Thesis

If you are interrested in a Bachelor or Master Thesis or a research project in our research group, please do not hesitate to contact us.

ALB
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Dringend

Samenbank: Herausforderung für die Grünlandrenaturierung?

Masterarbeit & Forschungsprojekt
© Anna Lampei Bucharova

Die Wiederherstellung degradierter Grünländer bedeutet oft eine Störung des Bodens und die Aussaat neuer Arten. Im Boden befinden sich jedoch Samen vieler Arten, oft Unkräuter, die diese Wiederherstellung schwierig machen. Gerade im ersten Jahr, in dem das Unkraut dominiert, ist es schwierig, die lokale Bevölkerung angesichts eines Unkrautfeldes von Renaturierungsmaßnahmen zu überzeugen. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Grünlandwiederherstellung durch die Biologische Station Kreis Steinfurt. Vor der Wiederherstellung im Oktober 2019 beproben Sie die Samenbank und evaluieren in einem Versuch die Samenbankkeimung. Im Juni 2020 werden Sie Vegetationaufnahmen auf den renaturierten Flächen machen.


Kontakt: Anna Lampei Bucharova
anna.lampei-bucharova@uni-muenster.de

CL
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Anpassung des Schmalblättrigen Weidenröschens an Klima und Breitengrad

Das Experiment im alten Pharmaziegarten. Ein Teil der Pflanzen erhält weniger oder mehr Regen durch weiße Hütchen oder Trichter.
Das Experiment im alten Pharmaziegarten. Ein Teil der Pflanzen erhält weniger oder mehr Regen durch weiße Hütchen oder Trichter.
© Christian Lampei

Pflanzenpopulationen sind meistens an ihren jeweiligen Standort angepasst. Allerdings ist diese Anpassung nicht bei allen Pflanzenarten gleich stark ausgeprägt. Zum Beispiel Pflanzen mit windverbreiteten Samen und einer hohen Auskreuzungsrate zeigen häufig weniger starke Standortanpassungen. Diese Pflanzen eignen sich daher besonders für die Untersuchung Globaler Anpassungsmuster.
Eine solche Pflanze, mit einer Verbreitung auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde, ist das Schmalblättrige Weidenröschen. Um herauszufinden ob diese Art genetische Differenzierung und Anpassungsunterschiede zeigt, haben wir ein großes Experiment mit Pflanzen aus dem Eurasischen und Amerikanischen Verbreitungsgebiet angelegt. Erste Ergebnisse zeigen, dass nördliche Populationen anfangs schneller wuchsen als südliche Populationen, später jedoch kehrte sich dieser Unterschied ins Gegenteil um. Unterschiede gab es auch beim Befall durch Insektenlarven. Bleibt nun die Frage, welche Pflanzen konnten diesen Sommer besser nutzen? Spielt der Herkunftsort dabei eine Rolle? Haben Unterschiede zwischen den Herkunftsorten etwas mit dem Klima zu tun? An diese Einstiegsfrage können sich weitere Untersuchungen anschließen. Z.B. welche Pflanzen kommen besser über den Winter? Sind es die Sibirischen, die kalte Temperaturen gewöhnt sind, oder die heimischen, die den deutschen Winter kennen?

Diese Arbeit kann als Bachelor Arbeit oder als Forschungsprojekt durchgeführt werden, bei Interesse kann das Projekt aber auch zu einer Masterarbeit ausgeweitet werden. Das kann entweder durch ein zusätzliches Experiment über den Winter oder durch weitere Studien an dem bestehenden Experiment im Frühjahr erfolgen.


Kontakt: Dr. Christian Lampei
Raum 515
christian.lampei@uni-muenster.de

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Was bestimmt die Vegetationszusammensetzung auf renaturierten Wiesen?

