ihrer Abschlussprüfung weiter an der Universität Münster engagiert und dass wir mit ihr eine weitere qualifizierte Mitarbeiterin für die WWU ausbilden konnten.

Für den Start als Gesellin wünschen wir ihr alles Gute und weiterhin so viel Spaß in dem Beruf der Feinwerkmechanikerin, wie es während der Ausbildungszeit war.

Sollte jetzt auch dein Interesse geweckt sein und dich der Beruf interessieren, dann informiere Dich gerne auf unserer Website.

Dezember 2020

Dissertationspreis der WWU für Dr. Sven Hilke als Anerkennung für exzellente Forschung in der Materialphysik

© IMP

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat Dr. Sven Hilke vom Institut für Materialphysik für seine herausragende Forschungsleistung im Rahmen seiner Dissertation in der AG von Prof. Gerhard Wilde mit dem diesjährigen Dissertationspreis ausgezeichnet. Herr Dr. Hilke hat sich im Rahmen seiner von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Dissertation mit fundamentalen Fragestellungen zur Plastizität in metallischen Gläsern befasst. Hier wurden grundlegende Erkenntnisse zum Struktur-Eigenschaftsverhalten amorpher Materie mittels ausgeklügelter transmissionselektronenmikroskopischer Verfahren, die vom Summa-cum-laude-Absolventen größtenteils selbst neuentwickelt wurden, gewonnen. Diese Ergebnisse führten zu konkreten Lösungen aus denen sich praktische Anwendungsmöglichkeiten für diese neuartigen Legierungssysteme ergaben. Mit dieser Auszeichnung erfährt nun eine bemerkenswerte Arbeit ihre Würdigung. Wir gratulieren herzlichst und freuen uns mit dem Preisträger über diese Auszeichnung!

Publikationen von Dr. Sven Hilke
WWU zeichnet Autoren der 14 besten Dissertationen aus