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Einschreibung in den Masterstudiengang Musikwissenschaft zum SoSe möglich

Erstmals ist eine Einschreibung in unseren neu konzipierten Masterstudiengang Musikwissenschaft auch zum Sommersemester möglich!
Informationen von der Studienberatung
Bewerbung

Masterstudiengang Musikwissenschaft

Allgemeine Informationen

  • Master

    Der Master-Studiengang Musikwissenschaft erhebt den Anspruch, den Studierenden die je unterschiedlichen methodischen Zugänge aller drei Teilbereiche des Faches (Historische Musikwissenschaft, Systematische Musikwissenschaft, Ethnomusikologie) auf vertiefendem Niveau zu vermitteln. Demzufolge sind zehn Pflichtmodule zu studieren, die nicht nur das gesamte Fachspektrum berücksichtigen, sondern auch eine differenzierte Verortung der Musikwissenschaft im Kanon geisteswissenschaftlicher Disziplinen zulassen.

    Renai

    In den ersten drei Fachsemestern wird jeweils ein Block (bestehend aus drei Modulen) absolviert (Blöcke A, B, C). Die Bündelung der Module erfolgte v.a. unter inhaltlich-methodischen Gesichtspunkten.

    Neuemusik

    Die Module 1, 2, 4 und 7 haben einen epochenspezifischenZuschnitt, die übrigen Module wählen eine (epochenübergreifende) thematische Perspektive. Im vierten Fachsemester wird Block D und damit das Mastermodul studiert.

    Methodologische Probleme
    © time./photocase.com

    Das Studium kann sowohl zum Wintersemester, als auch zum Sommersemester aufgenommen werden. In beiden Fällen sind flexible Studienverläufe möglich, d.h. die Abfolge der Blöcke A, B und C kann weitgehend individuell gewählt werden. Sämtliche Pflichtmodule sind einsemestrig konzipiert.

  • Modulübersicht




    Block A (Lehrangebot nur im WS)


    Modul 1 (10 LP)

    Musik vor 1600

    Modul 2 (10 LP)

    Musik des 17. und 18. Jhd.

    Modul 3 (10 LP)

    Musikphilologie

    Formen und Gattungen

    (5 LP; S)

    Gattungsgeschichte

    (5 LP; S)

    Quellenkunde

    (5 LP; Ü)

    Musiktheorie im Kontext

    (5 LP; Ü)

    Musik und Sprache

    (5 LP; Ü)

    Editionsgrundlagen (5 LP; Ü)

    Block B (Lehrangebot nur im SoSe)


    Modul 4 (10 LP)

    Musik des 19. Jhd.

    Modul 5 (10 LP)

    Ethnomusikologie

    Modul 6 (10 LP)

    Musikreflexion

    Werk und Kontext

    (5 LP; S)

    Tradierung und interkultureller Diskurs

    (5 LP; S)

    Musikästhetik

    (5 LP; Ü)

    Institutionen- und Sozialgeschichte

    (5 LP; S)

    Region und kultureller Kontext

    (5 LP; S)

    Musikhistoriographie

    (5 LP; Ü)

    Block C (Lehrangebot im WS und SoSe)


    Modul 7 (10 LP)

    Musik des 20. und 21. Jhd.

    Modul 8 (10LP)

    Musikwissenschaftliche Forschungsfelder

    Modul 9 (10 LP)

    Musikwissenschaftliche Praxis

    Kompositorische Entwicklungen

    (5 LP; S)

    Aktuelle Forschungsdiskurse

    (5 LP;Ü)

    Berufsfelder

    (5 LP; Ü)

    Popularmusik

    (5 LP; S)

    Musikanschauung der Neuzeit

    (5 LP; S)

    6wöchiges Praktikum

    (5 LP)

    Block D (Lehrangebot im WS und SoSe)


    Modul 10 (30 LP)

    Mastermodul

    Masterkolloquium

    (3 LP; Koll)

    Masterarbeit

    (27 LP)