Masterarbeit
© Biologische Station Kreis Steinfurt

Die Aussaat der selben Saatgutmischung in verschiedene Renaturierungsflächen kann zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Was bestimmt die endgültige Zusammensetzung der Pflanzenemeinschaft? Im Mittelpunkt dieses Projekts stehen Wiesen, die vor fünf Jahren von der Biologischen Station Kreis Steinfurt wiederhergestellt wurden. Sie wurden aus der gleichen Samenmischung wiederhergestellt, weisen gegenwärtig aber unterschiedliche Pflanzengemeinschaften auf. Warum? Um diese Frage zu beantworten, umfassen die Arbeiten Vegetationaufnahmen auf den renaturierten Flächen sowie eine Beurteilung des abiotischen Zustands.

Kontakt: Anna Lampei Bucharova
anna.lampei-bucharova@uni-muenster.de

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Schnelle Evolution in der Kultivierung: Sind die Pflanzen aus Regiosaatgut „wimpy giants‘‘?

Masterarbeit
© Ute Matthies

Die Wiederherstellung eines Grünlandökosystems erfordert eine große Menge an Saatgut. Um genügend Saatgut zu erhalten, werden Wildpflanzen auf Feldern auf die gleiche Weise wie Nutzpflanzen vermehrt. Allerdings können die Pflanzen im Anbau evolvieren und ihre Anpassung an die natürlichen Bedingungen verlieren. Aber ist das wahr? In diesem Projekt wird mit einem common garden Experiment die Stresstoleranz von Regiosaatgut getestet.

Kontakt:
Malte Conrady (ab 8.10.2019)
malte.conrady@uni-muenster.de

Anna Lampei Bucharova
anna.lampei-bucharova@uni-muenster.de

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Oberrheintal Stromtalwiesen: Schnelle Evolution in der Renaturierung

Masterarbeit & Forschungsprojekt
© Anna Lampei Bucharova

Im Oberrheintal wurden Stromtalwiesen mittels Mahdgutübertragung renaturiert. Die Vegetation der renaturierten Wiesen unterscheidet sich jedoch von der auf den naturnahen Spenderwiesen, wahrscheinlich aufgrund unterschiedlicher abiotischer Bedingungen. Darüber hinaus ist es möglich, dass die Pflanzen nach der Mahdübertragung evolviert sind und sich an die neuen Bedingungen nach der Renaturierung angepasst haben: Dieses Projekt zielt auf die Untersuchung dieser schnellen Evolution. Die Arbeiten umfassen die Bewertung abiotischer und biotischer Bedingungen der natürlichen und renaturierten Wiesen im Oberrheintal sowie ein common garden Experiment.

Kontakt: Anna Lampei Bucharova
anna.lampei-bucharova@uni-muenster.de

Bachelor or Master Thesis: Impacts of climate change and fire on annual ring growth of arctic shrubs

© Denis Bazyk
© Stefan Kruse

In arctic regions, climate change is more pronounced than in other regions of the world and has strong impacts on tundra vegetation. Warming leads to an increase of shrub growth and abundance. Additionally, fires are expected to increase in frequency and extent in arctic regions through climate change and to enforce shrub encroachment. Measures of ring growth of arctic shrubs can help to identify the long-term mechanisms underlying vegetation change in high latitudes.
We are looking for motivated Bachelor or Master students interested in dendrochronological methods and in mechanisms and processes of arctic vegetation.
The practical work includes cutting cross-sections of arctic shrubs and subshrubs sampled in different regions of northern Russia and will take place 2-4 weeks at the Alfred-Wegener-Institut in Potsdam and possibly as well at the University of Münster. Afterwards, the ring growth will be measured and statistically analysed.

We offer two different topics:

  1. Influence of temperature (climate change) on ring growth of arctic shrubs. Questions: How is annual ring growth of arctic shrub/subshrubs influenced by climate? Differ responses between species and regions?
  2. Impact of fire on establishment and growth of arctic shrubs. Questions: Have shrubs survived earlier fire events? If yes, how is the annual ring growth influenced by fire?

Contact:

Ramona Heim (Ramona.Heim@uni-muenster.de) oder Norbert Hölzel (norbert.hoelzel@uni-muenster.de)
Institut für Landschaftsökologie, Universität Münster

Stefan Kruse (Stefan.Kruse@awi.de)
Alfred Wegener Institut, Potsdam