    Studienfachberatung: Herr Dr. Peter Schmitz

  • Modulinhalte

    Block A berührt im engeren Sinne Fragestellungen der Historischen Musikwissenschaft: So widmet sich Modul 1 zunächst zentralen Formen und Gattungen der Musik des Mittelalters und der Renaissance. Unter Berücksichtigung der jeweiligen sozialgeschichtlichen Hintergründe wird das Augenmerk sowohl auf geistliche, als auch auf weltliche Werke gerichtet. Damitgeht einher, dass auch einschlägige musiktheoretische Schriften der Zeit reflektiert und kontextualisiert werden. In Modul 2 wird die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts aus ästhetischer sowie (erneut) aus gattungsgeschichtlicher und satztechnischer Perspektive beleuchtet. Ferner wird das Verhältnis von Musik und Sprache, das etwa im Kontext der barocken Figuren- und Affektenlehren Relevanz hat, erörtert. Modul 3 besteht aus zwei dezidiert musikphilologischen Lehrveranstaltungen, die aktuelle editorische Richtlinien (Noten, Briefe und andere Quellentexte) zum Gegenstand haben und diese mit früheren Ansätzen in Beziehung setzen. Folglich ist der Umgang mit Autographen respektive Faksimilia unabdingbar. In praktischen Arbeiten sind Transkriptionen, Spartierungen etc. vorzunehmen. Auch werden die Möglichkeiten digitaler Editionen veranschaulicht.

    Block B weist eine Bündelung von historisch, ethnologisch sowie systematisch ausgerichteten Modulen auf: In Modul 4 wird u.a. der Stellenwert der Musik im Zeitalter der Romantik und damit zugleich deren Einbindung in historische Kontexte thematisiert. Dabei werden nicht nur Probleme des Epochenverständnisses (historiographische und ideengeschichtliche Konzepte) diskutiert, sondern auch Aspekte der Gattungs-, Institutionen- und Sozialgeschichte untersucht. Modul 5 besteht aus zwei Lehrveranstaltungen, in denen aktuelle Positionen der Ethnomusikologie sowie der allgemeinen Kulturwissenschaft behandelt und Modelle zum Verständnis multi-, inter- oder transkultureller Phänomene in den Musikkulturen der Welt erörtert werden. Anhand ausgewählter Fallbeispiele zu Regionalkulturen werden Kenntnisse zur Kontextualität traditioneller Musik in Geschichte und Gegenwart erworben. Der Vertiefung und Perspektivenerweiterung dient Modul 6, in welchem diverse musikästhetische Positionen vermittels des einschlägigen philosophisch-
    ästhetischen Schrifttums reflektiert werden. Gegenstand der Betrachtung ist beispielsweise die – mitunter stark divergierende – Sicht auf die Rolle der Musik im System der Künste. Ferner sollen die Studierenden erlernen, sich kritisch mit Fragen der Musikgeschichtsschreibung auseinanderzusetzen (Kanonisierungsbestrebungen, ästhetische Werturteile, Nationalismus etc.).

    Block C weist neben historischen und systematischen Anteilen einen deutlichen Praxisbezug auf: Modul 7 vermittelt zunächst vertiefende Kenntnisse zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts (kompositorische Entwicklungen, musiksoziologische Aspekte etc.). Besonderes Augenmerk gilt dem Bereich der Popularmusik. In diesem Zusammenhang werden nicht zuletzt die relevanten methodischen und theoretischen Ansätze der Systematischen Musikwissenschaft zum Tragen kommen. Aktuelle wissenschaftliche Diskurse fokussiert sodann Modul 8, in welchem unterschiedliche Forschermeinungen zu einem Themengebiet kritisch reflektiert werden. Dies soll die Studierenden nicht zuletzt dahingehend sensibilisieren, Forschungsparadigmen der Musikwissenschaft im Hinblick auf ihre zugrundeliegenden ideengeschichtlichen Voraussetzungen und das damit verknüpfte Erkenntnisinteresse einordnen zu können. Modul 9 gewährt schließlich Einblicke in verschiedene musikwissenschaftliche Berufsfelder. Vertreter einzelner Bereiche (Musikjournalismus, Dramaturgie, Management, Bibliothekswesen, Verlagswesen etc.) werden ihre Arbeit vorstellen. Hierdurch haben die Studierenden die Möglichkeit, das zu absolvierende sechswöchige Praktikum gezielt nach ihren Interessen und Berufsplanungen auszuwählen.

    Block D hat das Mastermodul zum Inhalt. Neben der Vertiefung musikwissenschaftlicher Spezialfragen sowie der eingehenden Reflexion von Forschungsdiskursen wird mit Blick auf die Anfertigung der Abschlussarbeit ein Kolloquium absolviert. Somit ist von der Entwicklung einer wissenschaftlichen Fragestellung über die Konzeption und Ausrichtung einer Arbeit bis hin zu interpretatorischen Überlegungen (Quellenauswertung etc.) ein reger fachlicher Austausch zwischen Studierenden und Dozent/innen gewährleistet.

  • Studienverlauf

    Studienbeginn im WS


    1. FS Block A                  oder Block C
    2. FS Block B Block B
    3. FS Block C Block A
    4. FS Block D Block D

    Studienbeginn im SoSe

    1. FS Block B                   oder Block C
    2. FS Block A Block A
    3. FS Block C Block B
    4. FS Block D Block D